Maschinenauslastung Prozessoptimierung mit Maschinendatenerfassung

Redakteur: Anne Richter

Maschinendatenerfassungen (MDE) setzt man bislang meist dann ein, wenn es um den Nachweis von Spindelstunden und Maschinenauslastung geht. Den Einsatz solcher Überwachungssysteme definiert der Hersteller von Zahnimplantatsystemen Altatec neu, denn über die MDE «syn:frame» läuft mittlerweile nicht nur die gesamte Fertigungsplanung, sondern sie ist auch Basis für Prozessoptimierungen.

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Altatec ist Teil der weltweit operierenden Camlog-Gruppe und fertigt Zahnimplantat-Systeme. Das sind unterschiedliche Artikel und macht in der Summe über 3,5 Mio. Werkstücke pro Jahr.
Altatec ist Teil der weltweit operierenden Camlog-Gruppe und fertigt Zahnimplantat-Systeme. Das sind unterschiedliche Artikel und macht in der Summe über 3,5 Mio. Werkstücke pro Jahr.
(Bild: Altatec)

Häufig ist das Ziel eine effiziente Nutzung von Maschinen und das Vermeiden von Stillstandzeiten. Hinter dem Einsatz einer MDE verbirgt sich so meist das Vermeiden von Störgrössen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter, um die Produktivität zu steigern. Eine klare Definition über die Maschinenauslastung wollte man auch beim Unternehmen Altatec. In Wimsheim baut der Einsatz einer MDE allerdings auf einer völlig anderen Basis auf. Man fertigt zirka1200 unterschiedliche Artikel, das macht in der Summe über 3,5 Mio. Werkstücke (Implantate, Abutments, Zahnarzt-Instrumente) pro Jahr. Dazu Frank Brosig, Teamleiter CNC-Fertigung bei Altatec: «Früher ordneten wir die Aufträge an die jeweiligen Maschinen noch über Excel-Tabellen zu. Ein Auftrag, das sind zirka 3000 Teile, wie Implantate oder auch Instrumente mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten. Deshalb war für uns nicht abzusehen, wie lange ein Auftrag läuft. Eine zuverlässige Fertigungsplanung war so unmöglich. Ausserdem konnten wir auf keine realen Daten zurückgreifen, um die Auslastung bzw. Effizienz der Maschinen festzustellen.»

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Basis für Prozessoptimierungen

So begann man bei Altatec vor mehr als 10 Jahren, die Maschinen- und Stammdaten mit einer MDE zu erfassen. Ziel war, die Fertigungsplanung auf eine zuverlässige Basis zu stellen und gleichzeitig eventuell notwendige Prozessoptimierungen einzuleiten. Mit dem Einsatz der «syn:frame»-Plantafel ist das sehr eindrucksvoll gelungen, denn die Arbeitsvorbereitung erhält seither über die anstehenden Aufträge ein klar definiertes Zeitfenster. Was die Effizienz der Maschinen angeht, ist man bei Altatec in der glücklichen Lage, dass man auf Vergleichswerte zurückgreifen kann. Läuft ein Werkstück oder ein artverwandtes Werkstück auf einer bestimmten Maschine schneller, lassen sich so die Prozesse auf Grund dieser Erkenntnisse optimieren. In der Summe bildet «syn:frame» so mittlerweile kontinuierlich die Basis für aktuelle Kapazitäten in der Arbeitsvorbereitung. Jan Allgeier, Geschäftsführer JGA Software Solutions sieht auch deshalb die Zeiten, in denen eine MDE nur ermittelt, ob eine Maschine steht oder nicht, als Vergangenheit: «Die Plantafel plus die grafische Übersicht sind bei uns heute der Kern einer MDE. Über diese Features lässt sich sehr früh erkennen, ob man mit einem Auftrag im Limit ist. Steht eine Maschine, sieht man sofort, wie sich der Auftrag zeitlich entwickeln wird, und kann entsprechend reagieren. Das gilt selbstverständlich auch im positiven Sinn, denn ist ein Auftrag beispielsweise früher abgearbeitet als geplant, lassen sich so auch die freien Kapazitäten entsprechend verplanen.»

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