Medisiams unter dem Dach des WMTF

Redakteur: Anne Richter

>> Das World Medtech Forum (WMTF) in Luzern soll das Aushängeschild für die Schweizer Medizintechnikindustrie werden. Ein wichtiger Schritt dafür ist nun getan: Die Medisiams, Fachmesse für Medizintechnik-Zuliefererkette in der Mikrotechnik, wird unter dem Dach des WMTF stattfinden.

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(Anne Richter, SMM)

«Es ist unser Bestreben, mit dem WMTF einen Leuchtturm der Schweizer Medizintechnikbranche zu etablieren. Und dafür ist es notwendig, alle Kräfte der Branche zusammenzuführen», erklärt der Geschäftsführer von Medical Cluster und Mitorganisator des WMTF, Peter Biedermann. Diesem Ziel sind die Organisationspartner Messe Luzern und Medical Cluster ein entscheidendes Stück näher gerückt. In Zukunft wird die Medisiams – die die Medizintechnik-Zulieferunternehmen aus dem Bereich der Mikrotechnik versammelt – unter dem Dach des WMTF stattfinden.

Internationale Sichtbarkeit für die Medisiams

«Die Integration der Medisiams ist ein entscheidender Schritt für das WMTF, um eine überzeugende Medizintechnik-Veranstaltung zu sein», erklärt WMTF-Messeleiterin Fabienne Meyerhans und ergänzt: «Der Zusammenschluss dient der Industrie. Für die Aussteller wie für die Besucher gibt es einen bedeutenden Mehrnutzen.» Die beiden einzigen Schweizer Messen, die sich rein auf Medizintechnik konzentrieren, bündeln ihre Kräfte und bieten damit eine wirkungsvolle Plattform, auf der sich die gesamte Schweizer Medizintechnik-Zulieferindustrie den internationalen Herstellern präsentieren kann.

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Ähnlich sehen das auch die Veranstalter der Medisiams: «Diese strategische Partnerschaft ist wie ein Lebenselixier, das es der Medisiams nun ermöglicht, ihr Entwicklungspotential voll auszuschöpfen. Wir mussten feststellen, dass die Medisiams es (in Moutier) nicht geschafft hatte, sich so zu entwickeln, dass sie den konkreten Bedürfnissen der Aussteller der Mikrotechnik entsprechen konnte. Unsere Verantwortung war es dafür Lösungen zu finden. Das World Medtech Forum in Luzern hat sich dafür quasi von allein als beste Lösungsmöglichkeit angeboten. So bietet die Medisiams den Ausstellern der Mikrotechnikindustrie aus dem Bereich der Medizintechnik eine internationale Sichtbarkeit», berichtet Francis Koller, Präsident der Siams SA.

Medisiams: Mikrotechnik in der Medizin

Die Medisiams versteht sich als Treffpunkt aller Unternehmen aus der Mikrotechnik, die mindestens einen Teil ihrer Produktion in der Medizin- oder Dentaltechnik aufweisen. Dabei umfasst die Bandbreite der Messe sowohl Investitionsprodukte wie Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, Montageautomaten, Mittel zur Oberflächenbehandlung und Automatisierung als auch Produkte und Knowhow aus dem Bereich der Zulieferindustrie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Drehteileherstellung, der maschinellen Fertigung und der Montage.

Ursprünglich war die Uhrenindustrie die treibende Kraft für die Mikrotechnik im Jurabogen. Um den Bedürfnissen dieser Industrie zu entsprechen, wurden Werkzeugmaschinen, Metalllegierungen und Fertigungstechniken entwickelt, die heute noch gebraucht werden. In jüngster Zeit und mit den fortschreitenden Entwicklungen in der Medizin und in der Chirurgie nahm die Nachfrage nach medizinischen Produkten rasant zu. Das sich daraufhin entwickelte Angebot an mikrotechnischen Werkzeugen und Produkten für den Medizintechnikmarkt ist seit 2007 an der Medisiams in Moutier alle zwei Jahre zu sehen gewesen.

Expertenwissen in der Mikrotechnik

Der jetzt folgende Umzug nach Luzern wird von den Beteiligten durchweg positiv aufgenommen. «Die Echos, die wir bis jetzt gehabt haben, sind mehr als positiv. Die Unternehmen der Branche sind von der Aussicht begeistert, im Rahmen des World Medtech Forums in Luzern ihre Produkte auszustellen und sich in ein leistungsfähiges Netzwerk einzufügen, das ganz der Medizintechnik gewidmet ist. Diese Win-win-Verbindung verleiht uns eine internationale Sichtbarkeit und eröffnet neue Absatzmöglichkeiten für die Unternehmen unserer Branche», bekräftigt Francis Koller.

Denn nicht nur für die Medisiams stellt die Bündelung der Kräfte ein Gewinn dar, sondern auch für das WMTF: «Das WMTF ist von Anfang an gut aufgenommen worden, allerdings wurde uns signalisiert, dass es eine Bündelung geben muss», bestätigt auch Fabienne Meyerhans und führt weiter aus: «Somit profitieren auch wir von der Medisiams, denn die Unternehmen müssen sich nicht mehr entscheiden, an welcher Messe sie teilnehmen. Ausserdem profitieren wir natürlich auch vom Expertenwissen der Medisiams in der Mikrotechnik.»

Treffpunkt der weltweiten Medizintechnikbranche

Ein wichtiger Schritt für das WMTF ist damit getan, ein wichtiger Schritt, das WMTF zum wichtigsten Treffpunkt der weltweiten Medizintechnikbranche zu entwickeln. «Mit Messe, Kongress und Meetings werden Formate geschaffen, um die Besucher aus dem In- und Ausland zu begeistern und das WMTF als unverzichtbare Plattform der Industrie zu etablieren», erklärt Peter Biedermann. Wichtig ist nun, dass die verschiedenen Formate gefüllt werden. «So umfassend und offen wie das WMTF ist keine andere Veranstaltung. Die Durchführung des KTI Medtech Event 2012 im Rahmen des WMTF ist ein gutes Beispiel dafür. Vor allem ist nun die Industrie gefordert, die bereitgestellten Formate des WMTF für ihre eigenen Bedürfnisse zu nutzen, um dem Anspruch der führenden Medtech-Industrie gerecht zu werden», fasst Fabienne Meyerhans zusammen. <<

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