Robotik

Per Roboter an die Weltspitze

Seite: 3/6

Anbieter zum Thema

Roboter bringen hohe Produktivität

Zurück in die Produktion: die pro Monat gepressten 600 000 WSP müssen «gehandelt» werden. Zuständig hierfür sind 12 japanische Fanuc-Roboter (Delta-, Knickarm- und Scara-Roboter), die bei dem 30-Mann-Unternehmen an verschiedensten Stationen rund um die Uhr ihren Dienst tun und die Produktivität der Wendeplattenfertigung auf eine Spitze treiben.

Für Christoph Strahm (Geschäftsführer, Fanuc Robotics Schweiz) ist das ein wichtiger Hinweis: «Lamina ist für uns sicher ein Vorzeigeunternehmen. 12 Roboter auf 30 Mitarbeiter ist ein ungewöhnlich hohes Verhältnis. Aber ich bemerke immer wieder, wenn Unternehmen die Prozessautomation per Roboter beherrschen, setzen sie immer mehr von diesen Systemen ein.»

Japanischer Roboter mit Schweizer Wurzeln

Genau das macht Lamina. Um diese Spitzenstellung weiter auszubauen, wurde erstmalig in einen parallelkinematischen Roboter investiert, einen sogenannten Delta-Roboter M-3iA des japanischen Herstellers Fanuc, der allerdings Schweizer Wurzeln (!) hat, wie sich im Interview mit COO Yuval Amir zeigt. Mit insgesamt vier Achsen und einer Drehachse ist der M-3iA/6S perfekt auf Bestückungsaufgaben abgestimmt, und das in Höchstgeschwindigkeit.

Doch: Bei dem neuen Delta-Roboter stimmt fast alles, nur die Farbe nicht: «Er ist weiss, wir waren fast ein wenig geschockt», scherzt Yuval Amir. Aber tatsächlich, die Farbe Weiss sticht heraus, weil Fanuc-Roboter eigentlich immer gelb sind, im Industriesektor. Und wer einmal in Japan Fanuc besuchen durfte, weiss, dass selbst der Inhaber seine Besucher in einem gelben Overall begrüsst, sofern man nicht zum Diner geladen wurde.

Das ist ungewöhnlich, zeigt aber, welchen Stellenwert Gelb bei Fanuc hat. Nichtsdestotrotz, bei Fanuc wird Weiss üblicherweise für den Lebensmittelbereich eingesetzt. In diesem Fall kommt somit ein ursprünglich für die Lebensmittelindustrie produzierter Roboter in den industriellen Einsatz und der entwickelt sich prächtig.

Nachdem man sich bei Lamina an das ungewohnte Äussere gewöhnt hatte, ging es darum, dem Roboter sein Aufgabenspektrum zuzuweisen. Die Stärken der Parallelkinematik liegen in der Geschwindigkeit und Beschleunigung. Genau das war bei dem Handling-Prozess der entscheidende Faktor. Hier ging es um einen Pick-and-place-Job kleiner, leichter und vieler Werkstücke.

(ID:34203640)