Rego-Fix AG in Tenniken: Werkzeuge schnell und hochgenau rundlaufend spannen

Perfekte Schweizer Werkzeug-Spannung

| Redakteur: Matthias Böhm

Schnell, zuverlässig und genau: Das Spannsystem «powRgrip» spannt innerhalb von knapp 15 Sekunden in einem automatischen Ablauf Bohr- und Fräswerkzeuge für HSC- und HPC-Bearbeitung.
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Schnell, zuverlässig und genau: Das Spannsystem «powRgrip» spannt innerhalb von knapp 15 Sekunden in einem automatischen Ablauf Bohr- und Fräswerkzeuge für HSC- und HPC-Bearbeitung. (Bild: Rego-Fix)

Auf ein anderes Spannsystem zu wechseln, muss genau überlegt sein. Aber es kann sich lohnen, wie der Beitrag zeigt. Mit speziellen Spannzangen lassen sich Werkzeuge hydromechanisch in einem Fünftel der Zeit spannen, verglichen mit thermischem Schrumpfen. Deshalb bevorzugt der Werkzeug- und Präzisionsmechanikhersteller, G. Stauffer & Co. AG im schweizerischen Fulenbach das Spannsystem «powRgrip»von Rego-Fix.

«Speziell beim Fertigen von Einzelteilen mit Prototypcharakter zählen Flexibilität und Prozesssicherheit», sagt Beat Hauser. Seit über 20 Jahren ist er Hauptaktionär und Geschäftsführer der G. Stauffer & Co. AG in Fulenbach. Das vor 60 Jahren gegründete Unternehmen beschäftigt heute 45 Mitarbeiter, davon acht Auszubildende. Es stellt Stanzwerkzeuge, Einzelteile für Werkzeuge und den Formenbau sowie Präzisionsteile her. Wie Hauser erläutert, ist der Werkzeugbau auf Einzelwerkzeuge wie Stanz-, Biege-, Präge- und Ziehwerkzeuge oder deren Kombinationen sowie auf komplexe Folgeverbund- und Transferwerkzeuge bis zu einer Länge von 2500 mm spezialisiert. Sie dienen dazu, Bauteile aus Dünnblech unter anderem für Automobile, für Möbelbeschläge, für Elektroinstallationen und für die Medizintechnik in grossen Serien zu produzieren.

Komplett vom Konzept bis zum getesteten Stanzwerkzeug

Nach Werkstückzeichnungen entwickeln und konzipieren drei Konstrukteure in Fulenbach diese Werkzeuge auf modernen 3D-CAD-Arbeitsplätzen. Sämtliche konstruierten Komponenten werden im Haus gefertigt und zu funktionsfähigen Werkzeugen für die Stanztechnik montiert.

Tommy Kessler, Fertigungsleiter bei Stauffer, erläutert dazu: «Wegen extrem verkürzten Produktlebenszyklen und der heute sehr grossen Teilevielfalt benötigen unsere Auftraggeber in schneller Folge unterschiedliche Stanz- und Folgeverbundwerkzeuge. Dem können wir nur mit einer hohen Flexibilität und kurzen Durchlaufzeiten entsprechen. Deshalb verfügen wir über eine sehr grosse Fertigungstiefe.» Dazu gehört, dass der Werkzeugbauer und Präzisionsmechanikhersteller Stauffer über nahezu sämtliche Fertigungstechnologien von der Vor- bis zur Fertigbearbeitung verfügt. Das umfasst das Ablängen und Vorbereiten von Rohlingen, die spanende Bearbeitung auf mehreren drei- und fünfachsigen Bearbeitungszentren, Drehzentren, Draht- und Senkerodieren, Flach- und Rundschleifen sowie Polieren. Als vorteilhaft für kurze Durchlaufzeiten und optimale Arbeitsergebnisse hat sich bei Stauffer erwiesen, einzelne Bearbeitungsmaschinen zu spezialisieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum mit Palettenwechsler ausgestattet wurde, um Werkstücke in Kleinstserien (ab drei Bauteile) im weichen, aber auch im gehärteten Zustand, teilweise mannlos, bearbeiten zu können. «Darüber hinaus stehen wir in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. In jedem Fertigungsbereich sind unsere Mitarbeiter gefordert, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, zu beschleunigen und somit die Flexibilität zu erhöhen», ergänzt Kessler.

Schrumpfspannen dauert zu lang

So haben die Bediener der Bearbeitungszentren mit Kessler zusammen das Ein- und Ausspannen von Bohr- und Fräswerkzeugen kritisch betrachtet. Wegen der grossen Vielfalt an unterschiedlichen Bauteilen sind sehr häufig Werkzeuge zu rüsten. Gefräst und gebohrt wird bei Stauffer mit Werkzeugen ab 0,4 mm Durchmesser in nahezu allen metallischen Werkstoffen, von Leicht- und Buntmetallen über warm- und korrosionsfeste Stahllegierungen und bis zu 68 HRC harten Werkzeugstählen. Deshalb ist in schnellem Wechsel eine Vielzahl an Werkzeugen mit unterschiedlichen Abmessungen, Schneidegeometrien und technologischen Eigenschaften zu rüsten.

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