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Qualifikationsbereich «Individuelle praktische Arbeit»

| Autor / Redakteur: Gerhard Vogelbacher / Lya Bartholet

>> Mit Inkraftsetzung der neuen Bildungsdokumente per 1.1.2009 werden die Lernenden der vierjährigen Grundbildung die betriebliche Ausbildung zum/zur Polymechaniker/-in EFZ, Produktionsmechaniker/-in EFZ und Mechanikpraktiker/-in EBA erstmals im Prüfungsjahr 2013 nach den neuen Ausführungsbestimmungen, Ausgabe 1. Januar 2013, abschliessen.

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Die Schulungen wurden in Zusammenarbeit mit dem EHB – Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung in Zollikofen, Lausanne und Lugano – durchgeführt.
Die Schulungen wurden in Zusammenarbeit mit dem EHB – Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung in Zollikofen, Lausanne und Lugano – durchgeführt.
(Bild: Swissmechanic)

Neu haben wir für alle sieben MEM-Grundbildungen eine verbindliche Ausführungsbestimmung. Für Ausbildungsbetriebe, die mehrere Berufe ausbilden, ist dies eine wesentliche Vereinfachung. Die wesentlichen Änderungen sind: die Bewertung, Präzisierung von mehreren Aufträgen und von Serienarbeiten, das Vorgehen beim Unterbrechen und Abbrechen einer IPA und das Erstellen der Dokumentation während der vorgegebenen IPA-Zeit durch den Lernenden.

Die Expertenschulung dauerte einen Tag. In Workshops wurden die Themen Aufgabenstellung und Freigabe, Bewertung der berufsübergreifenden Fähigkeiten sowie Resultat und Effizienz, Beurteilung der Präsentation, Vorbereitung und Bewertung eines Fachgespräches bearbeitet. Die Schulungen wurden in Zusammenarbeit mit dem EHB – Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung in Zollikofen, Lausanne und Lugano – durchgeführt. Gesamtschweizerisch wurden im 4. Quartal 2011, 4. Quartal 2012 und Januar 2013 900 Experten/-innen in der Deutschschweiz, 230 Experten in der Romandie und 30 Experten im Kanton Tessin mit der neuen Ausführungsbestimmung vertraut gemacht. Die teilnehmenden Experten nehmen vielfach auch die Funktion als Fachvorgesetzte wahr. Die Schulung der Fachvorgesetzten dauerte einen halben Tag mit den Themen Aufgabenstellung und Freigabe, Bewertung der berufsübergreifenden Fähigkeiten sowie Resultat und Effizienz. Im gleichen Zeitraum wie die Expertenschulung wurden 650 Fachvorgesetzte in der Deutschschweiz, 100 Fachvorgesetzte in der Romandie und 40 Fachvorgesetzte in Kanton Tessin in den neuen Ausführungsbestimmungen geschult.

Die IPA wie ein Projekt

An einer IPA sind verschiedene Akteure beteiligt. Der Fachvorgesetzte als Projektleiter, der die Aufgabenstellung (Projektinhalt) definiert, der Lernende, welcher das Projekt unter den Kriterien Kosten, Zeit und Qualität realisiert, und der Experte, der sicherstellt, dass das Projekt nach den Vorgaben umgesetzt wird und dass die durch den Fachvorgesetzten vorgeschlagene Bewertung nachvollziehbar und realistisch ist. Jedem Projektleiter ist bekannt, dass bei einem Projektstart mit zu viel Unbekanntem die Gefahr gross ist, dass das Projekt nicht erfolgreich realisiert werden kann. Ausser für alles Unbekannte liegen zeitgerecht eine Lösung oder die notwendigen Informationen vor. Und so ist es auch bei einer IPA. Experten und Fachvorgesetzte sind sich einig, dass für die «Individuelle praktische Arbeit» eine gut definierte Aufgabenstellung (Projekt) die Voraussetzung ist, um eine den berufsspezifischen Anforderungen gute Prüfung durchzuführen.

Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der MEM-Berufe hat an der Sitzung vom 16.1.2013 die neuen Ausführungsbestimmungen als verbindlich genehmigt.

Neu stehen die Dokumente auf unserer Homepage www.swissmechanic.ch → AKTUELLES als PDF- oder als Word-Formatvorlage kostenlos zur Verfügung. Das Dokument «Bewertung» ist vorerst nur in Papierform erhältlich.

SWISSMECHANIC wird im Zeitraum November 2013 bis Januar 2014 wiederum eine halbtägige Schulung für Fachvorgesetzte anbieten. Schulungsorte und Termine werden bis zu Beginn der Sommerferien auf unserer Homepage aufgeschaltet sein.

Wir bedanken uns bei allen Prüfungsbehörden und Fachvorgesetzten für ihre engagierte und wertvolle Arbeit und wünschen Ihnen ein gutes Prüfungsjahr 2013. <<

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