G. Bopp + Co. AG Mehr als ein Produkt

Redakteur: Luca Meister

1881 als Drahtwaren-Hersteller gegründet, hat sich die G. Bopp + Co. AG zu einem der weltweit führenden Lieferanten von Feinstdrahtgeweben entwickelt. Innovation und ein ausgeprägtes Qualitätsverständnis haben den Erfolg in den unterschiedlichsten High-Tech-Anwendungen begründet.

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(Bild: Bopp & Co.)

Produktion als gute Basis

Im Produktionswerk in Wolfhalden (AR) werden auf rund 145 modernen Webmaschinen jährlich 24 Millionen Kilometer Draht zu 450 Kilometer Feingewebe verarbeitet. Der feinste Draht weist einen Durchmesser von 15 Tausendstel-Millimeter auf – rund ein Fünftel eines menschlichen Haars, pro Zoll werden bis zu 645 Drähte verwoben. Hauptanwendungsgebiete der Feingewebe sind die Filtration, der technische Siebdruck, anspruchsvolle Siebungen, Energiesysteme und technische Anwendungen wie in der Aviatik und in der Raumfahrt.

Konfektion für Mehrwert

Da die Verarbeitung dieser feinen Gewebe hohe Anforderungen stellt, hat sich das Konfektionieren zu einem wichtigen Angebotsteil entwickelt. Auf selbst konstruierten Anlagen werden die unterschiedlichsten mechanischen Bearbeitungen vorgenommen wie Präzisionsschneiden, Stanzen, Schweissen, Spannen, Formen oder Kalandrieren. Auch thermische Verfahren wie Sintern, spannungsfreies Glühen, Oberflächenbehandlungen oder Beschichten gehören zum normalen Angebot. So entstehen hochwertige und komplexe Einbauteile massgenau für unzählige Anwendungen in fast allen Branchen. Einzelteile werden weitgehend manuell durch ausgewiesene Spezialisten hergestellt, für die Serienfertigung werden halb- bis vollautomatische Prozessanlagen bereitgestellt, die Reproduzierbarkeit ist dabei ein zentraler Faktor.

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Lösungsfindung für die Zukunft

Mit dem Ausbau der Konfektion hat sich bei den Mitarbeitenden ein profundes Know-how im Bereich der Anwendungstechnik gebildet. Wenn es zum Beispiel in der Filtration um Druck- oder Strömungsverhältnisse oder um Durchflussgeschwindigkeiten geht, können die Spezialisten aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Dieses Wissen stellen sie den Kunden bei anspruchsvollen Aufgabenstellungen gerne zur Verfügung. Diesbezügliche Anfragen kommen zum Beispiel zunehmend aus Unternehmen mit technologischen Entwicklungen und natürlich von Anlagebetreibern, die substantielle Optimierungen anstreben.

Die Bopp-Gruppe beschäftigt weltweit rund 400 Mitarbeitende, davon 200 in der Schweiz, und unterhält Niederlassungen in Deutschland, England, Schweden, Italien, den USA, Korea und China. Rund 70 Prozent der gesamten Produktion wird in der Schweiz hergestellt.

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