Effizienz in der Fertigung Mehr Effizienz mit 4-Achs Horizontal-Bearbeitung

Autor: Anne Richter

Es muss nicht immer eine 5-Achs-Maschine sein. W&T Mechanik hat in ein 4-Achsen CNC-Horizontal-BAZ von Averex investiert und kann damit ein wichtiges Projekt umsetzen. Mit Unterstützung und Beratung durch die Schweizer Averex-Vertretung Mato - Walter Meier (Fertigungslösungen) AG hat das Unternehmen die passende Maschine für eine effizientere und prozesssichere Fertigung der Bauteile gefunden.

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Die Averex-Maschinen sind so konstruiert, dass die Paletten auch in grosser Höhe bestückt werden können.
Die Averex-Maschinen sind so konstruiert, dass die Paletten auch in grosser Höhe bestückt werden können.
(Bild: Anne Richter, SMM)

«Ursprünglich wollte ich in eine 5-Achsen Maschine investieren», berichtet Werner Ehrat, Inhaber und Geschäftsführer der W&T Mechanik AG, einem kleinen Zulieferunternehmen mit Spezialisierung für zerspanende Bearbeitung und Sitz in Dällikon. Seit rund fünf Jahren ist das Unternehmen in ein Projekt für eine elektronische Baugruppe auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik involviert. Für W&T Mechanik geht es um die Fertigung der mechanischen Komponenten für ein 19-Zoll-Rackgehäuse aus Aluminium. Am Anfang waren Prototypen und Nullserien gefragt. «Dafür ist unser bisheriger Maschinenpark auch ausreichend gewesen», berichtet W. Ehrat. Doch für eine Serienfertigung aller Komponenten der Baugruppe bei Seriengrössen von 100 Stück wäre das Unternehmen nicht wettbewerbsfähig gewesen.

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Hohe Oberflächengüte der Bauteile benötigt

Die Besonderheit des Produktes liegt in den hohen optischen Anforderungen. Da das Endgerät auf dem Markt sehr teuer ist, muss auch die äussere Erscheinung sehr hochwertig sein. «Die optischen Ansprüche an das Produkt sind ähnlich hoch wie in der Uhrenindustrie», erklärt W. Ehrat. Deshalb können die Bauteile auch nicht aus Blech gefertigt werden, sondern werden nach der zerspanenden Bearbeitung noch entsprechend oberflächenbehandelt.

Effiziente Serienfertigung und schnelle Bearbeitung

«Mit einer Investition in die 5-Achsen Maschine wollte ich auf der einen Seite eine effiziente Serienfertigung der neuen Teile umsetzen und auf der anderen Seite unsere 5-Achsen Bauteile auch inhouse fertigen können», erklärt W. Ehrat und schränkt sofort ein: «Das hat aber so nicht funktioniert.» Da 5-Achsen Bauteile bei W&T Mechanik nur einen Produktionsanteil von etwa fünf Prozent einnehmen, liegt der Fokus der Bearbeitung auf den neuen Teilen, welche klassische 4-Achsen Teile sind. Für diese Teile hat sich das Horizontal-Bearbeitungszentrum HS-450i von Averex mit Automationsmodul als die effizienteste Lösung herausgestellt. Anton Paliq, Technischer Verkaufsberater Werkzeugmaschinen bei Mato - Walter Meier (Fertigungslösungen) AG, erklärt dazu: «Während des Beratungsgesprächs habe ich die Bauteile und die Fertigung genau analysiert und festgestellt, dass der Grossteil dieser Werkstücke auf unserem horizontalen Bearbeitungszentrum wirtschaftlicher bearbeitet werden kann.» Denn die gewünschten Vorteile für die neuen Bauteile wären mit keiner am Markt erhältlichen 5-Achsen Maschine wirtschaftlich umsetzbar gewesen. Dazu sagt W. Ehrat «Während der Beratung durch Mato - Walter Meier (Fertigungslösungen) AG konnte ich feststellen, dass das Ziel, die Bauteile in einer Aufspannung zu fertigen, auch mit einer 5-Achsen Maschine selten möglich ist. Genau wie auf der 4-Achsen Maschine braucht es eine zweite Aufspannung. Doch arbeitet das Horizontal-BAZ mit einer entscheidend höheren Produktionsgeschwindigkeit.» «Auch bietet ein Horizontal-BAZ beispielsweise beim Bohren eine höhere Prozesssicherheit als ein Vertikal-BAZ», ergänzt A. Paliq.

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Redaktorin SMM