Swissmem-Prognose MEM-Industrie: Leichte Erholung in Sicht

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Lage der Schweizer MEM-Industrie scheint sich ein wenig zu entspannen, wie die Swissmem Quartalsstatisitk zeigt. Die Auftragseingänge sowie der Umsatz entwickelten sich im vierten Quartal 2012 positiv.

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Sind erstmalig seit langem wieder zuversichtlich: Peter Dietrich, Direktor Swissmem und Hans Hess, Präsident Swissmem.
Sind erstmalig seit langem wieder zuversichtlich: Peter Dietrich, Direktor Swissmem und Hans Hess, Präsident Swissmem.
(Bild: Matthias Böhm/SMM)

Die Lage in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zeigt erste Erholungstendenzen. Nachdem die Entwicklung der Auftragseingänge in der MEM-Industrie während rund 1 ½ Jahren zum Teil massiv rückläufig war, zeigte das 4. Quartal 2012 erstmals Zeichen der Erholung. Die Auftragseingänge auf Basis der Swissmem Quartalsstatistik stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,8%. Ausgangspunkt dieser Belebung war jedoch ein sehr tiefes Vorjahresniveau. Über das gesamte Jahr betrachtet, sanken die Bestellungseingänge um 3,8%. Infolgedessen ging die Kapazitätsauslastung im 4. Quartal 2012 auf 83,6% zurück (Vorjahresquartal: 86.7%).

Auch die Umsätze entwickelten sich positiv. Im 4. Quartal 2012 stiegen sie um 6,5% – über die gesamten zwölf Monate um 3%. Dazu beigetragen haben insbesondere Grossfirmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden. Bei den KMU verlief die Umsatzentwicklung bedeutend schleppender. Die leicht anziehenden Exportpreise (+0,9%) helfen den Unternehmen kurzfristig, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

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Exporte profitieren noch nicht von der Erholung

Die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen wirkte sich bei den Güterexporten noch nicht aus. Mit Ausnahme der Präzisionsinstrumente (+0,8%) reduzierten sich die von der Oberzolldirektion erfassten Exportzahlen 2012 gegenüber dem Vorjahr in sämtlichen Produktbereichen. Am stärksten betroffen waren die Ausfuhren im Maschinenbau (-12,3%) und Metallbau (-7,8%). Der Rückgang im Bereich Elektrotechnik/Elektronik fiel etwas moderater aus (-3,5%).

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