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Sicherheit in Serie
Die speziell für den Serienmaschinenbau entwickelte Funktion «Modulare Maschine» im Bachmann-Safety-System unterstützt hierbei die Entwickler bei der einfachen sicherheitstechnischen Umsetzung von Anlagenfamilien und Maschinenoptionen. Herkömmliche Safety-Systeme erfordern bei einer nachträglichen Installation von Erweiterungen zumindest eine manuelle Integration zusätzlicher Sicherheitsmodule, ein neues Aufspielen der Sicherheits-Software und schlimmstenfalls sogar die nochmalige Abnahme der Maschine. Versionsprobleme in Soft- und Hardware führen zu Verzögerungen, verdrahtete Lösungen sind dabei noch aufwändiger. «Dank dieser Funktionalität des Bachmann-Systems liefern wir mit der Basismaschine bereits sämtliche Programmteile inklusive aller Erweiterungen auf der Sicherheitssteuerung mit», erläutert Herbert Gröbl einen grossen Vorteil. Die spätere Installation einer neuen Funktion erfordert dann lediglich den Anschluss des Modul-Schaltschranks an den Systembus und eine Aktivierung des Maschinenteils via Projektiersoftware oder Visualisierung.
Höchste Sicherheit gefordert
Die hydraulischen Dorst-Pressen zur Herstellung komplexer Metallpulverteile, wie beispielsweise die Anlagen der Typenreihe TPA/3 HP, haben Presskräfte bis zu 16 000 kN. Bei diesen Pressen sind die Schutztüren nicht verriegelt sondern durch induktive Sicherheitsschalter nach SIL 3 Performance Level «e» abgesichert. Neben den Fragen zur Optimierung des Produktionsprozesses steht dabei die Sicherheit von Mensch und Maschine im Vordergrund: «Im Betrieb ist die Anlage komplett geschlossen. Die Schutztüren lassen sich nur öffnen, wenn die Anlage im Stillstand und alle Achsen in sicherer Position sind», erklärt Herbert Gröbl. Selbstverständlich auch, dass die Maschine sofort stillgesetzt werden muss, wenn der Not-Halt-Taster betätigt wird oder die Prozessüberwachung einen kritischen Fehler meldet.
«Hier hat uns die einfache Integration der Safety-Lösung in das von uns verwendete M1-Automatisierungssystem überzeugt», so Herbert Gröbl. Die Hardware ist durchgängig und separate Diagnose-I/Os erübrigen sich, was den Hardware- und Verdrahtungsaufwand minimiert, Kosten spart und Fehlerquellen reduziert. Der zyklusgenaue Zugriff auf die Fehler- und Diagnoseausgänge der PLCopen-Safety-Funktionsblöcke und die direkte Verwendung entsprechender Variablen in anderen Applikationen, wie beispielsweise der Visualisierung, stehen generell zur Verfügung. Damit ist es sehr einfach, sowohl den derzeitigen Betriebszustand in höchstem Detail als auch im Fehlerfall den genauen Status der Applikation darzustellen. So wird auch in der Programmierung Zeit gespart: «Die individuellen Aufbauten unserer Anlagen können wir sehr leicht auf die Sicherheitsfunktionen abbilden», wie der Entwicklungsleiter beschreibt. «Durch den Einsatz von Funktionsblöcken, den Safety Compounds, gelingt eine saubere, übersichtliche Strukturierung. Von entscheidender Bedeutung ist dabei für uns, dass wir diese Blöcke projektübergreifend einsetzen und so in ähnliche Maschinen oder Anlagen rasch implementieren können.»
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