Werkzeugmaschinen Mit der Kugel auf der sicheren Seite

Redakteur: Matthias Vogel

>> Die Icon Industries AG ist ein sehr junges Unternehmen im Werkzeugmaschinenmarkt mit gerade mal fünf Mitarbeitern. Warum der Werkzeugmaschinenbauer bei seinem eigenwilligen Maschinenkonzept auf die Nullpunktgenauigkeit des Erowa-Spannsystems ‹ProductionChuck 210› setzt, zeigt der folgende Fachbeitrag.

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Unterseite der Spannplatte mit aufgespannten Vorrichtungen.
Unterseite der Spannplatte mit aufgespannten Vorrichtungen.
(Bild: Erowa)

In Bleienbach im Kanton Bern, arbeiten Mitarbeiter des Werkzeugmaschinenherstellers Icon Industries in einer Fertigungshalle der Daetwyler AG am Flugplatzgelände an der Montage einer Icon 6-250. Diese Maschine verkörpert schweizerischen Maschinenbau- und Genauigkeitsanspruch und amerikanische Businesskultur in einer besonderen Weise.

Das Maschinenkonzept vereint auf rund 41 m2 Bearbeitungsmöglichkeiten von bis zu acht Bearbeitungszentren und das dafür notwendige, komplette Ver- und Entsorgungs-Equipment. «Mit dieser Maschine lassen sich gleichzeitig vier Werkstücke komplett bis zu fünfachsig bearbeiten», hebt Icon-Geschäftsführer Dietmar Bäurer hervor und macht damit auf die besondere Flexibilität und Produktivität dieser Maschinenauslegung aufmerksam. Es sei besonders prädestiniert für komplexe Bearbeitungsoperationen in der Serienproduktion ab 250 000 Teilen. Die Basis der Maschine bildet ein geschweisster Maschinenrahmen. Links und rechts an den Rahmen sind die horizontalen Einheiten montiert, die vertikalen Einheiten werden auf den Rahmen positioniert. Das eigentliche Herzstück ist der mittig angeordnete Maschinentisch mit einem Durchmesser von 2,20 m.

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Fertigungsstandort Bleienbach wurde nicht zufällig gewählt

Die Icon Industries AG an sich ist ein noch sehr junges Unternehmen im Werkzeugmaschinenmarkt mit gerade mal fünf Mitarbeitern. Obwohl erst vor zwei Jahren in der Schweiz gegründet, besitze man, so Bäurer, ausgeprägte Wurzeln in das Maschinenbausegment der Rundtakttechnologie, denn man sei eine Art Ausgründung aus der von Schweizern geführten Hydromat Corp, St. Louis (USA). Die eigentliche Geburtsstunde des Konzeptes der «Icon 6-250» gehe auf das Jahr 2007 zurück. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde es erstmals 2008 in Chicago, in den vergangenen Jahren habe man es zur Serienreife geführt.

Und auch der sogenannte Fertigungsstandort hier in Bleienbach wurde nicht zufällig gewählt. «Als wir uns 2009 mit der Gründung unserer Firma intensiv beschäftigten, also voll in der Krise, wollten wir keine Halle mieten, Personal anschaffen und einen Haufen Geld ausgeben», beschreibt der Geschäftsführer die Herangehensweise. Man habe sich einen Industriepark gesucht, der eine entsprechende Infrastruktur besitzt, und sei in diesem Zusammenhang mit der Daetwyler AG ins Gespräch gekommen. Aus dieser Zusammenarbeit habe sich dann die Möglichkeit ergeben, auf die komplette Infrastruktur von Daetwyler zugreifen zu können, seien es Konstruktionskapazitäten, SAP, Montagehallen und auch Mitarbeiter.

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