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Orthotec 2012 Messe und Kongress für die Orthopädietechnik

| Redakteur: Anne Richter

>> Orthotec: Die Kombination von Fachmesse und Fachkongress bietet am 12. und 13. September in Zürich zukunftsträchtige Lösungen rund um die Orthopädietechnik. Es werden Systeme für die Entwicklung, Konstruktion sowie für die Produktion und Herstellung orthopädischer Produkte präsentiert. Der Kongress und das Innovation Investment Hub thematisieren Innovationsmöglichkeiten und das Erschliessen neuer Märkte.

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«Insbesondere die Kombination von Fachmesse und Fachkongress macht die Orthotec Europe für alle interessant, die sich mit Themen rund um die Orthopädietechnik beschäftigen.» Aurora Domange, Messeleiterin.
«Insbesondere die Kombination von Fachmesse und Fachkongress macht die Orthotec Europe für alle interessant, die sich mit Themen rund um die Orthopädietechnik beschäftigen.» Aurora Domange, Messeleiterin.
(Bild: UBM Canon)

ari. Der Markt für Orthopädietechnik ist nach wie vor attraktiv und wird es weiterhin bleiben, weil die Nachfrage nach medizintechnischen Leistungen stetig ansteigt – nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung. High-Tech-Lösungen zum Wohle des Patienten, in die Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Gebieten wie Werkstoffwissenschaft, Elektronik, Mechatronik oder Maschinenbau einfliessen, sorgen für zusätzliche Dynamik. Angesichts der positiven Marktaussichten treten wichtige, spezifische Anforderungen und Risiken, die mit der Marktteilnahme verbunden sind, ungerechtfertigterweise in den Hintergrund. Dazu gehören vor allem der aufwändige Zulassungsweg für Medizinprodukte und -geräte sowie ein hoher Investitionsaufwand für Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus erfordern zahlreiche medizintechnische Komponenten und die fortschreitende Vernetzung von Medizingeräten eine enge Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren.

Orthotec: Kongressmesse für Orthopädietechnik

Diese lebhafte Marktentwicklung muss ständig von neuen Ideen begleitet werden. Der Platz für entsprechende Innovationen in Bereichen der orthopädischen Implantate und Instrumente ist vom 12. bis 13. September die Orthotec Europe 2012 in Zürich. Die Kongressmesse bietet mit den Ausstellern und dem begleitenden Kongressprogramm zielgerichtete Antworten auf unterschiedlichste Fragestellungen der Orthopädie-Spezialisten. «Insbesondere die Kombination von Fachmesse und Fachkongress macht die Orthotec Europe für alle interessant, die sich mit Themen rund um die Orthopädietechnik beschäftigen – ob als Besucher oder Aussteller», stellt die verantwortliche Event-Managerin Aurore Domange fest.

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Investment Hub für Innovationen in der Orthopädie

Zum ersten Mal wird das Orthotec Innovation Investment Hub, ein Podium für Erfinder, internationale OEM-Unternehmen und Investoren, vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Neuentwicklungen, die sich deutlich vom derzeitigen Stand der Technik abheben. Das kann sich äussern in Vorteilen für den Patienten, Kostenreduzierung, Öffnung neuer Märkte oder anderen Merkmale. «Alles in allem halten wir Ausschau nach Ansätzen mit völlig neuer Vorgehensweise», erklärt Hub-Komitee-Mitglied Yves-Alain Ratron, Direktor Global Research bei Tornier. Ziel des Innovation Investment Hub ist es, Wissenschaftler, Mediziner, Hersteller und Investoren unter einem Dach zusammenzubringen. Die Voraussetzungen am Standort Zürich seien dafür mehr als günstig, meint Yves-Alain Ratron, konzentrieren sich in der Schweiz und angrenzenden Ländern doch wichtige Orthopädieindustrien.

Gesetzliche Bestimmungen: weiter eine grosse Herausforderung

Das mit hochkarätigen Referenten besetzte Kongressprogramm ergänzt Messe und Innovation Hub. Es behandelt aktuelle Themen und zeigt damit Möglichkeiten auf, um am Markt für Orthopädietechnik langfristig bestehen zu können und innovative Produkte schnell und sicher auf den Markt zu bringen. Eine grosse Hürde, die es zu überwinden gilt, ist der strenge Vorschriftenkatalog für die Hersteller medizintechnischer Produkte. Gerade weil die Orthopädie ein solch rasch veränderlicher Bereich der Medizintechnik ist, müssen die verschiedenen weltweit geltenden Produktzulassungsvoraussetzungen um jeden Preis eingehalten werden. Was die momentane Situation bei den Vorschriften angeht, müssen die Hersteller jederzeit auf dem neuesten Stand sein.

Neue Geschäftsideen beleben die Medizintechnik

Welche Marktchancen, Herausforderungen und treibenden Kräfte in aufstrebenden Märkten zu beachten sind, ist Gegenstand einer Veranstaltung, die Hervé Reignac, CEO BioStep, France & Council Member, Gerson Lehrman Research, interaktiv moderiert. Es wird erörtert, wie ein Markteinstieg realistisch zu bewerten und zu erleichtern ist. Dabei können anhand von Erfolgsstorys anderer Unternehmen Tipps und Tricks abgeleitet und gegebenenfalls Fehler vermieden werden. Wichtig sei es auch, wie Hervé Reignac betont, die Unternehmensinteressen und Technologien vor dem Eintritt in neue Märkte zu schützen. Das Roundtable-Gespräch wird zahlreiche Möglichkeiten zum direkten Gedankenaustausch über konkrete Fälle und zum Entwurf potenzieller Strategien bieten.

Neue Werkstoffe für die Medizintechnikindustrie

Fertigungsprozesse, aber auch wirtschaftliche Gesichtspunkte bestimmen über die Anwendung des Werkstoffes in der Orthopädie. Weil heutzutage ein Werkstoff allein kaum noch alle an ihn gestellten Anforderungen erfüllen kann, eröffnet die Optimierung der Oberfläche geradezu neue Welten und vor allem aber auch Funktionen. Dies und neue Einsatzgebiete bereits bekannter Materialien stehen im Rahmen des Kongressthemas Werkstoffinnovationen am zweiten Orthotec-Kongresstag im Mittelpunkt. So lassen sich aus bio-, gen- und nanotechnischen Innovationen neue Produkte und Verfahren ableiten. Präsentationen von Weltklassewissenschaftlern zeigen Innovationschancen, die sich dank der Werkstoffe für die Medizintechnik auftun. «Die Entwicklung neuer Werkstoffe oder neuer Kombinationen ist unabdingbar für die Medizintechnikindustrie», meint Moderator Cyril Voisard, Group Manager Materials & Surfaces der Synthes GmbH und Chairperson des Kongresses. Darüber hinaus spielen Verfügbarkeit und Preis eine grosse Rolle bei der Materialauswahl. Wegen der verhältnismässig geringen Verkaufsmenge bestehen kaum Einflussmöglichkeiten auf den Rohstoffpreis, deshalb müssen Materialmenge und Herstellkosten für medizintechnische Produkte ständig optimiert werden. <<

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