Kompakte Asynchron-Spindel in unterschiedlichen Leistungsklassen Neues Herz für Midrange-Fräsmaschinen

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Ab sofort ergänzt die Siemenstochter Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach, ihr Spindelportfolio mit der neuen 2SP2-Motorspindelreihe, die sich ideal für Fräsmaschinen im mittleren Leistungssegment eignet. Sie ist modular aufgebaut und erlaubt im Standard ein Nennmoment von 45 Nm bis 177 Nm.

Für den Midrange-Markt konzipiert: Die neue Asynchron-Frässpindelreihe 2SP2 ist modular aufgebaut und zeichnet sich durch bestes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus.(Bild:  Weiss Spindeltechnologie)
Für den Midrange-Markt konzipiert: Die neue Asynchron-Frässpindelreihe 2SP2 ist modular aufgebaut und zeichnet sich durch bestes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus.
(Bild: Weiss Spindeltechnologie)

Innovationen sind nicht nur im Highend-Bereich wichtig. Auch im grossen Midrange-Markt müssen Anwender von Weiterentwicklungen profitieren können. Genau diese Zielgruppe hat Weiss Spindeltechnologie mit seiner neuesten Asynchron-Frässpindelreihe 2SP2 im Visier. Laut Firmenangaben stellt sie «das neue Mass in der Mittelklasse» dar und zeichne sich, so der Hersteller, durch ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus.

Robust, kompakt, modular

Entscheidend dafür sind mehrere Faktoren, zu denen unter anderem Robustheit, kompakte Abmessungen, hohe Performance und der modulare Aufbau zählen. So stellt Weiss etwa Optionen mit oder ohne äusseren Kühlmantel zur Verfügung. Dies bringt dem Maschinenbauer unter anderem eine hohe Flexibilität bei der Anbindung der Spindel an den Z-Schlitten.

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Mit einem Aussendurchmesser von 170 mm erreicht die neue Spindelbaureihe ein Nennmoment von 45 Nm und eine maximale Drehzahl von 20 000 1/min mit fettlebensdauergeschmierten Lagern bzw. 24 000 1/min mit Öl-Luftschmierung. Sind in der Anwendung höhere Drehmomente notwendig, lassen sich diese mit einer Variante realisieren, die einen Aussendurchmesser von 210 mm aufweist.

Sie gibt es mit Nennmomenten von bis zu 177 Nm und mit maximalen Drehzahlen bis 18 000 1/min. In Zukunft sind ausserdem HSK-A100-Varianten mit bis zu 340 Nm und einer maximalen Drehzahl bis zu 12 000 1/min geplant.

Robuste Asynchrontechnologie

Die bei der 2SP2-Baureihe verwendete Asynchrontechnik zeichnet sich durch mehrere Vorteile aus. Sie erlaubt – im Sinne günstiger Systemkosten – eine einfache Peripherie im Antriebsstrang und verzichtet auf Vorschaltdrossel oder Rückspeiseschutz. Zudem sind Asynchronmotoren robust gegenüber hohen Temperaturen und bieten höheren Schutz im Überlastbereich.

Darüber hinaus haben die Entwickler von Weiss daran gedacht, die neuen Spindeln durch vielfältige Optionen an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen zu können. So lassen sich beispielsweise auf Wunsch alle Voraussetzungen schaffen, die für eine optimale Prozessüberwachung notwendig sind. Einer Digitalisierung der Werkzeugmaschine steht damit nichts mehr im Wege.

Realisiert wird dies unter anderem über das SMI-­24-Sensormodul mit «Drive Cliq»-Schnittstelle, das die Signale digital von der Spindel zu einer geeigneten Sinumerik-CNC überträgt. Ergänzend dazu bietet Siemens mit dem «Spindelmonitor» ein Tool, das über die Cloud-Applikation «Manage My Ma­chines» an jedem beliebigen Ort Auswertungen im Hinblick auf den Spindelzustand zulässt. Über die Funktion «Push-Notification» lassen sich Grenz­wertüberschreitungen zum Beispiel auch auf Mobil­telefonen umgehend anzeigen.

Als weitere Option hat die Siemenstochter einen sogenannten «Booster» im Programm. Dieser wandelt Druckluft zum Lösen und Spannen des Spannsystems in Hydraulik-Druck um. So kann das sonst notwendige Hydraulikaggregat entfallen, und es ist möglich, die Löseeinheit an der Spindeleinheit kompakter zu gestalten. -böh- SMM

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