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Aber Entlassungen sind keine geplant?
I. Muri: Nein, das ist zur Zeit kein Thema. Da gibt es noch andere Instrumente, beispielsweise die Kurzarbeit, auf welche wir zurückgreifen könnten. Sie ist ein gutes Mittel, um eine überschaubare Zeit überbrücken zu können, ohne gute Know-how-Träger zu verlieren. Aber zurzeit müssen wir einfach ein wenig Geduld haben und abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Bei einem Kurs von über 1.10 beispielsweise sieht die Welt schon wieder etwas besser aus.
Haben Sie bereits Projekte verloren wegen des starken Frankens?
I. Muri: In der Schweiz haben wir bereits einige Projekte deswegen verloren. Nichtsdestotrotz konnten wir, auch dank des Spezialrabattes, wieder neue Projekte an Land ziehen. Glücklicherweise haben wir auch sehr treue Kunden, die seit 30 oder 40 Jahren bei uns bestellen und wissen, was sie an unseren Geräten und Dienstleistungen haben. Wenn nur noch auf den Kaufpreis geschaut würde, wäre die Situation natürlich noch viel schlimmer.
Wie sieht denn der typische Kunde der GIS AG aus; wer sollte auf Ihre Produkte setzen?
I. Muri: Das ist eine interessante Frage und ich kann sie nicht beantworten. Es gibt den typischen GIS-Kunden nicht. Grundsätzlich will ein Kunde von uns, dass wir seine Lasten bewegen. Das kann eine kleine Schreinerei sein mit vier Mitarbeitern oder eine grosse Fabrikhalle, die wir mit unseren Kettenzügen ausrüsten. Beispielsweise konnten wir vor Kurzem für Rolex oder für Boeing in Australien eine ganze Montagehalle mit Kransystemen ausrüsten. Ein ganz anderer Kunde war die irische Rockband U2, wo unsere Kettenzüge auf der Bühne grosse Monitore bewegt haben. Auch sind unsere Systeme im Opernhaus von Sidney oder in Zürich am Hauptbahnhof installiert. Es gibt aber auch den Privatmann, der in seiner Villa seinen Bugatti Veyron vertikal bewegen will. Unser Kundenkreis ist also sehr breitgefächert.
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