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Stechplatten Plattenverbrauch beim Stechen um mehr als die Hälfte reduziert

Autor / Redakteur: Werner Strobel / Rüdiger Kroh

Wo von der Stange gedreht wird, sind hochwertige Abstechwerkzeuge unverzichtbar. Ein Stechsystem mit zweischneidigen Platten senkt den Verbrauch an Stechplatten auf weniger als die Hälfte. Zusammen mit den reduzierten Hauptzeiten summiert sich die Kosteneinsparung auf 25 %.

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Bild 2: Schirling verwendet Tiefstechklingen mit Selbstklemmung und ...
Bild 2: Schirling verwendet Tiefstechklingen mit Selbstklemmung und ...
(Bild: Walter)

Bei der Franz Schirling Drehtechnik GmbH in Babenhausen laufen derzeit zwanzig Stangendrehmaschinen, um damit Drehteile im Durchmesserbereich von 3 bis 90 mm zu fertigen. Bearbeitet werden sowohl Aufträge für Einzelteile als auch für große Serien bis zu 10.000 Stück. Die Auftraggeber kommen größtenteils aus dem allgemeinen Maschinenbau, der Automobilindustrie, der Hydraulik, der Optik und der Medizintechnik. Dieses breite Kundenspektrum bedingt eine ebenso breite Werkstoffpalette. Neben Normalstahl werden auch nicht rostender Stahl, Werkzeugstahl, Stahlguss, Leicht- und Buntmetalle oder Kunststoffe verarbeitet.

Wechsel von einschneidigen auf zweischneidige Stechplatten

Das Unternehmen bezieht viele Betriebsmittel vom Maschinen- und Werkzeuglieferanten R. Pöppel GmbH & Co KG, Memmingen. Zum Abstechen ihrer Drehteile griffen die Maschinenbediener bei Schirling lange Zeit zu einschneidigen Standardstechplatten. Dann schlug Pöppel eine mehr Produktivität versprechende Lösung vor: das Stechsystem Walter Cut.

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Empfohlen wurden die Tiefstechklingen mit Selbstklemmung vom Typ G1042 und Stechklingen in verstärkter Ausführung mit Schraubklemmung vom Typ G1041. Für beide Klingen gibt es zweischneidige Stechplatten der Typenreihe GX24 mit 24 mm Stechtiefe. Das Sortiment bietet Ausführungen mit verschiedenen Schneidstoffen und Geometrien.

Stechplatten mit Schneidstoff WSM33 und die Geometrie CF5 für mittlere Vorschübe ausgewählt

Die Wahl fiel auf den Schneidstoff WSM33 und die Geometrie CF5 für mittlere Vorschübe. Der Schneidstoff ist eine PVD-Tigertec-Sorte, die Walter speziell für das Abstechen optimiert hat. Zu den besonderen Eigenschaften zählt eine hohe Zähigkeit, die für das Stechen notwendig ist. Die Geometrie CF5 hat Schirling ausgewählt, weil diese universell einsetzbar ist. So bleibt das Sortiment überschaubar und dennoch kann eine breite Werkstoffpalette abgedeckt werden.

Welche Einsparungen sich mit dieser Wahl erzielen lassen, ermittelten Schirling und Pöppel am Beispiel einer Büchse mit 60 mm Durchmesser aus ST52. Verschiedene ähnliche Bauteile mitberücksichtigt, kann mit einer Jahresstückzahl von 500.000 kalkuliert werden.

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