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Logistik Nachhaltigkeit, die nichts kostet: Verhütung von Transportschäden

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

>> Ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion landet im Müll. Leider führen auch geringfügige Transportschäden immer wieder dazu, dass eigentlich genießbare Lebensmittel vernichtet werden. Ein Appell an das ökologische und soziale Verantwortungsbewusstsein in der Lieferkette.

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Nachhaltigkeit, die nichts kostet: Verhütung von Transportschäden.
Nachhaltigkeit, die nichts kostet: Verhütung von Transportschäden.
(Bilder: Dachser)

Eine aktuelle Studie der Jacobs University Bremen kam zu dem Ergebnis, dass 35 Prozent der Lebensmittel bereits innerhalb der Lieferkette vernichtet werden. Durch Beschädigung, Verderb oder ablaufende Verfalls- und Mindesthaltbarkeitsdaten gehen vor allem Backwaren, Obst und Gemüse verloren. Diese Erkenntnis deckt sich aber nur zufällig mit den Zahlen der Welternährungsorganisation FAO, nach der ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion im Müll landet.

Verluste durch schlechte Infrastruktur- und Produktionsbedingungen bei der Ernte und Verarbeitung in den ärmeren Ländern sind das Eine. Viel gravierender ist jedoch die Verschwendung in den entwickelten Industrieländern: Zu häufig werden einwandfreie Lebensmittel vernichtet. In der Öffentlichkeit wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zumeist nicht sofort entsorgt werden müssen. Weit weniger beachtet, aber nicht minder gewichtig sind die Annahmeverweigerungen beim Handel aufgrund physischer Beschädigung oder Terminverfehlung beim Transport.

Die meisten Handelsmarken und viele Markenprodukte darf der Spediteur jedoch keiner sinnvollen Verwertung zuführen. Zum Schutz der Marke muss er sie vernichten lassen, statt sie zur Minderung des materiellen Schadens zu verkaufen oder an Grossküchen, Obdachlosenheime oder öffentliche Tafeln abzugeben.

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