Automation und Antriebstechnik Murrplastik AG: Beschriftungsgerät für raue industrielle Umgebung
>> Was farbbasierte Tintendrucksysteme für industrielle Beschriftungsaufgaben heute zu leisten vermögen, zeigt der neue Inkjet-Beschriftungsdrucker namens Pictor von Murrplastik. Fotorealistische Qualität, hohe Druckgeschwindigkeit, dauerhafte Beschriftung, einfache Produktionsintegration und Umweltfreundlichkeit sind seine Stärken.
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joe. Der Beschriftungsspezialist Murrplastik Systemtechnik präsentierte auf der letzten SPS/IPC/Drives erstmals ein neues Mitglied seiner ACS-Labelling-Systems-Familie: den High-End-Inkjet-Printer namens Pictor. Mit hoher Druckgeschwindigkeit, farbiger Druckoption in hochauflösender Fotoqualität, günstigem Anschaffungspreis und geringen Betriebs- und Folgekosten ist dies ein ideales Beschriftungssystem für Unternehmen mit mittlerem bis hohem Beschriftungsvolumen. Es können Kennzeichnungsschilder und -plättchen aus Polycarbonat beschriftet werden. Mit der integrierten ACS-Kennzeichnungssoftware lassen sich schnell und unkompliziert aussagekräftige Kennzeichnungen in Eigenregie fertigen. Ausserdem können Konstruktionsdaten über die integrierte CAD- und E-Plan-Schnittstellen direkt in die Beschriftungssoftware überspielt werden. Das Gerät passt mit seinen geringen Aussenmassen von 530 x 530 x 260 mm (L x B x H) an jeden Arbeitsplatz.
Wie geschaffen für den rauen Industriealltag
Für den neuen Printer haben die Ingenieure von Murrplastik eine speziell anlösende Tinte entwickelt. Produktmanager Werner Tubach dazu: «Anders als gewöhnliche Inkjet-Tinten, die man aus dem Büroalltag kennt, kann die farbstoffbasierte, anlösende Tinte die Oberflächenspannung des Trägermaterials Polycarbonat aufbrechen. Die Tintentröpfchen trocknen damit nicht auf dem Material sondern im Material.» Der Vorteil ist: Es wird eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit der Schrift erreicht. Die Inkjet-Beschriftung ist folglich auch für das raue industrielle Umfeld geeignet. Die meisten Öle, Reinigungs- und Lösungsmittel können der Beschriftung nichts anhaben. Für Anwendungen, die zusätzlich einen stärkeren UV-Schutz benötigen, kann ein UV-Schutzlack aufgebracht werden.
Geschwindigkeit ist Trumpf
Die Bedienung des Pictor ist einfach: Vier Beschriftungsmatten werden auf einer Grundplatte fixiert und innerhalb von 60 Sekunden beschriftet. Auch unterschiedliche Typenschilder können auf einer Grundplatte gemischt werden. Beim Zeitvergleich benötigt ein Plotter für dieselbe Ausbringungsmenge etwa 10 bis 15 Minuten, je nach Textmenge. Damit ist der neue Inkjet-Beschriftungsdrucker um den Faktor 10 bis 15 schneller. Der maximale Druckbereich der Grundplatte entspricht dabei DIN A4.
Optional werden Wechselgrundplatten erhältlich sein. Während der Drucker noch beim Bedrucken einer Grundplatte ist, kann zeitgleich die nächste Platte bestückt werden. Damit lässt sich ein deutlicher Zeitvorteil erzielen.
Nun kommt Farbe ins Spiel
Werner Tubach erläutert: «Der Pictor bietet Unternehmen die Chance, farbige Codierungen, unterschiedliche Zeichensätze, Sonderbeschriftungen, feinste Schattierungen, aber auch Logos im BMP-Format in fotorealistischer Auflösung und gestochen scharf darzustellen. Damit stösst die industrielle Kennzeichnung in neue Dimensionen vor.» So können Klemmen beispielsweise nicht nur beschriftet, sondern mit unterschiedlichen Farbcodes gekennzeichnet werden. Dies bietet bei Verkabelungsarbeiten im Schaltschrank einen zusätzlichen Sicherheitsvorteil. Der Drucker erfüllt die ANSI-Norm und kann damit die Vorgaben für den US-amerikanischen Markt erfüllen. Hier werden farbige Typenschilder gefordert.
Die Farbtechnik basiert auf einem 7-Farb-System plus optional einer Gloss Enhancer Cartridge. 190 Düsen pro Farbe sorgen für eine Druckauflösung von 5760 x 1440 dpi. Bei einer Schriftgrösse von 24 (in der ACS-Software) ergibt sich ein durchschnittliches Volumen von rund 200 000 Zeichen pro Patrone. Anders als bei UV-LED-Druckern müssen leere Tintenpatronen nicht als Sondermüll entsorgt werden.
Integrierte Symboldatenbank
Die seit vielen Jahren erprobte und intuitiv zu bedienende ACS-Kennzeichnungssoftware bildet als «Betriebssystem» das softwareseitige Rückgrat. Der Anwender hat alle Farben, Zahlen, Symbole, Logos, Single-Line- und True-Type-Schriften im Griff. Eine wesentliche Arbeitserleichterung bietet hierbei die integrierte Symboldatenbank. Die ACS-Software macht den Umstieg von einem Druckersystem auf das andere zum Kinderspiel. Mittels Plug & Play können bestehende Projekte in wenigen Minuten von einem Drucker auf einen anderen umgerüstet werden.
Als einer der führenden Hersteller für Beschriftungssysteme bietet Murrplastik ein Komplettsystem für alle Kennzeichnungsaufgaben. Neben unterschiedlichen Kennzeichnungstechniken vom Thermotransfer-Drucker über den neuen Inkjet-Drucker bis hin zum Laserbeschrifter bietet das Unternehmen darauf abgestimmte Kennzeichnungsmaterialien. <<
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