Neuer Heller-Plandrehkopf für mehrere Aufsatzwerkzeuge Nominiert: Heller-​Plandrehkopf PDK 80

Von Matthias Böhm

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Der Plandrehkopf PDK 80 ist für den SMM-Award nominiert. In den Plandrehkopf lassen sich verschiedene Aufsatzwerkzeuge automatisch ein- und auswechseln. Das spart Zeit, Investitionskosten und Platz im Werkzeugmagazin. Die Bearbeitungsflexibilität nimmt zu.

Mit dem neuen, für den SMM-Award nominierten Heller-Plandrehkopf  PDK 80 gewinnt das Drehen auf Bearbeitungszentren noch  weiter an Attraktivität. (Bild:  Heller)
Mit dem neuen, für den SMM-Award nominierten Heller-Plandrehkopf PDK 80 gewinnt das Drehen auf Bearbeitungszentren noch weiter an Attraktivität.
(Bild: Heller)

Die Komplettbearbeitung von Bauteilen auf einer Maschine und möglichst in einer Aufspannung bietet enorme technische und wirtschaftliche Vorteile. Die Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, einer der führenden Hersteller horizontaler Bearbeitungszentren, hat daher schon seit vielen Jahren verschiedene Lösungen im Angebot, die neben dem Fräsen auch vielfältige Drehbearbeitungen beinhalten. Mit den kombinierten Fräs-Drehzentren ist es möglich, komplexe Bauteile in einer Aufspannung herzustellen.

Neben den Drehoptionen Mill-Turn und dem softwarebasierten Interpolationsdrehen ist das Heller-Planzugsystem eine weitere wichtige Fertigungslösung. Es lässt sich in Bearbeitungszentren der Heller-Baureihen H und HF integrieren und beinhaltet ein Paket aus Antrieb und Getriebe, inklusive einer Schnittstelle zum Plandrehkopf sowie der steuerungsseitigen Einbindung als zusätzliche NC-Achse.

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Beliebige Innen- und Aussenkonturen

Da bei diesem System das Aufsatzwerkzeug rotiert, ergeben sich Durchmesser und Vorschub über die Verstellung des Planschiebers.

So lassen sich nahezu beliebige Innen- und Aussenkonturen ebenso erzeugen wie Plan- und Dichtflächen, zylindrische und konische Bohrungen, Schrägen, Verrundungen und Fasen. Auch Einstiche, Freistiche, Hinterstiche und Kugelsegmente sind machbar.

Stärken, die für eine weite Verbreitung des Systems in der Energietechnik (Öl- und Gasförderanlagen) sowie der Fluidbranche für die Herstellung von Guss-Ventilen und Armaturen sorgen. Aber auch im allgemeinen Maschinenbau und in der Automobilindustrie entscheiden sich Betriebe häufig für diese ergänzende Funktion, um damit etwa Gehäuse mit Ventilsitzen oder Motorblöcke mit Passlagerflächen zu fertigen.

Vorteil gegenüber konventionellen Plandrehköpfen

Je nach erforderlicher Bearbeitungsvielfalt mussten die Anwender konventioneller Plandrehköpfe bisher damit klarkommen, dass der Plandrehkopf und das Aufsatzwerkzeug eine Einheit bilden. Das heisst, für unterschiedliche Bearbeitungen waren mehrere Plandrehköpfe notwendig.

Auch wenn der Verschleiss an der Schneide hoch ist – zum Beispiel bei der Bearbeitung hochfester, rostfreier Stähle – zeigt die konventionelle Lösung Schwächen. Denn bei verschlissener Schneide gilt es, entweder den kompletten Plandrehkopf zu tauschen, die Maschine im Prozess durch den Bediener zum Wechseln der Schneide anzuhalten oder Schwesterwerkzeuge zu verwenden. Das heisst, je nach Bearbeitung werden mehrere konventionelle Plandrehköpfe benötigt, was mit hohen Investitionskosten verbunden ist.

Plandrehkopf PDK 80 spart Kosten, Zeit und Platz

Auch im Magazin kann es eng werden, da ein konventioneller Plandrehkopf gleich mehrere Magazinplätze in Anspruch nimmt. Der von Heller beim Open House Anfang Mai 2022 präsentierte, neuentwickelte Plandrehkopf PDK 80 macht Schluss mit diesen Schwächen. Seine grosse Stärke: Der Plandrehkopf und die Aufsatzwerkzeuge sind über ein selbsthemmendes Spannfutter verbunden. Damit lassen sich mehrere Aufsatzwerkzeuge in den PDK 80 einwechseln. Es wird also anstatt einer unterschiedlich grossen Anzahl von konventionellen Plandrehköpfen nur ein Heller PDK 80 benötigt, in dem die Aufsatzwerkzeuge automatisch über einen Werkzeugwechsler ausgetauscht werden können. So lässt sich die Anzahl der bisher benötigten konventionellen Plandrehköpfe deutlich reduzieren. Das spart Investitionskosten und Zeit gegenüber der bisherigen Lösung. Zudem bleibt im Magazin mehr Platz, da die einwechselbaren Aufsatzwerkzeuge jeweils nur einen Magazinplatz belegen. Der Heller-Plandrehkopf PDK 80 überzeugt ausserdem durch seine hohe Steifigkeit, die über die HSK-A100-Schnittstelle mit Plananlage von 160 mm Durchmesser erreicht wird.

Hohe Steifigkeit über HSK-A100-Schnittstelle

Das radiale Aussteuern des Planschiebers erfolgt wie bei den konventionellen Systemen durch eine Planzugachse, die sich einfach über die CNC programmieren lässt.

Auch die Übernahme der Drehkonturen aus CAD/CAM-Systemen ist möglich. Der Schieberhub beträgt ±20 mm. Für die Aufsatzwerkzeuge kann eine innere Kühlmittelzufuhr bis zu 40 bar genutzt werden.

Mit dem Plandrehkopf PDK 80 für Planzugwerkzeuge haben die Heller-Ingenieure eine besonders flexible Lösung entwickelt, die allen Zerspanern von komplexen Konturen zu höherer Produktivität verhelfen kann. -böh- SMM

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