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Standardmaschine perfekt zugeschnitten
Die Biglia B 465 Y2 ist mit Gegenspindel, Doppelrevolver und zwei Y-Achsen ausgerüstet. Beide Spindeln verfügen über eine C-Achse. Pro Revolver können max. zwölf angetriebene Werkzeuge eingesetzt werden. Der Typ B 465 kann Stangen bis 65 mm laden. Die Maschinen sind speziell für die Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe hochsteif ausgelegt.
Darüber hinaus ist für einen sicheren Spänetransport gesorgt, der ein entscheidender Faktor ist, wenn es um mannlose Fertigung geht und das Zeitspanvolumen hoch ist und noch dazu langspanende Werkstoffe, wie in diesem Fall, bearbeitet werden. Ausserdem verfügt die Fertigungsmaschine über Werkzeugbruchüberwachung inklusive Schwester-Werkzeugverwaltung.
Kleine Ursache, grosse Wirkung
Ist der Prozess einmal eingefahren, läuft es wie am Schnürchen, meistens zumindest, wie M. Wick weiss: «Gleichwohl erstaunlich ist immer wieder, wenn, während wir einen Prozess aus unserer Sicht perfekt eingefahren haben und er über Monate problemlos läuft, plötzlich doch unerwartet Schwierigkeiten auftreten. Dann heisst es: Alles muss nochmals genau überprüft werden. Werkzeuge, Maschine, Steuerung, bis hin zum Kühlschmierstoff.
Wir müssen alles analysieren. Das sind anspruchsvollste Denksportaufgaben für uns, aber die macht das Arbeiten auch so interessant. Manchmal liegt es an der erhöhten Raumtemperatur oder extremen Temperaturgefällen im Frühsommer.
Wie gesagt, bei OMB wird der gesamte Prozess perfektioniert, auch die Arbeitsfolge des Zerspanprozesses. Würde ein Zerspaner, der sich auf kleine bis mittlere Losgrössen spezialisiert hat, diesen Fertigungsprozess bei OMB begutachten, würde er den Kopf schütteln und sich denken, das ginge aber auch «einfacher».»
Fertigungsabfolge nicht nach Lehrbuch
M. Wick bestätigt das: «Die Fertigungsabfolge ist alles andere als logisch aufgebaut und widerspricht eigentlich dem Lehrbuch. Wir müssen bei hoch automatisierten Prozessen – und wir sprechen hier von 99 % Prozesssicherheit – verhindern, dass lange Späne entstehen, die den Prozess destabilisieren. Wir mussten beim Einfahren lange «herumdoktern» und ehrlich gesagt war der Spänefluss die grösste Herausforderung. Die Fertigungsabfolge ist deshalb unlogisch, weil sie auf den Spänefall abgestimmt ist.
Klassisch ist hingegen, dass wir das Programm derart optimiert haben, dass beide Seiten – Hauptspindel und Gegenspindel – gleichmässig ausgelastet sind. Wir müssen in der Massenproduktion die Zerspanungszeiten der Vorder- und Rückseitenbearbeitung gleichmässig aufteilen. Es sind lediglich 3 Sekunden Differenz von Haupt- zu Gegenspindel, und das bei einer Gesamtlaufzeit von etwa 5 Minuten. Das ist recht ordentlich.» D. Bührer hebt in diesem Zusammenhang hervor: «Ich muss das ganz dick unterstreichen, Markus Wick ist im Bereich der Prozessoptimierung ein Perfektionist.»
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