Hermle hat auf der AMB neben dem 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 42 U MT auch zwei Automationslösungen präsentiert. Das Robotersystem RS adaptiert an ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 250 und ein Handlingsystem HS flex adaptiert an ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 32.
Draufsicht in das Robotersystem RS 1 adaptiert an zwei Hermle Bearbeitungszentren C 22 U links und rechts – bis zu drei Speichermodule sorgen für eine lange autonome Laufzeit und beherbergen Paletten, Universalmatrizen und Greifer.
(Bild: Hermle)
Zwei Automationslösungen in Komplettausstattung und ein Bearbeitungszentrum in Mill/Turn-Ausführung waren die technischen Highlights der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG auf der AMB 2022 in Stuttgart. Neben dem 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 42 U MT in Mill/Turn Ausführung hat Hermle auch das Robotersystem RS adaptiert an ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 250 und ein Handlingsystem HS flex adaptiert an ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 32 vorgestellt.
Handlingsystem – für prozesssichere Automation
Das Handlingsystem HS flex basiert auf mehreren Komponenten, welche als komplette Einheit geliefert und adaptiert wird. Lediglich die Werkstückspeichermodule werden vor Ort montiert und justiert. Somit ist die Gesamtinstallation – alle Hermle Bearbeitungszentren werden ebenfalls fertig montiert geliefert – in sehr kurzer Zeit möglich und der Anwender kann schnell mit den Bearbeitungen beginnen. Das flache Mineralgussbett, auf welchem die drei Achsen der Handlingeinheit geführt werden, bietet einen ergonomisch sehr guten Zugang für den Bediener. Die beiden Flügeltüren, welche bereits bei den Robotersystemen von Hermle ihren Funktionseinsatz unter Beweis gestellt haben, sind mit einer Doppelfunktion belegt. Bei einem Werkstückwechselvorgang versperren sie den Zugang für den Bediener, während der Bearbeitung des Werkstückes geben sie den Zugang zum Arbeitsblickfeld und Arbeitsraum frei und versperren gleichzeitig den Zugang zur Handlingeinheit.
Die Dreh-, Hub- und Linearachsen der Handlingeinheit ermöglichen eine präzise Bewegung der bis zu 450 kg schweren Werkstücke inkl. Palette zwischen dem Rüstplatz, den Speichermodulen und dem Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums. Es können Paletten bis zu 500 × 400 mm gehandelt werden. Um mögliche Fehlerquellen für den Bediener zu reduzieren, wird am Rüstplatz bereits die maximale Werkstückhöhe abgefragt, so dass keine Werkstücke mit zu grossen Abmessungen eingeschleust werden können. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Entwicklung der Speichermodule gelegt. Im Standard ist ein Modul verbaut, optional ist die Adaption eines zweiten Moduls möglich. Die Module sind in Regalbauweise aufgebaut und bieten höchstmögliche Individualität in der Paletten-/Werkstückauslegung. Es können bis zu vier Regalböden mit insgesamt bis zu 20 Palettenspeicherplätzen pro Modul geordert werden. Somit stehen beim Einsatz von zwei Speichermodulen bis zu 40 Palettenplätze zur Verfügung.
Robotersystem für die Paletten- und Werkstückautomation
Das Robotersystem RS 1 ist die vollwertige Kombizelle für die Paletten- und Werkstückautomation und überzeugt mit maximaler Flexibilität und Produktivität. Das Regalspeicherkonzept sorgt für eine ausgesprochen hohe, autonome Laufzeit, Greifer- und Vorrichtungswechsel laufen automatisch ab und der vollwertige Rüstplatz ermöglicht ein hauptzeitparalleles Rüsten von Paletten und Werkstückträgern. Das macht das RS 1 zur passenden Automationslösung für viele Betriebe, es ist aber noch längst nicht alles. Die Entscheidung: 1- oder 2-Maschinensystem. Das Robotersystem RS 1 ist hochvariabel und kann mit einer Maschine verwendet oder mit zwei Maschinen für maximalen Output miteinander verkettet werden. Es kann auch später von einem auf zwei Bearbeitungszentren nachgerüstet oder um ein drittes Regalmodul, eine Waschanlage, eine Messmaschine oder ein fahrerloses Transportsystem (FTS) erweitert werden. Mit einer Aufstellfläche von nur 12 m2 bietet das Robotersystem RS 1 immer freien Zugang zu den Arbeitsräumen der Maschinen, ganz gleich, ob ein oder zwei Bearbeitungszentren angedockt sind.
Das Gesamtkonzept RS 1 funktioniert mit verschiedenen Hermle-Bearbeitungszentren, dabei ist es völlig egal, ob zwei gleiche Maschinen oder zwei unterschiedliche miteinander verkettet werden. Bei einer Maschine wird die Automation mit dem Hermle-Automation-Control-System, kurz HACS, oder mit dem Fertigungsleitsystem Soflex, bei zwei Maschinen immer mit Soflex gesteuert. Die NC-gesteuerten Langhubspanner und Greifer erlauben einen vollautomatischen Werkstückwechsel. Im Zusammenspiel mit der individuellen Teilebevorratung durch stufenlos einstellbare Universalmatrizen erhöht das innovative Robotersystem RS 1 die Produktivität automatisch. Gerade hier liegt einer der grössten Vorteile: NC-Greifer und automatisch verstellbare Spannmittel passen sich – durch den sehr grossen Greif- und Spannbereich – den Werkstückrohlingen an, so dass manuelle Eingriffe nahezu eliminiert werden.
Fräs- und Drehbearbeitung in einer Aufspannung
Mit der C 42 U MT (Mill/Turn) hat Hermle an einem Engine Case die Vorzüge der Fräs- und Drehbearbeitung in einer Aufspannung gezeigt. Gerade im Bereich der Luft- und Raumfahrt und dem Rennsport findet diese Lösung immer wieder seine Abnehmer. Die C 42 U MT ist mit einer S-840-D-Steuerung ausgestattet und bietet mit dem NC-Schwenkrundtisch mit einer Tischzuladung bis 700 kg bei bis zu 800 1/min beste Voraussetzungen für die optimale Fräs-/Drehbearbeitung in einer Aufspannung. Das integrierte Wuchtsystem sorgt für perfekten Rundlauf. Auch sicherheitstechnisch sorgt die C 42 U MT mit einem verstärkten Dachteil, einer Produktionskabine und einer Auffahrsicherung für ein gutes und sicheres Gefühl an der Maschine. -ari- SMM
Stand vom 30.10.2020
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