Spinner-Hausausstellung 2017 Produktive Standards und individuelle Lösungen

Autor / Redakteur: Manfred Lerch / Anne Richter

Über 500 Besucher informierten sich auf der vierten Spinner-Hausausstellung in Sauerlach über Fertigungstiefe und Technik des Unternehmens. Mit insgesamt 15 ausgestellten Dreh- und Fräsmaschinen, Workshops und Werksführungen war diese Veranstaltung gleichzeitig eine ideale Plattform für produktive Lösungen.

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Werkzeugmagazine, Spindeln oder auch Revolver werden in Sauerlach entwickelt und gefertigt.
Werkzeugmagazine, Spindeln oder auch Revolver werden in Sauerlach entwickelt und gefertigt.
(Bild: Spinner)

Versprochen hatte man auf über 1000 m2 Ausstellungsfläche die gesamte Modellpalette aus den Bereichen Drehen und Fräsen sowie interessante Automationslösungen. Gemeinsam mit Partnerfirmen sollte zudem über CNC-Steuerungen, Messtechnik oder auch CAD/CAM-Anwendungen informiert werden. In diesen Punkten wurden die Besucher beim Spinner Open-House am 29. und 30. Juni 2017 nicht enttäuscht. Im Gegenteil, mit der Präsentation des neuen 5-Achs-Bearbeitungszentrums VC1650-5A sorgte das Unternehmen für ein Highlight. Die bayrischen Maschinenbauer wollen mit diesem Konzept künftig eine Marktnische abdecken, die sich kostengünstig und platz­sparend gestaltet. Aufbauend auf einer C-Achs-Struktur, wie sie bei Kreuz­tisch-­Maschinen bereits existiert, deckt Spinner damit die Bearbeitung von Bauteilen bis 800 x 800 x 800 mm ab. Mit der fünften Achse im Werkstück, der vierten in der Spindel bietet Spinner die VC 1650-5A in zwei Spindelvarianten an. Mit einem Drehmoment bis 464 Nm für schwere Zerspanung oder mit 18 000 min-1 für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Einen anwenderfreundlichen Vorteil gegenüber Maschinen mit gleicher Kinematik am Markt sieht man in Sauerlach unter anderem in der Kapazität der Werkzeugmagazine.

Bei einer Werkzeugaufnahme SK 50 fasst das Magazin 96, bei SK 40 138 Werkzeuge. Ein Werkzeugmagazin, das in Sauerlach entwickelt und auch gefertigt wird, denn entgegen der weit verbreiteten Meinung verfügt Spinner über eine enorme Fertigungstiefe. Mit über 100 Mitarbeitern allein in Fertigung und Montage sowie 50 Auszubildenden werden beispielsweise Spindeln für Drehmaschinen, Strukturbauteile oder auch Werkzeugrevolver konstruiert und vor Ort gefertigt. Speziell die Werkzeugrevolver hatte man noch bis vor 12 Jahren von namhaften Herstellern bezogen. Auf eine Eigenfertigung hat man dann gesetzt, weil die Qualität dieser Bauteile den eignen Qualitätsanforderungen nicht mehr entsprach. So war es auch das Ziel zahlreicher Besucher, sich von diesem Fertigungs-Know-how und dem durchgängigen «Made in Germany» zu überzeugen.

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Transparenz für eine faire Partnerschaft

Begleitend zur Maschinenpräsentation und den Werksführungen ergänzte Spinner das Rahmenprogramm der Hausausstellung mit informativen Workshops. So zeigte beispielsweise Spinner Automation auf, wie sich die Produktivität von Fertigungslinien durch den Einsatz von Robotern steigern lässt oder Anlagenstillstände durch Positionskorrekturen vermieden werden können. Heidenhain dagegen sah die Steuerung in der Prozesskette vom CAD zum Fertigteil und Siemens referierte über Messen und Protokollieren sowie das Bearbeiten an der Gegenspindel. Neben Steuerungen und Software sind es aber auch zunehmend immer mehr die individuellen Anforderungen bzw. Lösungen, mit denen sich die Werkzeugmaschinenhersteller zu beschäftigen haben. Das gilt auch für Spinner, denn der Bedarf an Gesprächen mit der Entwicklungsabteilung über kundenspezifische Lösungen wie besondere Spannvorrichtungen, Rundtische oder auch schlüsselfertige Anlagen mit Taktzeitvorgaben war auch beim Open-House in Sauerlach ausgesprochen hoch. SMM

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