Robotik

Per Roboter an die Weltspitze

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Schweigen zum Thema Beschichtung

Zum Thema Prozess-Know-how sagt Tomer Gershtein: «Seitens der Prozessbeherrschung zur Herstellung der WSP verfügen wir über Spitzen-Know-how in der Press-, Sinter- und Beschichtungstechnologie.» Bezüglich der Beschichtungen äussert sich Tomer Gershtein jedoch nicht. Wenn man bei Lamina nach deren Beschichtungen und Substraten fragt, scheinen sich die Mienen der Verantwortlichen zu verfinstern und Schweigen macht sich breit. Man kennt solche Situationen vielleicht aus Fernseh-Werbespots für Appenzeller Käse, deren Gewürzmischungen mindestens ebenso geheimnisumwittert sind. Der Leser muss sich also damit abfinden, dass die Beschichtungen matchentscheidend sind, aber mehr Informationen hierzu gibt es keine.

Schneidkantenradius von 35 Mikrometer

Sind die WSP gepresst, müssen die Rohlinge im Sinterofen bei zirka 1500 °C und 40 bar gesintert werden. Der Sinterprozess wird auf die jeweiligen Hartmetallsorten exakt abgestimmt. Für den Sinterprozess werden spezielle temperaturbeständige Produktionspaletten eingesetzt. Generell reduziert sich beim Sintern das Volumen der WSP um 25%. Tomer Gershtein: «Die Volumenreduktion muss im Gesamtprozess, hier insbesondere im Werkzeugbau, berücksichtigt werden. Nach dem Sinterprozess muss die Dimension und Masshaltigkeit perfekt sein. Unsere Wendeplatten werden nicht mehr geschliffen, das ist nicht ungewöhnlich, die meisten WSP werden nicht mehr geschliffen. Aber unsere WSP haben eine Besonderheit: Sie zeichnen sich durch ihre sehr scharfen Schneidkanten aus. Scharfe Schneidkanten erreicht man in der Regel nur durch anschliessende Schleifprozesse. Um den Schleifprozess zu eliminieren, haben wir einen spezifischen Pressprozess realisiert, der Schneidkanten von 35 Mikrometer Radius bringt.»

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