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Zusammensetzung und Nachschmiermöglichkeit
Ein weiteres, wesentliches Auswahlkriterium zur Schmierstoffart ist die Nachschmiermöglichkeit. Wenn die Erstbefüllung nicht ausreichend ist für die erforderliche Lebensdauer des Gleitlagers, muss nachgeschmiert werden. In Zentralschmieranlagen sind Öle und auch Fette förderbar. Zum Nachschmieren mit Fetten sind möglichst kurze Leitungen vorzusehen, allenfalls sind Nippel direkt an das Lager anzubringen. Vermehrt kommen aber auch bereits automatische Schmierstoffgeber zur Anwendung.
Genauso wichtig wie die Nachschmiermöglichkeit ist die Zusammensetzung des Schmiermittels. Die Auswahl des Schmierstoffes richtet sich nach den Betriebsbedingungen und Umgebungseinflüssen. Daraus entwickelt sich eine Vielzahl von Anforderungen, die in Normen zusammengefasst werden. Der Anwender bekommt dabei eine gewisse Sicherheit, dass der ausgewählte Schmierstoff auch gut funktioniert. Gleitlager, die im Mischreibungsgebiet arbeiten, sind nicht einfach zu schmieren. Wegen der geringen Gleitgeschwindigkeit, oszillierender oder intermittierender Bewegungen kann sich kein Schmierstoffkeil bilden. Hier kommen in erster Linie Fette und Pasten zum Einsatz.
Ölprüfung
Alle Schmierstoffe unterliegen im Betrieb den Wechselwirkungen mit dem Bauteil. Beispielsweise kann Wasser aufgenommen werden, was sich negativ auswirkt. Hohe Temperaturen über längere Zeiten lassen den Schmierstoff altern. Ein völlig verschleissfreier Betrieb lässt sich kaum erreichen. Wenn der Anteil an festen Fremdstoffen ein gewisses Mass überschreitet, muss nachgeschmiert oder das Öl ausgetauscht werden. Mit einer Gebrauchtschmierstoff-Analyse lassen sich die Schmierfähigkeit des Öls sowie die Wechselintervalle gut abschätzen. Die Gebrauchtölanalytik ist eine Serviceleistung von Schmierstoffherstellern oder auch von Spezialfirmen. Ziel ist es, Informationen zum Zustand des Schmierstoffes und somit der Maschine zu erhalten. <<
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