Intelligent Energie einsparen in Druckluftsystemen mit dem Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M

Perspektiven in der Energieeffizienz

| Redakteur: Silvano Böni

Energiesparen in Druckluftsystemen wird mit dem Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M von Festo denkbar einfach.
Bildergalerie: 2 Bilder
Energiesparen in Druckluftsystemen wird mit dem Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M von Festo denkbar einfach. (Bild: Festo)

Pneumatische Luftaufbereitung ist energie- und kostenintensiv. Je höher der Betriebsdruck sein muss, desto stärker steigen die Kosten für die Druckluftbereitung an. Deshalb gilt es, Druckverluste, Leckagen und Verluste bei der Umwandlung der pneumatischen Energie so stark wie möglich zu reduzieren um dadurch Energiekosten zu sparen.

Energiesparen in Druckluftsystemen wird mit dem Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M, kurz E2M, von Festo denkbar einfach. Zentrale Betriebsparameter werden in Neu- und Bestandsanlagen durch das intelligente Wartungssystem überwacht und vollautomatisch geregelt. Das E2M überwacht und reduziert selbstständig den Luftverbrauch in Anlagen mittels integrierten Durchfluss- und Drucksensoren. Wird keine Druckluft verbraucht, erkennt dies das Modul und schaltet die Zufuhr automatisch ab. Im abgesperrten Zustand prüft das E2M die Dichtigkeit des Systems und informiert bei zu starkem Abfall die Steuerung. Durch die automatische Leckage-Erkennung ist eine gezielte Wartung möglich und die durchgehende Überwachung des Verbrauchs steigert die Prozesssicherheit.

Selbstständige Leckagen-Erkennung

Der Anlagenbetreiber kann das Energie-Effizienz-Modul E2M individuell per Handeingabegerät (MMI) oder Profibus an die Gegebenheiten seiner Anlage anpassen und somit die Rahmenbedingungen unkompliziert festlegen. Auf deren Basis entscheidet das E2M, ob die Anlage gerade produziert oder sich im Leerlauf befindet. Allfällige Leckagen in der Anlage werden von der Versorgung abgeschnitten, da die Druckluftzufuhr gesperrt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Anlagenstillständen keine Energie mehr verschwendet wird und die Anlagen bedarfsgerecht gewartet werden.

Speziell während den Stand-by-Zeiten kann der Druckluftverbrauch gesenkt werden, mittels aktiven Eingreifens in die Versorgung. Das Modul bietet die Möglichkeit, die Druckluftversorgung manuell ein- und auszuschalten. Die automatische Stand-by-Erkennung lässt sich für komplexe Produktionsabläufe deaktivieren, sodass der Anlagenbetreiber über die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) selbst entscheiden kann, zu welchem Zeitpunkt eine Maschine produziert oder inaktiv ist. Das E2M ist nicht nur für neue energieeffiziente Maschinen einsetzbar. Ältere Anlagen, die energieeffizienter arbeiten sollen, können einfach nachgerüstet werden durch die Anbindung der Sensorik an die SPS.

Alle Werte im Blick

Condition Monitoring

Das aktive Condition Monitoring ist ein weiterer grosser Vorteil des Energie-Effizienz-Moduls MSE6-E2M. Dadurch haben Anlagenbetreiber energetische und prozessrelevante Daten jederzeit verfügbar. Das E2M-Modul lässt sich via Profibus komplett in die Maschinensteuerung einbinden und tauscht zyklisch wichtige Daten aus, wie die Verfügbarkeit der Anlage und den Energieverbrauch. Die Werte der Durchfluss-, Druck- und Verbrauchsmessung stehen jederzeit zum Abrufen bereit. So können die Betreiber durch die generierten Informationen an der Anlage ein kontinuierliches, intelligentes Energie-Monitoring durchführen. Anhand dieser Auswertungen kann unter anderem ermittelt werden, ob der Verbrauch einer Anlage zu- oder abnimmt, ob der Druck korrekt eingestellt ist, wie viel Druckluft für eine Charge benötigt wird oder wie hoch Durchfluss und Druck beim Anlagenausfall waren. Das Ergebnis: mehr Produktivität durch bessere Auslastung, geringere Kosten durch mehr Energieeffizienz und weniger Stillstände dank umfassender Diagnose, Condition Monitoring und verbesserter Instandhaltung.

Dashboards im Web-Browser

Mit Hilfe von Dashboards werden die aus dem Condition Monitoring gewonnen Informationen mit Ampelanzeigen und Diagrammen visualisiert. Die vorkonfigurierten Dashboards erfordern keine Softwareinstallation oder Programmierung, sondern sind direkt über den Web-Browser abrufbar. Spezifische Widgets, also Komponenten einer Benutzeroberfläche, und Diagramme für Energieüberwachung, vorbeugende Instandhaltung sowie Leistungskennzahlen für den Prozess und zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität sorgen für Klarheit: Die Condition Monitoring-Lösung verbessert die Fehler-Diagnose und -Ursachenerkennung, schafft Transparenz über Energieverbräuche, liefert grafisch aufbereitete, übersichtliche Informationen und hält historische Daten bereit. Die Daten sind jederzeit abrufbar und die Betreiber können die Leistung ihrer Anlagen über unterschiedliche Standorte hinweg vergleichen und Energiesparpotenzial identifizieren.

Vernetzung mit IoT-Gateway

Mit dem IoT-Gateway CPX-IoT bietet Festo eine sichere Cloud-Lösung, mit welcher die Betreiber die Effektivität ihrer Anlagen stark erhöhen können. Die Weiterverarbeitung und Langzeitauswertung von Daten finden dann in der Cloud statt. Das Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M aus der Feldebene ist eines der ersten Komponenten, welches über die OPC-UA-Schnittstelle mit dem IoT-Gateway vernetzt ist. Mit dem Zusammenspiel der Dashboards und des IoT-Gateways CPX-IoT können Unregelmässigkeiten frühzeitig erkannt und rechtzeitig Massnahmen getroffen werden, um einen Anlagenausfall zu vermeiden. Die Trendanalysen, Frühwarnsysteme und automatischen Benachrichtigungen bei Zwischenfällen erhöhen die betriebliche Transparenz.

Mehr als nur Condition Monitoring

In den meisten Fällen beinhalten Zustandsüberwachungsberichte lediglich eine Analyse. Maagtechnic setzt jedoch auf eine Lösung, die dem Kunden die Ursachen und Deaktivierungsmassnahmen aufgezeigt. Nebst der Zustandsüberwachung unterstützt Maagtechnic mit umfassenden Produktkenntnissen über den gesamten Prozesszyklus hinweg.

Condition Monitoring richtig angewandt schafft Mehrwert und hilft, die Gesamtbetriebskosten zu senken. SMM

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46034556 / Automation & Antrieb)