Zerspanung

OMB – den Chinesen das Fürchten lehren

| Redakteur: Böhm

Auf insgesamt sechs unterschiedliche Werkzeughersteller setzt M. Wick für diese eher einfache Sensorbuchse, um aus dem Prozess das Optimum herauszuholen. Selbst für das Abstechen und Nuteinstechen kommen zwei unterschiedliche Hersteller zum Zuge.
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Auf insgesamt sechs unterschiedliche Werkzeughersteller setzt M. Wick für diese eher einfache Sensorbuchse, um aus dem Prozess das Optimum herauszuholen. Selbst für das Abstechen und Nuteinstechen kommen zwei unterschiedliche Hersteller zum Zuge. (Bild: Matthias Böhm)

>> Bereits das zweite Mal besuchte die SMM-Redaktion den Fertigungsspezialisten OMB in Bütschwil. Ähnlich wie beim ersten Besuch offenbarte sich ein bemerkenswertes Fertigungs-Know-how, wie es nur selten anzutreffen ist. OMB hat die Massenteil-Produktion derart perfektioniert, dass China hinten anstehen muss. In diesem Anwendungsfall setzt OMB auf ein italienisches Drehzentrum Biglia von BWB Werkzeugmaschinen AG, um Chrom-Nickel-Stähle mit 99-prozentiger Verfügbarkeit zu zerspanen.

Das Bauteil-Spektrum bei OMB reicht von Einzelteilen über kleinere Serien bis hin zur Massenproduktion. Meist schwierig zu zerspanende Werkstoffe. Im Bereich der Massenproduktion optimiert das Unternehmen die Prozesse derart, dass die chinesische oder indische Konkurrenz auf der Strecke bleibt. So muss das sein aus Schweizer Sicht.

Prozess feintunen

Markus Wick, Geschäftsführer OMB, erklärt das auf seine Art: «Sie dürfen eines nicht vergessen, das Rohmaterial, die Maschinen wie auch die Infrastruktur sind überall auf der Welt ähnlich teuer wie in der Schweiz. Das gilt auch für China. In China können Sie das Teil auch produzieren, aber Sie bringen die konstante Qualität nicht hin. Wenn Sie den Prozess nicht im Griff haben, müssen Sie jedes zehnte Werkstück kontrollieren und selbst dann können Sie nicht sicher sein, dass die Masse und Oberflächen immer den Vorgaben entsprechen. Wir haben den Prozess derart feingetunt, dass jedes Bauteil perfekt aus der Maschine kommt. Das Qualitätsbewusstsein ist bei uns in den Köpfen drin. Allerdings müssen wir enorm viel Denkarbeit in die Prozessoptimierung stecken, damit wir gegenüber China konkurrenzfähig bleiben.»

Sportliche Herausforderung

Zur aktuellen Situation sagt Markus Wick: «Sicher, es wird immer schwieriger, die Margen sind fast gleich null. Da wir einen hohen Automationsgrad haben, können wir selbst bei diesen Margen Gewinn erzielen. Das ist nicht einfach. Wenn wir dreischichtig fahren würden, könnten wir aufhören. In der Schweiz haben wir hohe Löhne, hohe Betriebskosten und mittlerweile kommt der starke Schweizer Franken erschwerend hinzu. Mit einem 40-prozentigen Exportanteil trifft uns das direkt. Wir müssen uns tagtäglich fragen: An welchen Stellschrauben können oder müssen wir drehen, damit wir in der Schweiz trotzdem wirtschaftlich sind? Wir sehen diese Randbedingungen als sportliche Herausforderung. Bisher machen wir das recht erfolgreich.»

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