Synergie für Präzisions-Bearbeitungszentren

Präzision und Produktivität – eine geniale Verbindung

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Vertreten Sie diese Meinung auch in Genf?

J.-D. Isoz: Ja, durchaus. Das Projekt wurde natürlich zuerst den SIP-Mitarbeitern vorgestellt. Auch wenn wir zu Beginn nicht mit einer überschwänglichen Begeisterung rechnen konnten, hat es sich mit der fortlaufenden Entwicklung des Projekts gezeigt, dass sehr viele Mitarbeiter die Notwendigkeit dieser Zusammenführung verstanden und sogar ihren Platz darin gefunden haben. Dazu kommt, dass Genf dank der Zweigstelle die SIP nicht verliert.

Es scheint, dass die Idee dieser Firmenzusammenführung seit längerer Zeit bereits in der Luft lag. Durch die Leitung der beiden Unternehmen, sind Sie auch persönlich das erste Verbindungselement zwischen der Bumotec und SIP.

J.-D. Isoz: Die Optimierung der Produktionskosten ist eine Daueraufgabe in allen Industrien. Unsere bildet dabei keine Ausnahme. Das eigentliche Auslöseelement war der gravierende Platzmangel bei Bumotec, der unsere dynamische Entwicklung zu ersticken drohte. Nach der Entscheidung, eine neue Fabrik zu bauen, war der Einbezug von SIP eigentlich nur logisch. Insbesondere auch deshalb, weil SIP nur noch Mieter seiner heutigen Gebäulichkeiten ist.

Ist es schwierig, neue Mitarbeiter zu finden, zum Beispiel Polymechaniker?

J.-D. Isoz: Ich würde sagen, dass es im Greyerzerland auf jeden Fall nicht aufwendiger ist die nötigen Kompetenzen zu finden als im Genferseegebiet oder in Genf selbst. Weil Freiburg nicht zu den Grenzkantonen gehört, ist es schwieriger, aber nicht unmöglich, von den wertvollen Grenzgänger-Ressourcen zu profitieren. Dagegen finden wir in dieser Region hervorragende Berufsleute mit der gesuchten dualen Ausbildung, um die uns einige Länder weltweit beneiden, was die Qualität der Schweizer Fachkräfte angeht. Weiter finden wir viel leichter auch Leute mit sprachlichen Kompetenzen, zum Beispiel Deutsch unter anderen. Dies ist ein wichtiger Punkt im industriellen Bereich, denn wir brauchen mehrsprachige Fachleute. Für einen Polymechaniker oder Automatiker ist das ein grosser Vorteil bezüglich der Inbetriebsetzung von Maschinen oder Ausbildung vor Ort. Wir müssen die Sprache unserer Kunden beherrschen, also mindestens Deutsch, Englisch und/oder natürlich Französisch.

An der EMO in Mailand haben Sie mit der S181 ein neues Maschinenkonzept vorgestellt. Wann werden Sie die andern Maschinen dieser Reihe präsentieren?

J.-D. Isoz: So rasch wie möglich. Jedoch brauchen wir noch etwas Zeit, um deren Entwicklung abzuschliessen.

Guy Ballif: In etwa 16 bis 18 Monaten wird das für die ganze Reihe abgeschlossen sein.

Mit welchen Verkaufszahlen rechnen Sie?

G. Ballif: Die S181 gehört mit ihrer Konzeption zu einer ganz neuen Maschinenreihe. Wir hoffen auf den jährlichen Verkauf von zwischen 50 und 80 Einheiten. Die neue Konzeption und vor allem die Montage verlangen natürlich eine neue Produktionslinie. Wir sind aber sicher, dass sich diese rasch bezahlt machen wird.

J.-D. Isoz: Wir haben grosse Erwartungen an die neue Baureihe; ein attraktiver Preis, eine begrenzte Bodenbelegung sowie alle Optionen, aus der sich die aktuelle S181 zu einer kompletten Version entwickeln kann. Die beiden ersten Maschinen werden wir als Prototypen bei uns behalten, um damit umfassende Tests durchzuführen. Die Lieferung der ersten Maschinen ist auf Anfang 2016 vorgesehen.

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