Swissmem-Prognose

MEM-Industrie: Leichte Erholung in Sicht

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Exporte nach Asien rückläufig

Die Absatzmärkte entwickelten sich regional unterschiedlich. So mussten neben den EU-Ländern (-6,4%), die mit einem Exportanteil von 59,6% nach wie vor die wichtigsten Abnehmer von Schweizer MEM-Produkten sind, auch in den asiatischen Ländern (-11,8%) rückläufige Warenausfuhren verbucht werden. Demgegenüber stiegen die Exporte in die USA (+2,7%) sowie nach Japan (+3,5%). Insgesamt exportierte die MEM-Industrie 2012 Güter im Wert von CHF 64,6 Milliarden. Das ist 5,8% weniger als im Vorjahr.

Anpassungsdruck bleibt bestehen - insbesonder für KMU

Trotz der noch rückläufigen Exporte schätzt Swissmem die Lage der Branche angesichts der jüngsten Entwicklungen vorsichtig optimistisch ein. Die Stabilisierungstendenzen in der EU haben zwar in den vergangenen Monaten zu einer gewissen Entspannung der Marktlage geführt. Das widerspiegelt sich auch in den Erwartungen der Unternehmen. Sie schätzen die Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten positiver ein als noch im Herbst 2012. So rechnen aktuell 40,1% der befragten Unternehmen mit höheren Bestellungseingängen aus dem Ausland. Vor drei Monaten waren es lediglich 25,3% der Unternehmen. Insbesondere aus den Märkten China, USA und Osteuropa werden positive Impulse erwartet.

Dies darf jedoch nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass die Unternehmen – insbesondere KMU – langfristig einem hohen Anpassungsdruck ausgesetzt sind. Im Hauptabsatzmarkt EU sind die Konjunkturaussichten angesichts der rezessiven Tendenzen nicht ermutigend, der globale Wettbewerb nimmt durch die immer stärker werdende Konkurrenz aus Asien an Intensität laufend zu und der Schweizer Franken ist gegenüber dem Euro nach wie vor überbewertet.

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