Perfektioniert für komplexe Komplettbearbeitung

Redakteur: Matthias Böhm

>> Bei der NTX2000 handelt es sich um ein kompaktes integriertes Fräs-Drehzentrum mit einer maximalen Werkstückgrösse von D = 660 mm und 1540 mm Länge. Die Maschine eignet sich für eine komplexe Komplettbearbeitung, die im Bereich der Luft- und Raumfahrt, im medizinischen Bereich und in der Halbleiterindustrie gefordert wird. Dank modularer Bauweise sind sechs verschiedene Maschinenmodelle erhältlich, und sie sind laut Herstellerangaben flexibel genug, um auch Bearbeitungen einer Spezialmaschine durchführen zu können.

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Haupt- und Gegenspindel verfügen über die gleiche Leistungsfähigkeit, somit können die Bearbeitungsprozesse auf beide Spindeln gleich verteilt werden. Dank starker Frässpindel können hoch komplexe Bauteile speditiv gefertigt werden. (Bild: Mori Seiki)
Haupt- und Gegenspindel verfügen über die gleiche Leistungsfähigkeit, somit können die Bearbeitungsprozesse auf beide Spindeln gleich verteilt werden. Dank starker Frässpindel können hoch komplexe Bauteile speditiv gefertigt werden. (Bild: Mori Seiki)

Die Josef Binkert AG präsentiert seit 2010 die neue X-Klasse von Mori Seiki und setzt damit einen neuen Standard für hochmoderne Werkzeugmaschinen in Sachen Performance. Ab sofort wird die bereits jetzt schon erfolgreiche X-Klasse im Bereich der Komplettbearbeitung um die NTX2000 erweitert. Die bereits seit langem in der Praxis bewährten Technologien DDM (Direkt angetriebener Motor), ORC (Oktagonale Ram Konstruktion) und BMT (integrierter Antriebsmotor) bringen eine hochpräzise Komplettbearbeitung von kleinen bis mittelgrossen Werkstücken.

Haupt- und Gegenspindel identisch

Da die Gegenspindel der NTX2000 die identische Spezifikation hat wie die Spindel 1, können Bearbeitungsprozesse flexibel auf die Spindeln übertragen bzw. verteilt werden. Die Eilgangsgeschwindigkeit der Werkzeugspindel mit einem Vorschub von 40 m/min maximiert den Vorteil einer Spitzenweite von 1500 mm.

Die ORC-Technologie (Oktagonale Ram Konstruktion) unterstützt die Werkzeugspindelbewegung in Y-Achsenrichtung. Da die Y-Achse in der Nähe der Führungsbahnen angebracht ist, können Schwerzerspanungen mit absolut reduzierten Vibrationen durchgeführt werden.

Die Werkzeugspindel ist mit einem integrierten Antriebsmotor (Leistung von 18,5/11 kW) ausgestattet und bringt eine maximale Drehzahl von 12000 1/min. Die NTX2000 ist von der Leistungsfähigkeit vergleichbar mit einem klassischen Bearbeitungszentrum. Dank der leistungsstarken Werkzeugspindel können Bearbeitungen auf höchstem Niveau erzielt werden.

Geringere Baugröse bei gleicher Leistung

Das neue Fräs-Drehzentrum verfügt über das neue Maschinendesign der ‚X-Klasse‘ und über eine schräge Tastatur für verbesserte Bedienbarkeit der MAPPS IV-Steuerung. Obwohl die Spitzenweite bei 1500 mm liegt, konnte die Maschine um 1000 mm gegenüber dem Vorgängermodell verkleinert werden. Durch die kompakte Bauweise wurde die Aufstellfläche im Vergleich zu konventionellen Maschinen um ca. 30 % reduziert. Das macht sich gerade in den Schweizer Fertigungsunternehmen bezahlt, weil hier jeder Quadratmeter teuer erkauft werden muss.

Hohe Präzision und Thermostabilität

Um thermischen Einfluss auf die Maschinengeometrie zu vermeiden, wurde der Spindelstock der NT2000 symmetrisch in X- und Y-Achsenrichtung angeordnet, die Führungsbahnen des Octagonal Rahmens (ORC) sind diagonal angeordnet. Dadurch gleichen sich Einflüsse durch Wärmeverzug aus und ermöglichen eine dauerhafte, hochpräzise Teilefertigung.

Darüber hinaus wurde die NTX2000 mit statisch bestimmter Dreipunktauflage ausgeführt, was ungewöhnlich ist. Dieses Maschinenbettkonzept wird bei Multiachsenmaschinen selten eingesetzt, ist aber aufgrund der ausserordentlichen Maschinensteifigkeit möglich.

Sechs Maschinenmodelle

Die NTX2000 wird mit der neuesten Steuerungsgeneration von Mori Seiki, MAPPS IV, ausgeliefert. Mit der MAPPS IV auf der NTX2000 wird zusätzlich ein in die Steuerung integriertes CAM-Modul von Esprit geliefert. Neben der Möglichkeit komplexe Bauteile an der Maschine bzw. mit der gleichzeitig vorhandenen Netzwerklizenz ausserhalb der Maschine zu programmieren, liefert Mori Seiki Postprozessor und 3D-Maschinensimulation im CAM-Modul gleich mit. Gesamthaft sind sechs verschiedene Maschinenmodelle erhältlich. Auch wenn es Universalmaschinen sind, ist jede an sich flexibel genug, um Bearbeitungen einer Spezialmaschine durchführen zu können. <<

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