Rego-Fix AG in Tenniken: Werkzeuge schnell und hochgenau rundlaufend spannen

Perfekte Schweizer Werkzeug-Spannung

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Schneller als Schrumpfen

Wie derzeit häufig propagiert, spannten die Mitarbeiter bei Stauffer ihre Werkzeuge überwiegend thermisch durch Schrumpfen. Wie Kessler einräumt, genügt diese Spannmethode den technischen Kriterien. Allerdings bemängelten er und seine Maschinenbediener die aus ihrer Sicht zu langen Zeiten zum Ein- und Ausspannen sowie Wechseln von Bohr- und Fräswerkzeugen beim Schrumpfen.

Ein Schrumpfvorgang einschliesslich der Vor- und Nacharbeiten, dem Aufwärmen und Abkühlen des Schrumpffutters dauert nahezu zwei Minuten. «Vor allem die Wartezeiten beim Aufwärmen und Abkühlen dauerten aus unserer Sicht zu lange», sagt dazu Kessler. Wenn ein Maschinenbediener täglich etwa zehn bis 20 Werkzeuge zu rüsten hat, ergeben sich doch deutlich spürbare unproduktive Zeiten. «Da bei uns der Maschinenbediener als Spezialist für seine Bearbeitungsschritte sämtliche Nebentätigkeiten selbst ausführt, zum Beispiel das Zusammenstellen, Spannen und Rüsten der Werkzeuge, verringern lange Wartezeiten beim Schrumpfen der Werkzeuge doch erheblich seine Produktivität. Produktiv arbeitet er in seinem Bereich nur, wenn die Werkzeuge am Werkstück im Eingriff sind und Späne fliegen», führt Kessler weiter aus.

Er fügt hinzu, dass er und seine Fachkräfte langfristig etliche Bedenken hinsichtlich der Lebensdauer der Schrumpffutter haben. «Werden nur relativ selten Werkzeuge aus- und eingespannt, kann man sicher mit mehreren Jahren Lebenszyklus planen. Werden aber, wie in unserem Haus, täglich mehrfach Werkzeuge aus- und eingeschrumpft, muss längerfristig eventuell mit einer Verschlechterung der Rundlaufgenauigkeit gerechnet werden. Hinzu kommt, dass sich eventuell die Spannkräfte verringern. Diese bestehenden Risiken wollten wir bei unserer Präzisionsbearbeitung, zum Beispiel beim Hartfräsen, nicht wirklich eingehen», führt Kessler aus.

im Vorfeld Test des Werkzeugspannsystems

Aufgrund ausführlicher Informationen des exklusiven Schweizer Rego-Fix-Vertriebspartners Vischer & Bolli AG installierten und testeten die Fachkräfte beim Werkzeugbauer- und Präzisionsmechanikhersteller Stauffer das innovative Werkzeugspannsystem powRgrip. «Roland Wyss, Anwendungstechniker bei Vischer & Bolli, unser direkter Ansprechpartner beim Beschaffen von Werkzeugen, Werkzeug- und Werkstückspanntechnik, ermöglichte uns zunächst einen Test des Werkzeugspannsystems.

Dafür stellte er uns eine automatische Spanneinheit PGU 9500 und einige Werkzeughalter mit Spannzangen ‹powRgrip› zur Verfügung, ohne dass wir sofort investieren mussten», berichtet Geschäftsführer Hauser. Wie Fertigungsleiter Kessler bestätigt, hat sich dieses Werkzeugspannsystem innerhalb kürzester Zeit bestens bewährt. Seine Mitarbeiter bevorzugten zunehmend dieses automatisierte, mechanische Werkzeugspannen mit den speziellen Spannzangen «powRgrip» von Rego-Fix.

Spannen auf Tastendruck: von 0,2 bis 25,4 mm Durchmesser

Die Spanneinheit PGU 9500 spannt auf Tastendruck Bohr- und Fräswerkzeuge von 0,2 bis 25,4 mm Durchmesser. Der Bediener setzt dazu lediglich den abgestimmten Spannadapter und anschliessend das Werkzeug mit dem kompletten Werkzeughalter in die Spanneinheit ein. Universell einsetzbar ist das Spannsystem powRgrip», da für alle marktgängigen Spindelschnittstellen, unter anderem SK, HSK, BT, BT und Capto, Werkzeugaufnahmen zur Verfügung stehen.

Den zum Werkzeughalter passenden Spanndruck erkennt die Spanneinheit PGU 9500 automatisch am entsprechend eingesetzten Spannadapter. Nach den Erfahrungen bei Stauffer dauert der gesamte Spannvorgang nur knapp 10 Sekunden. Wie Kessler und seine Mitarbeiter bestätigen, benötigt man zudem keine speziellen Fachkenntnisse.

Die Spanneinheit PGU 9500 steuert den Spannvorgang und die Spannkräfte selbst. «Somit sind auch Fehlbedienungen oder ein unsachgemässes Einspannen von Werkzeugen nahezu völlig ausgeschlossen», fügt Roland Wyss von Vischer & Bolli an.

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