Sphinx entwickelt Mikro-Tieflochbohrer für Bohrtiefen bis 80xD und Hochleistungs-Mikrofräser Mikro-Startlochbohrer und Hochleistungsfräsert

Redakteur: Matthias Böhm

>> Startlöcher gehören bei Drahterodieren wegen der geringen Bohrungsdurchmesser und grossen Tiefen zu den zeitraubenden Fertigungsverfahren. Mit den neu entwickelten Mikro-Tieflochbohrern (D = 0,4 bis 1,00 mm ) des Schweizer Werkzeug-Herstellers Sphinx verläuft dieser Prozess jetzt bis zu fünf Mal schneller. Neu entwickelt wurden zudem Mikro-Hochleistungsfräser für anspruchsvolle Materialien.

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Die dreischneidigen, doppelt beschichteten Hartmetall-Mikrofräser bearbeiten prozesssicher Titan, Superlegierungen und rostfreie Stähle.
Die dreischneidigen, doppelt beschichteten Hartmetall-Mikrofräser bearbeiten prozesssicher Titan, Superlegierungen und rostfreie Stähle.
(Sphinx)

böh Speziell für Startlöcher zum anschliessenden Drahterodieren hat der Schweizer Werkzeugspezialist, Sphinx Werkzeuge AG aus Derendingen, schlanke Mikro-Tieflochbohrer entwickelt.

Hohe Prozesssicherheit

Wegen der sehr verschleissbeständigen und glatten Beschichtung und des besonders zähen, feinkörnigen Hartmetalls arbeiten die schlanken Bohrer in üblichen Werkzeug- und Formenbaustählen, wie Werkstoff-Nr. 1.2162, 1.2316 und 1.2379, äusserst prozesssicher. Sie fertigen Startlöcher in einem Bruchteil der bisher zum Erodieren benötigten Zeit. Somit reduzieren sie erheblich die Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten. Dies gilt insbesondere, wenn mehrere Startlöcher für unterschiedliche Formeinsätze in eine Platte einzubringen sind.

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Flott: 20m/min Schnittgeschwindigkeit

Beispielsweise benötigt ein Mikro-Tieflochbohrer mit 0,9 mm Durchmesser für ein Startloch in einer 30 mm dicken Platte aus Werkzeugstahl 1.2316 gegenüber dem ehemaligen Erodieren 15 min weniger pro Startloch. Zunächst wird mit einem VHM-Mikro-Pilotbohrer 56033 von Sphinx Werkzeuge AG zentriert. Anschliessend fertigt der Mikro-Tieflochbohrer bei 20 m/min Schnittgeschwindigkeit, 7000 1/min Drehzahl und 0,004 mm/U Vorschub das Startloch. Dabei wird nach jeweils 0,7 mm Vorschubweg entspant.

Oft mehrere Startlöcher notwendig

Da in die Platte mehrere Startlöcher zu bohren sind, arbeitet der Formenbauer mit den Mikro-Tieflochbohrern wesentlich produktiver als mit dem ehemaligen Erodieren der Startlöcher. Zudem kann er die Startlöcher auf üblichen Bearbeitungszentren fertigen. Das verkürzt die Durchlaufzeiten, da das Umspannen und Liegezeiten entfallen. Mit den innovativen VHM-Mikro-Tieflochbohrern von Sphinx Werkzeuge AG verwirklichen Werkzeug- und Formenbauer also enorme Zeit-und Kosteneinsparungen.

Durchmesser von 0,4 bis 1,00 mm

Als Standardausführungen gibt es die beschichteten VHM-Bohrer mit 0,4 bis 1,00 mm Durchmesser um 0,1 mm gestuft für Bohrtiefen bis 30 x D, 50 x D und 80 x D. Optional produziert der Hersteller Sphinx Werkzeuge AG weitere Durchmesser und Längen.

Neu entwickelt wurden von dem Schweizer Hersteller zudem Mikrofräser für anspruchsvolle Materialien, die in der Schweiz im Werkzeug- und Formenbau als auch in der Medizintechnik oft Verwendung finden.

Mikrofräser für Titan und Superlegierungen

Zum Fräsen filigraner Strukturen in hochfesten und zähharten Werkstoffen, beispielsweise in der Medizintechnik, eignen sich die Vollhartmetall-Mikrofräser 43105 beziehungsweise 43305.

Dreischneidig und doppelt beschichtet

Basierend auf jahrzehntelangen Erfahrungen in der Entwicklung und Produktion von Mikrowerkzeugen haben die Schweizer Werkzeug-Spezialisten aus Derendingen diese doppelt beschichteten, dreischneidigen Mikrofräser aus sehr feinkörnigem, elastischem Hartmetall verwirklicht. Ihre herausragenden Eigenschaften beweisen diese Werkzeuge unter anderem beim Bearbeiten von Titan Grade 5. Mit einem Fräser mit 1,5 mm Durchmesser kann man bei 45 m/min Schnittgeschwindigkeit und 5 µm Zahnvorschub pro Umdrehung arbeiten. Ähnlich produktiv bearbeiten diese Mikrofräser auch rostfreie und hochlegierte Stähle – Superlegierungen – sowie schwerzerspanbare, nickelbasierte Werkstoffe.

Taschen helixförmig ins Volle fräsen

Ihre speziellen Schneidengeometrien sorgen für hervorragende Oberflächenqualität am bearbeiteten Werkstück. Da sie über das Zentrum schneiden, können die Mikrofräser auch schräg oder helixförmig eintauchen, um Taschen ins Volle zu fräsen.

Glatte Beschichtung matchentscheidend

Zum problemlosen Abführen der Späne unter anderem beim Nutenfräsen tragen die glatte Beschichtung und die um 35° gedrallten Spänenuten bei. Der glatte Hartmetallschaft mit 3,0 mm Durchmesser, Toleranz h6, überträgt beim Spannen in Spannzangen oder Schrumpffuttern hohe Drehmomente. Als Standard gibt es die Mikrofräser 43105 / 43305 mit 0,3 bis 3 mm Durchmesser um 0,1 mm gestuft in Varianten für 1 x D und 3 x D Nutzlänge.<<

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