Lasersintern Produktivitätserhöhungmit Laser-Sintern

Redakteur: Anne Richter

>> Auf der Motek 2012 in Stuttgart zeigt EOS am Beispiel einer innovativen Greiferlösung das Potential additiver Fertigungsverfahren für den Sondermaschinenbau. Mittels Laser-Sinter-Verfahren konnte der Greifer optimal auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden und gleichzeitig die Produktivität erhöht sowie Kosten- und Materialeinsparungen erzielt werden.

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Der am Stand vorgestellte Greifer ist mit seinen ca. 60 g ein extremes Leichtgewicht und auf einem EOS-System und ohne Nachbearbeitung gebaut worden.
Der am Stand vorgestellte Greifer ist mit seinen ca. 60 g ein extremes Leichtgewicht und auf einem EOS-System und ohne Nachbearbeitung gebaut worden.
(Bild: EOS)

ari. EOS, führendes Unternehmen für integrierte E-Manufacturing-Lösungen für industrielle Anwendungen, stellt vom 8. bis 11. Oktober 2012 in Stuttgart auf der diesjährigen Motek mit seinem additiven Fertigungsverfahren seine zukunftsweisende Technologie für den Sondermaschinenbau vor. Auf der internationalen Leitmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation präsentiert das Unternehmen seine Laser-Sinter-Verfahren, das nicht nur neue Konstruktionslösungen ermöglicht, sondern mit dem gleichzeitig auch erhebliche Wettbewerbsvorteile im Sondermaschinenbau erzielt werden können. Am Beispiel einer innovativen Greiferlösung zeigt EOS auf dem Stand sehr anschaulich, wie durch dieses Verfahren ein Greifer optimal auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden kann, gleichzeitig die Produktivität erhöht sowie Kosten- und Materialeinsparungen erzielt werden können.

Produktivitätssteigerungund Kosteneffizienz

Nikolai Zaepernick, Business Development Manager bei EOS, dazu: «Der Sondermaschinenbau ist ein Impulsgeber für viele andere Branchen. Themen wie Energie-/Ressourceneffizienz oder stetige Produktivitätssteigerung haben bei vielen Kunden hohe Priorität.

Im Sondermaschinenbau geht es darüber hinaus noch um kosteneffiziente Komponenten bei kleinen Serien bis hin zur Losgrösse eins. Hier sind innovative Produktionsprozesse und Prozessoptimierungen gefragt. Das Laser-Sintern gibt hier Antworten. Wir unterstützen die Branche dabei, immer wieder neue, zukunftsweisende Wege zu gehen.

Unabhängig von den Einschränkungen der konventionellen Fertigung können 3D-Daten mit diesem Verfahren direkt in Bauteile umgesetzt werden. Konventionelle Verfahren können so ergänzt, in einigen Fällen eventuell sogar ersetzt werden.»

Spezielle Konstruktionfür Sondermaschinenbau

Rund zwanzig Prozent einer Sondermaschine sind Schnittstellenkomponenten, die zumeist zeit- und kostenintensiv speziell konstruiert werden müssen und in der Regel nicht mit Normteilen bedient werden können. Sie müssen individuell auf den Arbeitsprozess des Kunden und seine Sondermaschine hin angepasst werden, die Stückzahl ist meistens klein.

Wird lasersintergerecht konstruiert und gefertigt, so kann diese Technologie ihre Stärken gegenüber konventioneller Konstruktion und Produktionsprozessen voll ausspielen – und das kosteneffizient bei kleinen Losgrössen.

Am Stand geht Hannes Kuhn, Geschäftsführer von Kuhn-Stoff, gerne der Frage nach, für welche Applikationen das Laser-Sintern besondere Vorteile bietet und wie die Potentiale dieser Technologie in einem Produkt umgesetzt werden können und welche Grundsatzregeln in der Konstruktion dabei beachtet werden müssen. Kuhn erklärt dazu: «Der am Stand vorgestellte Greifer ist mit seinen ca. 60 g ein extremes Leichtgewicht. Er ist in Leichtbauweise auf einem EOS-System und ohne Nachbearbeitung gebaut worden. Der Greifer ist sehr robust – nach ca. 5 Mio. Testzyklen haben wir den Dauerversuch abgebrochen. Im vorliegenden Fall nimmt der Greifer ein 200 g schweres Teil auf und kann es durch die Leichtbauweise viel schneller beschleunigen, abbremsen und genauer positionieren. Daraus resultiert eine deutlich höhere Produktivität und das geringere Gesamtgewicht von Greifer und zu positionierende Teil kann dazu führen, dass auch der Greifarm kleiner ausgelegt werden kann.»

Viele Gestaltungsmöglichkeiten bei schneller Produktion

Zaepernick und Kuhn sind sich einig: Das additive Fertigungsverfahren des Laser-Sinterns vereint höchstmögliche Gestaltungsmöglichkeiten (Design-Driven Manufacturing) bei der Konstruktion mit einer schnellen, flexiblen Fertigung. Da die Produktion hierbei direkt auf Basis von 3D-CAD-Daten erfolgt, können Wünsche des Endkunden massgeschneidert, schneller und zu erheblich niedrigeren Produktionskosten umgesetzt werden. <<

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