Ökobilanzanalyse für Industrieprodukte

Motorradhelme aus Karottenfasern?

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Industrieproduktion theoretisch durchkalkuliert

Mit dem MPAS-Ansatz ist man in der Lage, einzelne Szenarien einer zukünftigen Produktion recht genau durchzukalkulieren. So ist im Falle der Nanofasern aus Karottenabfällen entscheidend, ob für deren Produktion fünf Tonnen frische Karotten oder aber 209 kg Karottentrester (Faserabfall aus der Saftpressung) als Ausgangsstoff dienen. Einen Einfluss auf die Produktionskosten hat die Frage, ob das Lösungsmittel am Ende rezykliert oder verbrannt wird. Und die Energiebilanz hängt davon ab, wie die Enzyme, die die Fasern aus den Karotten lösen, deaktiviert werden. Im Labor geschieht dies durch Hitze, für eine Industrieproduktion wäre der Einsatz von Bleichmitteln günstiger.

Fazit: sechs mögliche Anwendungen für Karottenfasern

Für die Faserproduktion aus Karottenabfällen hat die MPAS-Analyse dem schottischen Hersteller Cellucomp Limited sechs mögliche Kundensegmente identifiziert, die es sich lohnt, genauer anzuschauen: Schutzausrüstungen und Geräte für den Freizeitsport, Sonderfahrzeuge, Möbel, Luxus-Verbrauchsgüter und industrielle Fertigung. Als Beispiele nannten die Forscher: Motorradhelme und Surfbretter, Seitenwände von Wohnmobilen, Esstische, High-End-Lautsprecherboxen und Produkt-Schutzmatten für marmorverarbeitende Betriebe. Ähnlich detaillierte Analysen lassen sich auch für andere erneuerbare Materialien erstellen – noch bevor viel Geld in Produktionsanlagen investiert ist. <<

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