EPHJ/EPMT/SMT 2016 Interview Neuheiten aus der Mikrotechnik entdecken

Redakteur: Anne Richter

Die EPHJ-EPMT-SMT ist ein Messetrio mit zahlreichen Attributen: international, führend, Hochpräzision, beständig und viele andere mehr. Wir wollten mehr darüber erfahren und sprachen mit Barthélémy Martin, dem Geschäftsführer der Fachmesse.

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Beim Salon EPHJ-EPMT-SMT sind die wichtigsten Akteure des Bereichs Uhren und Schmuck, Spezialisten für Medizintechnik und Aussteller aus der Welt der Mikrotechnik versammelt.
Beim Salon EPHJ-EPMT-SMT sind die wichtigsten Akteure des Bereichs Uhren und Schmuck, Spezialisten für Medizintechnik und Aussteller aus der Welt der Mikrotechnik versammelt.
(Bild: Palexpo)

SMM: Die Messe feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Haben Sie anlässlich dieses Jubiläums in diesem Jahr etwas Besonderes geplant?

Barthélémy Martin: Zum Jubiläum wollten wir einen nützlichen Beitrag zu den gegenwärtigen Überlegungen über die Entwicklung des Uhrenmarktes leisten. Aus diesem Grund haben wir eine grossangelegte Umfrage bei jungen Leuten in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie wichtig ihnen heutzutage schöne Armbanduhren sind. Gerade in einer Zeit, in der die ersten vernetzten Armbanduhren auf den Markt kommen. Die Ergebnisse werden Bestandteil einer grossen Debatte im Rahmen unserer traditionellen Runden Tische sein. Diese Runden Tische befinden sich noch in der Vorbereitung und werden mit renommierten Gästen und aktuellen Themen für unsere Aussteller und Besucher zu einem besonderen Ereignis werden. Für uns ist dies auch eine Gelegenheit, um die Treue der Aussteller, die seit 15 Jahren an unserer Messe teilnehmen, zu belohnen. Die Abendveranstaltung für die Aussteller wird ein weiterer Höhepunkt sein, bei dem wir nach 15-jährigem anhaltendem und kontrolliertem Wachstum unser Jubiläum feiern.

Werden die Themen der Vorträge, die Sie in diesem Jahr ausgewählt haben, von aktuellen Entwicklungen bestimmt oder wurden sie von Ihnen oder den Vortragenden ausgewählt?

B. Martin: Die Vorträge und Themen richten sich zwangsläufig nach aktuellen Entwicklungen, denn wir sind eine Fachmesse, die dauerhaft auf Innovation ausgelegt ist. Wir bewegen uns nicht nur in der Gegenwart, sondern schauen auch schon in die technologische Zukunft unserer drei verschiedenen Sektoren. In diesem Sinne sind unsere Debatten und Vorträge wirklich relevant und bieten echten Mehrwert. Die Themen der Runden Tische beispielsweise werden derzeit noch vorbereitet und definiert. Allerdings können wir bereits jetzt ankündigen, dass bei der diesjährigen Messe die vielversprechenden Entwicklungen in der Schweizer Medizintechnik oder auch die Entwicklung des 3D-Drucks Thema sein werden. Diese Themen wurden vom Organisationskomitee ausgewählt, weil sie aktuell sind, aber auch weil sie für unsere Aussteller von Bedeutung sind.

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Wie ist Ihre App für Mobilgeräte beim Salon EPHJ-EPMT-SMT im letzten Jahr angekommen? Wurde sie viel benutzt?

B. Martin: Die Zufriedenheit unserer Aussteller und Besucher ist unser grösstes Anliegen. Deshalb ist es wichtig, den rund 20 000 Besuchern aus der Fachwelt grösstmöglichen Komfort zu bieten. Die App für Mobilgeräte ist eines der Tools, das ihnen zur Verfügung steht, um ihren Besuch bei uns zu erleichtern. 2015 haben wir die App vollkommen neu überdacht und eine 3D-Geolokalisierung integriert, mit der Besucher den Weg zu den im Katalog aufgeführten Ausstellern auf einfache Weise finden können. Das war eine echte Premiere, die weitaus komplexer war als ein einfacher Online-Katalog. Im letzten Jahr nutzten rund 10 % der Besucher unsere App. Dafür, dass es sich um einen Probelauf handelte, sind wir mit dieser Zahl sehr zufrieden. Für uns besteht kein Zweifel daran, dass die Benutzerquote in diesem Jahr deutlich ansteigen wird. Das Tool selbst wird mit einigen neuen Funktionen ausgestattet sein und wir weisen Besucher schon bei ihrer Ankunft an der Messe auf die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten hin.

Werden Sie in diesem Jahr erneut eine App für Mobilgeräte lancieren? Falls dies der Fall ist, ab wann?

B. Martin: Wir werden die App in diesem Jahr weiterentwickeln. Sie wird leistungsfähiger, schneller und mit zusätzlichen nützlichen Funktionen für unsere Besucher ausgestattet sein. Beispielsweise die Vergegenwärtigung ihres Besuchsablaufs mit Notizen und Bildern auf einer Internetplattform vom Arbeitsplatz aus. Dadurch wird die Nachbereitung der Messe, die ja für die Konkretisierung der auf der Messe identifizierten Geschäftschancen äusserst wichtig ist, erheblich erleichtert.

Können Sie Ihre Website nutzen, um Ihren Ausstellern vor und nach der Messe eine deutlich sichtbarere Präsenz zu gewähren, indem Sie bspw. einen dauerhaften Katalog der Leistungen Ihrer Aussteller erstellen?

B. Martin: Genau das ist das Ziel unserer Präsenz im Internet und in den sozialen Netzwerken. Der Salon EPHJ-EPMT-SMT ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Hochpräzision. Ihre Präsenz sollte sich also über das gesamte Jahr erstrecken. Zudem bieten wir unseren Ausstellern die Möglichkeit, ihre Neuheiten und Innovationen auf unserer Website anzukündigen. Auch unsere digitalen Tools erhalten diese Gemeinschaft lebendig und informieren die Aussteller stets über die neuesten Entwicklungen in den verschiedenen Fachgebieten.

Die Messe ist eine Ausnahmeerscheinung in der Landschaft der Schweizer Fachmessen. Wie erklären Sie es sich, dass der Salon EPHJ-EPMT-SMT die einzige Messe dieser Branchen ist, die jährlich stattfindet?

B. Martin: Der Salon EPHJ-EPMT-SMT ist zur wichtigsten jährlichen Fachmesse der Schweiz geworden, weil wir auf einen wirklichen Bedarf reagieren konnten – den Bedarf, in der Welt einzigartiges Know-how auf dem Gebiet der Hochpräzision zur Schau zu stellen. Wie unsere Aussteller sind wir bescheiden, aber konstant und leistungsfähig geblieben und haben stets darauf geachtet, alle fair zu behandeln. Zudem liegt unsere Tarifpolitik in einem ausgesprochen vernünftigen Rahmen. Alle sind sich darüber einig, dass das Markenzeichen unserer Messe darin besteht, in geselligem und entspanntem Rahmen Geschäfte abzuschliessen. Diese Stimmung ist überall spürbar. Die Notwendigkeit sich zu zeigen, Innovationen vorzustellen und Märkte zu erschliessen, ist heute so gross, dass der Jahresrhythmus für unsere 867 Aussteller von wesentlicher Bedeutung ist.

Worin besteht der grösste Erfolg der Messe?

B. Martin: Der Haupterfolg unserer Messe ist die Synergie der verschiedenen Sektoren der Hochpräzisionstechnologie, die wir unter einem Dach vereinen. Die Zahl der Uhrmacherbetriebe, die heute auch für die Medizintechnik arbeiten, zählen wir schon gar nicht mehr. Bei der Messe sind mehrere hundert von ihnen vertreten, die von dieser Dynamik der Zusammenarbeit profitieren. Diversifizierung ist für unsere Aussteller in diesen verschiedenen Bereichen der Mikrotechnik von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglicht es ihnen, ihren Markt zu entwickeln und Verträge zu unterzeichnen, was schliesslich für alle Aussteller das Wichtigste ist. SMM

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