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Ausbau Marketing und Marktkenntnisse
Mit einem Anteil von über 86 Prozent aller Antworten steht der Ausbau des Marketings und der Marktkenntnisse ganz oben auf der Agenda der Massnahmen, gefolgt von der Steigerung der Profitabilität. Dabei legt die Branche ihren Fokus auf die kommerzielle und operative Exzellenz. Mit verbesserten Abläufen will sie dem zunehmenden Preisdruck seitens Kunden und regulatorischen Gremien begegnen. Trotz stärkerem Wettbewerb konzentrieren sich die Medtech-Unternehmen damit jedoch zu wenig auf die strategische Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle. «Die CEOs v.a. kleinerer Firmen sind vorwiegend mit dem Tagesgeschäft beschäftigt und haben oft nicht die Zeit und das nötige Kapital, um neue Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Aber bereits heute müssten sie eigentlich wissen, welche Märkte in fünf Jahren mit welchen Produkten bzw. Leistungen zu bedienen sind», mahnen die Autoren.
Nationale Cluster und Leistungs-Pools bilden
Angesichts der genannten Entwicklungen ist es laut Dümmler und Hofrichter für die Branche und den Standort höchste Zeit zu agieren: Vor allem muss die Medtech-Industrie eine aktive Rolle bei der Marktkonsolidierung übernehmen. Das Schnüren von Leistungspaketen sollte dabei nicht nur den Grossen vorbehalten bleiben. KMUs, die alleine dazu nicht die nötige Grösse haben, können sich den Zugang zu den Abnehmern offen halten, indem sie mit Anbietern komplementärer Leistungen/Produkte in der Schweiz kollaborieren oder ausländische Firmen übernehmen.
Mögliche Lösungsansätze sehen die Autoren der Studie u.a. in der Bildung nationaler Cluster und Produkte- bzw. Service-Pools, innerhalb derer die Anbieter von Gesundheitsleistungen und -produkten gemeinsam innovative Lösungen entwickeln und die Wertschöpfungskette abdecken: Beispielsweise liessen sich so bei der Wundversorgung die gesamte Spital-Infrastruktur oder für eine Operation sämtliche Gebrauchsmaterialien bereitstellen.
Internationale Vernetzung fördern
Der Schweizer Politik empfehlen die Verfasser der Studie, die Exportförderung auf wenige Schlüssel-Industrien zu konzentrieren, um mit den Hauptkonkurrenten Deutschland, USA und Frankreich auf Augenhöhe zu sein. Vertreter der Industrie könnten in die Freihandelsverhandlungen mit einbezogen werden, um einen optimalen Marktzugang für Medtech-Firmen in wichtigen Gesundheitsmärkten zu erzielen. Weiter müssen hochrangige, durchaus auch politische Kontakte zu den globalen Hauptsitzen von in der Schweiz investierenden Medtech-Firmen hergestellt werden, um den Standort auch im Ausland angemessen zu positionieren.
Zur Herstellung wichtiger Kontakte bietet das World Medtech Forum (WMTF) vom 24. bis zum 27. September den über 260 nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen sowie Vertretern aus der Politik und aus dem Gesundheitswesen mit ihren Ständen, Foren, Veranstaltungen und Präsentationen eine geeignete Vernetzungs-Plattform. <<
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