Swissmechanic zum Franken-Schock

Prekäre Situation für KMU in der MEM-Branche

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Oliver Müller (l.), Direktor Swissmechanic, und Roland Goethe, Präsident Swissmechanic, an der Medienkonferenz in Zürich.
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Oliver Müller (l.), Direktor Swissmechanic, und Roland Goethe, Präsident Swissmechanic, an der Medienkonferenz in Zürich. (Bild: Swissmechanic)

er Entscheid der SNB, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, hinterlässt immer tiefere Spuren in der Schweizer MEM-Branche. Dies zeigt auch eine Umfrage von Swissmechanic bei ihren Mitgliedern. Zwar werden die Umsätze als zufriedenstellend beurteilt, Probleme bereitet den Unternehmen jedoch die sinkenden Margen. Swissmechanic fordert für die KMU in der MEM-Branche möglichst rasche Entlastungen in Regulierung und Administration.

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank mussten die KMU in der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metall-Branche) rund 2000 Stellen abbauen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von Swissmechanic, dem führenden Arbeitgeberverband der KMU in der MEM-Branche, hervor. Die seit Jahren sinkenden Margen, die gestiegenen Preise im Export und der erneut stärker gewordene Schweizer Franken zwingen etliche Unternehmen zu drastischen Massnahmen. 16 % der befragten Unternehmen gaben an, bereits Entlassungen vorgenommen zu haben. Ein Trend, der anhalten wird, sollte sich der Franken gegenüber dem Euro nicht abschwächen. Viele KMU versuchen mit Massnahmen wie der Erhöhung der Wochenarbeitszeit (15 % der Befragten), Kurzarbeit (5 %) sowie Auslagerungen von Bereichen und Produktionsoptimierungen den Abbau von weiteren Stellen zu verhindern. «Die Zitrone ist schon länger ausgepresst. Schon in der Eurokrise 2009 haben die KMU Massnahmen eingeleitet, um die Konkurrenzfähigkeit aufrechtzuerhalten», sagte Swissmechanic-Direktor Oliver Müller anlässlich einer Medienkonferenz in Zürich. Nun drohe das Fass bei einigen KMU zu überlaufen. Sorgen bereiten vor allem die Aussagen von befragten Unternehmen im Hinblick auf das kommende Halbjahr im Bereich des Personals. 13 % der Befragten planen für den Fall einer ausbleibenden Entschärfung der Situation weitere Entlassungen oder die Einführung von Kurzarbeit (13 %).

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