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Konkurrenz für kurvengesteuerte Mehrspindelautomaten Mehrspindler mit flexiblen Schlittenkonfigurationen

| Redakteur: Anne Richter

Das flexible Maschinenkonzept des neuen CNC-Mehrspindeldrehautomaten Index MS32-6 erlaubt es, den CNC-Mehrspindler so zu konfigurieren, dass er bei einfachen Drehteilen für kurvengesteuerte Mehrspindelautomaten zur echten Konkurrenz wird.

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Je nach Ausbaustufe ist der Mehrspindeldrehautomat Index MS32-6 ideal sowohl für die Bearbeitung komplexer Drehteile als auch für wirtschaftliches Formstechen.
Je nach Ausbaustufe ist der Mehrspindeldrehautomat Index MS32-6 ideal sowohl für die Bearbeitung komplexer Drehteile als auch für wirtschaftliches Formstechen.
(Bild: Index)

Den neuen CNC-gesteuerten Mehrspindeldrehautomaten MS32-6 gestaltete Index nach dem Baukastenprinzip, das eine Vollausstattung von zwölf Querschlitten mit NC-Achsen in X, Z und Y ebenso zulässt wie die Konfiguration ausschliesslich mit NC-gesteuerten Stech- und Bohrschlitten. Dabei wurden bewährte Eigenschaften und Elemente der aktuellen Index-Mehrspindeldrehautomaten beibehalten: Der frontoffene Aufbau mit guter Zugänglichkeit und Ergonomie sowie verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten, die die MS32-6 auch für die Bearbeitung von Futterteilen befähigen.

Im Vollausbau ideal für komplexe Präzisionsdrehteile

In der Highend-Ausbaustufe besitzt die Index
MS32-6 zwei V-förmig angeordnete Querschlitten mit NC-X- und NC-Z-Achse an jeder Spindellage. Je eine Schwenksynchronspindel in Lage 5 und 6 sorgen für optimale Rückseitenbearbeitung. Zusätzliche C- und Y-Achsen sowie angetriebene Werkzeuge eröffnen dem Anwender ein breites Spektrum an Bearbeitungsmöglichkeiten, wie aussermitti-
ges Bohren, Gewinde-, Kontur- und Abwälzfräsen oder Mehrkantdrehen. Zentraler Bestandteil ist die fluidgekühlte Spindeltrommel mit ihren im Teilkreis von 250 mm angeordneten sechs Arbeitsspindeln. Der Hauptspindelantrieb liefert Drehzahlen bis zu 8000 min-1. Während der Bearbeitung steht für jede Spindellage und jede Werkzeugschneide stets die optimale Drehzahl zur Verfügung. Das Ergebnis sind ein optimaler Spänebruch, höchste Oberflächen­güte, kurze Stückzeiten und lange Werkzeugstandzeiten.

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Beim Formstechen so wirtschaftlich wie ein Kurvenautomat

Anstatt der Vollausstattung lässt sich die Index MS32-6 ganz nach Kundenwunsch in jeder Spindellage mit Stech- und/oder Bohrschlitten ausstatten. Dadurch wird der CNC-Mehrspindler zu einer echten Konkurrenz für kurvengesteuerte Mehr­spindel­automaten. Hinsichtlich der Stückzeiten setzen Kurvenmaschinen den Massstab. Doch sie haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind sehr zeitaufwändig und kompliziert einzurichten, was eine spezifische Qualifikation des Bedieners voraussetzt, die immer seltener vorhanden ist. Beim Auftragswechsel muss jede einzelne Kurve der Kurven­maschine gewechselt und eingestellt werden, was einige Stunden in Anspruch nimmt. Bei der Index MS32-6 sind die Stechschlitten als NC-Achsen ausgeführt. Der Bediener spielt das Programm auf – fertig. Der CNC-Mehrspindler Index MS32-6 ist durch seine Rüst- und Einrichtvorteile nahezu unschlagbar, was sich in niedrigen Stückkosten widerspiegelt.

Werkzeughalterwechsel: 50 Prozent kürzere Rüstzeiten

Bei der MS32-6 hat Index verschiedene Rüstaufgaben weiter vereinfacht: So besitzt nun jeder Querschlitten eine W-Verzahnung, die das µm-genaue Ausrichten des Werkzeughalters deutlich vereinfacht und eine Fehlstellung des Werkzeughalters verhindert. Der Bediener kann den Werkzeughalter extern voreinstellen, auf den Schlitten setzen und über eine von Index neu entwickelte Schnellspann­einrichtung fixieren. Anschliessend genügt eine knappe Umdrehung mit dem Schraubenschlüssel und der Halter ist einsatzbereit. Durch das Plug & Play benötigt der Halterwechsel nur die halbe Zeit. Wichtig: Bisherige Werkzeughalter mit Schwalbenschwanz können weiterhin verwendet werden. 

Noch höhere Zeitersparnis

Für die Schlitten mit W-Verzahnung hat Index neue Bohr- und Doppelbohrhalter entwickelt, die nicht mehr in der Maschine, sondern bereits vorher auf dem Voreinstellgerät ausgerichtet werden. Dadurch verkürzen sich die Rüstzeiten von bis zu zwei Stunden auf rund zehn Minuten. Auch die angetriebenen Einheiten, die fürs Fräsen und Mehrkantdrehen erforderlich sind, gibt es mit W-Verzahnung, so dass sie exakt auf den neuen Schlitten aufgesetzt werden können.

Doppelrevolver steigert die Effizienz

Eine weitere, effizienzsteigernde Neuentwicklung ist ein Doppelrevolver mit starren Werkzeugen, der sich in fünf Spindellagen auf dem Schlitten aufbauen lässt. Hydraulisch angesteuert, lässt sich das Werkzeug innerhalb einer halben Sekunde wechseln. Der Doppelrevolver eignet sich ideal, um kurze Teile erst zu schruppen und anschliessend zu schlichten. Bestückt mit einem Schwesterwerkzeug bietet er sich alternativ für den Einsatz bei schwer zerspanbaren Werkstoffen an, um die Werkzeug­standzeit zu «verdoppeln». -ari- SMM

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