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Kunststoffe Medical-Grade-Kunststoffe für die Medizintechnik

| Redakteur: Anne Richter

>> Der Anteil der Kunststoffe hat in der Medizintechnik in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Trend, Metall durch Kunststoffe zu substituieren, wird auch in diesem Bereich anhalten und durch neue Verfahren sogar immer mehr an Bedeutung gewinnen. Der Kunststoffspezialist Faigle stellt sich den Anforderungen der Medizintechnik.

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Kunststoffteile in der Medizintechnik.
Kunststoffteile in der Medizintechnik.
(Bild: Faigle)

ari. Zu den grössten Herausforderungen zählen Anwendungen, bei denen es besonders auf die mechanische Festigkeit des Materials ankommt. Metalle sind hier naturgemäss im Vorteil. Jedoch lassen sich mit Kombinationen aus thermoplastischer Matrix und einem Faser- oder Gewebeverbund auf Basis von Kohlenstoff, Aramid oder Glas bereits heute extrem hohe Festigkeiten auch mit Kunststoffen erzielen. Auch die Temperaturbeständigkeit von Metallen verliert durch die Tatsache an Bedeutung, dass Hochleistungspolymere zum Teil Temperaturen von bis zu 300 °C dauerhaft standhalten.

Medical-Grade-Kunststoffe in verschiedenen Farben und Typen

Besondere Anforderungen gibt es dabei im Bereich medizintechnischer Anwendungen. Die Faigle-Gruppe als langjähriger Anbieter von hochwertigen technischen Kunststofflösungen ist auch im Bereich der Medizintechnik tätig. Der Kunststoff-Produzent und Lieferant ist spezialisiert auf Halbzeuge und Fertigteile aus Kunststoff für verschiedene Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus, im Bereich der Hebe- und Fördertechnik sowie bei Bahn- und Rolltreppenanwendungen.

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Mit der seit Anfang dieses Jahres bestehenden Zusammenarbeit im Bereich Kunststoffhalbzeuge für die Medizintechnik mit der Röchling-High-Performance-Plastics-Gruppe steht ein breites Werkstoffangebot aller gängigen Materialien und Farben zur Verfügung. Materialien wie PEEK, PPSU und heissdampfsterilisierbaren Polypropylen sind ab Lager lieferbar. Die unter der Bezeichnung Medical Grade geführten Kunststoffe sind in verschiedenen Typen und Farben ISO-10993-4- und USP-Class-VI-getestet und erfüllen somit die hohen Anforderungen für den Einsatz als spanabhebend hergestelltes Bauteil in der Medizintechnik.

Zusätzlich wurden die Materialien in Bezug auf die Biokompatibilität, die chemische Beständigkeit gegenüber verschiedenen Desinfektions- und Reinigungsmitteln sowie deren Verhalten in den verschiedenen Sterilisationsverfahren überprüft. Somit sind die Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen der chirurgischen Instrumente, der Dentaltechnik, der Strahlendiagnostik und in Therapiesystemen gewährleistet. Doch auch in der Pharmazie und der Biotechnologie haben sich die Medical-Grade-Kunststoffe schon seit längerem etabliert.

Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter

Der Bereich der medizinischen Anwendungen für Kunststoffe verlangt ein hohes Mass an Verantwortung und eine entsprechende Umsetzung. Faigle unterscheidet dabei nach verschiedenen Ansatzpunkten: Technik, Materialzertifizierung und vor allem gut ausgebildete Mitarbeiter. So werden in allen Bereichen, die zur Herstellung von medizintechnischen Produkten dienen, nur Anlagen und Maschinen eingesetzt, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Alle Rohstoffe werden auf ihre Eignung getestet und zertifiziert.

Der wichtigste Punkt ist jedoch die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Es muss sichergestellt sein, dass diese die besonderen Anforderungen in diesem sensiblen Bereich verstehen und nachvollziehen können. Schulungen und interne Audits werden deshalb bei Faigle laufend durchgeführt.

Bei Faigle stehen verschiedene Herstelltechnologien zur Verfügung, angefangen vom extrudierten Halbzeug, über Zerspanung, Spritzguss, Profilextrusion bis zur Montage. Durch die Anwendungstechniker kann entsprechende Unterstützung angeboten werden. <<

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