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Metav 2018 Präzises Zerspanen für Ausbildung und Serie

| Redakteur: Anne Richter

Präzise und vielseitig einsetzbare Werkzeugmaschinen, die sich ebenso für die Ausbildung eignen wie für die Reparatur, Einzelteil- und Kleinserienfertigung, stellen Weiler und Kunzmann auf der Metav aus. Eine Messepremiere feiert Kunzmann mit einem neuen Vertikal-Bearbeitungszentrum.

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Bei der WF 610 MC von Kunzmann kann der Bediener mittels Schlüsselschalter zwischen dem CNC-​Betrieb und der Bedienung per Handrad wechseln.
Bei der WF 610 MC von Kunzmann kann der Bediener mittels Schlüsselschalter zwischen dem CNC-​Betrieb und der Bedienung per Handrad wechseln.
(Bild: Kunzmann)

Flexibel und ergonomisch: Eine Messeneuheit zeigt Kunzmann mit dem Vertikal-Bearbeitungszentrum BA 1100. Die Innovation überzeugt mit ihrer Vielseitigkeit, einer einfachen Bedienung und einem grossen Arbeitsraum bei kompakter Bauweise. Der Verfahrweg beträgt 1100 mm in der namensgebenden X- und 650 mm in der Z-Achse. In der Y-Achse bietet Kunzmann mit 750 mm die bislang grösste Flexibilität unter den aktuell am Markt erhältlichen Bearbeitungszentren der 1000er-Klasse. Das modular aufgebaute BA 1100 ist in vielen Varianten verfügbar und kann flexibel an den Fertigungsbedarf angepasst werden. Alternativ sind drei Hauptspindelversionen mit einer maximalen Drehzahl von 10 000, 14 000 und 18 000 U/min und einer Werkzeugaufnahme SK 40 und HSK 63 verfügbar. Standardmässig wird ein 38-fach-­Werkzeugwechsler mitgeliefert, optional ist ein 60-­fach-Wechsler erhältlich.

Zwei grosszügig dimensionierte Fronttüren schaffen einen bequemen Zugang zum Arbeitsraum und erleichtern das Beladen per Kran. Für ein ergonomisches Arbeiten sorgen ausserdem die angenehme Tischhöhe und das schwenkbare Bedienpult. Optimiert wurde zudem das Spänemanagement: Besonders glatte, steile Abspülflächen, eine regulierbare Wannenspülung und ein breiter Späneförderer vereinfachen die Reinigung und senken den Verbrauch von Kühlmitteln und Energie.

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Sicher in der Ausbildung: Praktikant GSD und Condor VCplus mit Touchscreen

Mit der Praktikant GSD und der Condor VCplus präsentiert Weiler zwei konventionelle Präzisions-Drehmaschinen, die für den Einsatz in der modernen Ausbildung ausgelegt sind. Charakteristisch ist bei beiden Modellen neben der hohen Präzision und dem robusten Aufbau eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Diese umfasst beispielsweise einen polumschaltbaren Hauptantrieb und eine automatische Handausrückung, eine Abdeckung der Zug- und Leitspindel und eine zweikanalig aufgebaute Sicherheitstechnik. Alle Wartungsstellen sind bei beiden Maschinen bequem erreichbar, Späne werden in einer herausnehmbaren Wanne aufgefangen und lassen sich so rasch entsorgen.

Die kompakte Praktikant GSD verfügt über eine Spitzenweite von 650 mm und einen Umlaufdurchmesser über Bett von 320 mm. Für exakte Bearbeitungsergebnisse auch nach langjährigem Betrieb sorgt unter anderem eine Hauptspindel aus legiertem und einsatzgehärtetem Stahl, die auf Hochgenauigkeits-Kegelrollen gelagert wird. Ein Antrieb mit 3,1 kW und ein Drehzahlbereich von 48 bis 2500 U/min vereinfachen das Drehen kleiner und komplexer Werkstücke.

Musterbearbeitung an einer Praktikant VCplus

So einfach zu bedienen wie ein Smartphone

Wie bei der Praktikant GSD werden auch bei der Condor VCplus die Abnahmetoleranzen nach DIN 8605 deutlich unterschritten. Sie punktet ausserdem mit dem von Weiler neu entwickelten Touchscreen-Monitor WTS, dessen Oberfläche sich so einfach wie bei einem Smartphone und Tablet bedienen lässt. Bedien-Apps liefern schnell abrufbare Zusatzinformationen und Erklärungen. Per Wischbewegung oder Fingerdruck lassen sich die Anwendungen auswählen, vergrössern oder nebeneinander anzeigen. Auf dem Bildschirm können zudem Videohilfen aufgerufen werden, etwa für Wartungsarbeiten oder Reparaturen.

Die Condor VCplus bietet neben einer Spitzenweite von 800 mm und einem Umlaufdurchmesser über Bett von 360 mm eine hohe Zerspanungsleistung. Erleichtert wird das konventionelle Drehen durch die Anzeige- und Regelelektronik Weiler VCplus, an der sich eine Reihe von Funktionen direkt anwählen lässt. So kann der Bediener konstante Schnittgeschwindigkeiten mit Drehzahlbegrenzung einstellen oder Informationen zu Werkzeugen abrufen. Für eine hohe Energieeffizienz sorgt das von Weiler entwickelte Energiesparsystem «e-TIM». Optional ist zudem das von Weiler entwickelte Lehrer-Identifikations-System «e-LISSY» erhältlich. Dies ermöglicht es den Ausbildern, jedem Nutzer individuell Funktionen freizuschalten.

Bequemes Arbeiten mit Zyklen: Modell C30 mit C3-Steuerung

Die servokonventionelle Präzisions-Drehmaschine C30 unterstützt den Bediener beim manuellen Arbeiten durch eine Reihe von Einfachzyklen. Die Daten gibt er an der Steuerung grafikgestützt und dialoggeführt mithilfe der Weiler-C3-Software ein. Somit wird der Einstieg in das digitale Arbeiten deutlich erleichtert. Direkt anwählen lassen sich beispielsweise Zyklen zum Gewindeschneiden, Radien- und Kegeldrehen und zum Abspanen längs und plan. Als kleinste Präzisions-Drehmaschine der C-Reihe verfügt die C30 über eine Spitzenweite von 750 mm und einen Umlaufdurchmesser über Bett von 330 mm. Dank ihres stufenlos anwählbaren Drehzahlbereichs von 1 bis 4500 U/min lässt sich das Modell flexibel für die gewünschte Bearbeitung kleiner und mittlerer Werkstückgrössen einsetzen.

C30 von Weiler

Kompakte E40 für kleinere Werkstücke

Ebenfalls für kleinere Werkstücke konzipiert ist die kompakte E40, die in neuem Design auftritt. Wie alle zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschinen bietet sie den Bedienkomfort und die umfassende Ausstattung der Weiler-SL2-Steuerung. Wichtige Merkmale sind ein übersichtlicher 15-Zoll-Bildschirm und die leicht verständliche Benutzeroberfläche und Datenverwaltung. Ausserdem wurde die Auswahl an Abspan-, Einstech- und Gewindezyklen vergrössert. Auch anspruchsvolle Werkstücke können so präzise und wirtschaftlich gefertigt werden. Bei Bedarf kann manuell mittels Handrädern am Bedienpult gearbeitet werden, dieses fährt am Bettschlitten mit. Dank ihrer Spitzenweite von 1000 mm, des Umlaufdurchmessers über Bett von 435 mm und eines Drehzahlbereichs von 1 bis 3500 U/min ist die E40 vielfältig einsetzbar. Der Hauptantrieb mit 20 kW Leistung und ein Spindelstock mit einer Bohrung von 66 mm ermöglichen eine kraftvolle Zerspanung.

E40

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Mehr Effizienz mit der neuen E70 HD

Für eine hohe Effizienz bei komplexen Anforderungen in der Einzelstück- und Kleinserienfertigung sorgt die neue Präzisions-Drehmaschine E70 HD – ebenfalls in neuem Design und mit Weiler-­SL2-Steuerung. Das Maschinenbett hat Weiler zusätzlich verstärkt und die Antriebseinheiten weiterentwickelt, um die Laufruhe und die Präzision des Modells nochmals zu erhöhen. Auf der Messe gezeigt wird die E70 HD mit einem Umlaufdurchmesser über Bett von 720 mm und einer Spitzenweite von 1000 mm bis zu 6000 mm sind in der Reihe möglich.

Gezeigt wird die E70 HD ausserdem mit einem unabhängig vom Typ und Fabrikat auf allen Drehmaschinen einsetzbaren Condition-Monitoring-System. Die offen skalierbare Anwendung kann Prozess-, Maschinen- und Fertigungsdaten von beliebig vielen Maschinen an unterschiedlichen Standorten erfassen, überwachen und analysieren. Acht Sensoren ermitteln permanent 27 verschiedene Messsignale, die in Echtzeit Auskunft über Schwingungen an Antrieben, Getriebe, Wälzlager und Achsen geben. Eine Software dokumentiert und visualisiert Informationen über Temperaturen, Füllstände und Feuchte von Öl und Kühlmitteln, meldet Abweichungen von vorgegebenen Standards selbstständig und informiert auf Wunsch einen definierten Empfängerkreis.

E70 HD

Flexibles Arbeiten mit und ohne CNC-Unterstützung: WF 610 MC

Universell einsetzbar und leicht zu bedienen ist die WF 610 MC von Kunzmann. Mit ihr lässt sich sowohl fräsen als auch bohren, der Bediener kann schnell zwischen Handrädern und CNC-Steuerung wechseln. Zur Seite steht dem Nutzer dabei die TNC-620-Bahnsteuerung von Heidenhain mit Touchscreen, die ihn dialogisch durch die Programmierung führt. Die Bedienung funktioniert wie bei einem Smartphone. Grafiken und Ansichten lassen sich intuitiv mit zwei Fingern vergrössern, drehen und auf dem Display verschieben. Beim Eingeben von Abläufen assistiert die Steuerung mittels eingeblendeter Hilfetexte und -bilder. Zusätzlich unterstützt wird der Bediener durch eine grosse Auswahl an vorprogrammierten Zyklen. Beim manuellen Fräsen wird mit drei mechanischen Handrädern gearbeitet, die Bahnsteuerung fungiert dabei als 3-Achs-Digitalanzeige. Die drei Achsen bieten Verfahrwege von 610 (X), 400 (Y) und 450 mm (Z). Der robuste Aufbau der Maschine und der drehmomentstarke Hauptantrieb mit bis zu 11 kW Leistung ermöglichen das Bearbeiten schwer zerspanbarer Materialien. Für Präzision beim Gleich- und Gegenlauffräsen sorgen stufenlos regelbare Vorschub-Einzelantriebe und spielfreie Kugelgewindetriebe. -ari- SMM

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