Präzisionsspannmittel

Präzisionsspannmittel ermöglichen mannlosen Schleifprozess

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Federnde Greiferfinger aus Polyamid

In die Entwicklung des Spannfutters ist die gesamte Kompetenz von Schunk eingeflossen, von der Spanntechnik bis zu den Greifsystemen. So hat das innovative Familienunternehmen speziell für den Beladevorgang additiv gefertigte Polyamidfinger entwickelt, die bei der Beladung einen zuverlässigen, schonenden Halt und zugleich einen ausgleichenden Effekt gewährleisten.

Im Moment der Werkzeugübergabe an das Spannfutter verhindern die Finger, dass es zu einer Überbestimmung kommt, wodurch eine exakte Zentrierung gewährleistet ist. Die nachgiebigen Finger wurden so universell ausgelegt, dass mit ein und demselben Fingerpaar unterschiedliche Werkzeugdurchmesser gehandhabt werden können. Die Finger sind leicht, extrem verschleissfest und ausgesprochen anpassungsfähig.

Hydro-Dehntechnik wird zunehmend zum Standard

Dass Schunk sich bereits seit vielen Jahren als führender Spannmittelanbieter im Bereich des Werkzeugschleifens etablieren konnte, hat gute Gründe. Das Unternehmen bündelt eine jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Hydro-Dehnspanntechnik und hat ein umfassendes Spezialprogramm zum Werkzeugschleifen aufgebaut.

Die Präzisionsspannfutter gibt es in der nach DIN 69871 zertifizierten Version Tendo SDF-WZS SK 50 sowie mit zahlreichen weiteren Schnittstellen. Im Gegensatz zu Spannzangenaufnahmen weisen die kraftbetätigten Hydro-Dehnspannfutter keine schmutzanfälligen Öffnungen oder Spalten auf. Sie sind unempfindlich gegenüber Schleifpartikeln und daher ausgesprochen wartungsarm.

Die enorme Vielfalt des Programms gewährleistet, dass die Aufnahmen prozessstabil auf allen relevanten Schleifmaschinen eingesetzt werden können. Von den Maschinenherstellern werden sie vielfach empfohlen und zum Teil sogar vorgeschrieben.

Verglichen mit herkömmlichen Werkzeugspannmitteln sind die hydraulisch gespannten Schunk Tendo WZS Schleiffutter speziell für die besonderen Anforderungen beim Werkzeugschleifen optimiert und ermöglichen zehnmal mehr Spannzyklen als konventionelle Werkzeugaufnahmen. Ihr grösster Vorteil: Die Spannung des Werkzeugschafts erfolgt ohne bewegte Teile.

Stattdessen wird dieser durch Druckaufbau in einer rings um den kompletten Schaft laufenden Dehnkammer gleichmässig, flächig fixiert. Dabei ist der Druck so dosiert, dass ein präziser Halt und zugleich eine geringe Belastung des Hydro-Dehnspannsystems gewährleistet sind.

Die Dehnung spielt sich dabei ausschliesslich im elastischen Bereich der Innenkammer ab. Der Werkzeugwechsel erfolgt in Sekundenschnelle per Sechskantschlüssel. Dabei wird die Spannschraube einfach auf Block gedreht, ein Überdehnen der Spannbüchse ist ausgeschlossen.

Um möglichst effiziente Schleifprozesse zu ermöglichen, bietet Schunk die Werkzeugschleiffutter neben der manuellen Version auch als kraftbetätigtes Spannfutter für die automatisierte Maschinenbeladung an. Dazu werden die Werkzeuge zunächst manuell in hochpräzisen Schunk Zwischenbüchsen oder in speziellen Werkzeugverlängerungen mit Greiferbund gefügt, magaziniert und anschliessend von der Maschine automatisiert in das Dehnspannfutter auf der Maschinenspindel gewechselt. Hier macht sich die hohe Wiederholgenauigkeit und die geringe Schmutzanfälligkeit beider Spannsysteme bemerkbar. Zudem lassen sich unterschiedlichste Spanndurchmesser in ein und demselben Futter spannen.

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