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Virtuelle Fabrik Mechatronik-Plattform auf dem WMTF

| Redakteur: Anne Richter

>> Das zweite World Medtech Forum Lucerne, von der Messe Luzern in Kooperation mit Medical Cluster organisiert, ging vom 17. bis 19. September 2013 erfolgreich über die Bühne. Das Netzwerk Virtuelle Fabrik war mit vier seiner Partner vertreten, die alle auch Mitglieder des Medical Cluster sind.

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(Bild: Virtuelle Fabrik)

Vom 17. bis 19. September 2013 organisierten Medical Cluster und die Messe Luzern in Kooperation zum zweiten Mal die neue Schweizer Leitmesse und Leistungsschau der Medizintechnik, das World Medtech Forum Lucerne (WMTF). International aufgestellt mit rund 250 Ausstellern, mit einem hochkarätig dotierten Begleitforum, zieht die Messe ein breites Fachpublikum an. Produkthersteller, Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister, Wissenschaftler und innovative Ärzte informieren sich über den neuesten Stand der Technik und diskutieren über neue Entwicklungen.

Auch das Netzwerk und die Plattform Mechatronik Virtuelle Fabrik Nordwestschweiz Mittelland war vertreten mit vier Partnern: Nowak Engineering GmbH, Metallveredlung Kopp AG, Quadesign Partner AG und Peka-Metall AG. Metallveredlung Kopp und Nowak Engineering sind auch Mitglieder des Medical Cluster. Überzeugend konnten die Partner am Stand aufzeigen, dass sie über ausgereifte Kompetenzen in der MedTech-Industrie verfügen. Und das in allen Disziplinen der Produktrealisierung: Design, Engineering und Fertigung.

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Herausforderung Komplexität

Die wachsende Komplexität in der Produktentwicklung bereitet den Herstellern zunehmend Mühe. Alle wesentlichen Technologien, Prozesse und Methoden zu berücksichtigen, überfordert auch etablierte Entwicklungsabteilungen. Interdisziplinäres Generalistenwissen und das Detailwissen des Spezialisten sind gleichzeitig gefragt – Vogelschau und Makroaufnahme im selben Bild – innovative Lösungen erfordern eben beides. Übersicht bei der Wahl des technischen Lösungsansatzes und Fachkenntnisse in den Detailfragen über die Technologiegrenzen hinweg. Hybride Lösungen bergen durch die Kombination von Vorteilen unterschiedlicher Technologien grosses Innovationspotenzial. Die Zeiten der bahnbrechenden Erfindung aus der Garage scheinen definitiv vorbei zu sein.

Moderne Unternehmen beschreiten neue Wege und integrieren zunehmend externe Partner in ihre Entwicklungsprozesse. Open Innovation und Crowd-Sourcing-Ansätze werden denkbar und werden vielleicht auch bald salonfähig. Dieser Kulturwandel wird noch etwas dauern in der MedTech. Bis dahin bleiben in den Führungsetagen wohl noch Unsicherheiten bezüglich Planbarkeit, Kontrollverlust und Geheimhaltung erhalten. Wie kann ein innovatives Unternehmen trotzdem die Vorteile nutzen, ohne die Kontrolle zu verlieren? Das Publikum war sich jedenfalls einig: Neue Entwicklungs- und Fertigungskonzepte sind nötig, um der steigenden Komplexität zu begegnen. Die Virtuelle Fabrik zeigt seit 1997, dass Kooperationsnetze keine Modeerscheinung sind, sondern eine stabile Basis für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Heterogene Vielfalt in einem eingespielten Set-up. Effizient, überschaubar, einfach zugänglich und verständlich. Die auf Vertrauen basierende Kultur gibt Sicherheit und Geschwindigkeit. Die Möglichkeiten des Netzwerkes und die Beziehungen der Partnerfirmen im Markt vervielfachen noch das Potenzial. Von der Produktidee zum Prototyp bis zur Industrialisierung.

Die Zukunft gestalten und möglich machen – das Konzept besticht. Das Interesse der Produkthersteller an einer Zusammenarbeit wächst stetig. Die VF erfüllt ein dringendes Bedürfnis; die positiven Besucherreaktionen haben es bestätigt. Die Virtuelle Fabrik verfolgt konsequent ihre Strategie und wird das Netz kontinuierlich mit sinnvollen Technologien und kompetenten Partnerfirmen ausbauen.

Ausstellungspartner der Virtuellen Fabrik

  • Metallveredlung Kopp AG: Seit 60 Jahren bietet das Unternehmen technische Oberflächen für elektrotechnische Anwendungen und Korrosionsschutz an. Plasmapolieren ist die neue Technologie für die Bearbeitung von Oberflächen leitender Metalle. Metallveredlung Kopp vermarktet das Verfahren exklusiv in der Schweiz. Plasmapolieren garantiert bei gleichzeitig geringstem Abtrag eine minimale Rauheit und hohe Sauberkeit, zudem bleibt die Konturtreue gewährleistet. Ausserdem gehören galvanische Beschichtungen zu den technischen Kompetenzen des Unternehmens.
  • Nowak Engineering GmbH: Seit über 14 Jahren unterstützt Nowak Engineering Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Optimierung von Fertigungsprozessen. Mit ihrem breiten Fundus an Wissen, gepaart mit dem Know-how der Netzwerkpartner, suchen die Ingenieure von Nowak nach optimalen Lösungen. Dabei fliessen Erfahrungen aus verschiedenen Projekten in den Bereichen Medizintechnik, Gerätetechnik, Maschinenbau und Automation in den Prozess mit ein. Zu den Produkten und Dienstleistungen gehören: technologie Impulse, Produktentwicklung, Rationalisierung, Kostenoptimierung und Finite-Elemente-Analysen.
  • Quadesign Partner AG: Als Designteam mit Erfahrung entwickelt das Unternehmen Konzepte und attraktives Design. Quadesign ist Partner im Bereich Industriedesign: Investitionsgüter, Konsumgüter.
  • Peka-Metall AG: Peka entwickelt und produziert Stauraumlösungen seit rund 50 Jahren. Die Produkte zeichnen sich aus durch Benutzerfreundlichkeit, höchsten Bedienungskomfort und Montagefreundlichkeit. Mit der Blechverarbeitung, diversen Schweissverfahren, Pulverbeschichtung und Montageprozessen haben die 130 Mitarbeiter von Peka eine breite Palette von Prozessen im Griff. <<

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