Spanntechnik

Qualität lohnt sich

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So bleibt der KSS am Fräser ohne umständliches Zubehör

Formenbauer nutzen gern hohe Umdrehungen, um optimale Oberflächen zu erreichen. Beim Fräsen tiefer Kavitäten oder Taschen ist es jedoch wichtig, dass die Späne zuverlässig herausgespült werden. Das funktioniert nur, wenn der KSS-Strahl mit hohem Druck auf die richtige Stelle trifft. Haimer hat dieses Problem in der eigenen Fertigung erkannt und so lange an einer Lösung getüftelt, bis Cool Flash entwickelt war. Als Vorläufer gab es bereits das Cool Jet-System, das Kühlmittelbohrungen in Schrumpf- und andere Spannfutter integriert. Durch zwei oder drei Düsen wird der Kühlschmierstoff direkt zur Werkzeugschneide transportiert. Diesen Ansatz hat der Hersteller nun zum Cool Flash-System weiterentwickelt, das in Schrumpfaufnahmen integriert werden kann. Am Ende des Spannfutters wird auf die Cool Jet-Bohrungen eine Scheibe angebracht, die einen schmalen Ringspalt mit Schlitzen gegenüber dem Werkzeugschaft freilässt. So wird der Kühlschmierstoff nicht nur punktuell sondern ringförmig auf das Werkzeug geleitet und kann sich wie ein Mantel um das Werkzeug legen. Der KSS bleibt am Fräserschaft haften und gleitet dort – auch bei hohen Drehzahlen – als Film in der Spannut zur Schneide. Das Ein- und Ausschrumpfen ist bei Cool Flash ebenfalls problemlos ohne umständliche Montage möglich.

Für Jörg Lehmann ist diese Option auf alle Fälle ihr Geld wert. «Wo wir bisher bei kritischen Bearbeitungen wie dem Taschenfräsen den Vorschub verringern mussten, können wir jetzt in normaler Geschwindigkeit durchfahren. Da klemmt kein Span, da bricht kein Fräser aus. Wir nutzen alle Möglichkeiten, Cool Flash einzusetzen. Denn neben der höheren Prozesssicherheit sparen wir gegenüber der Schwallkühlung von aussen auch noch am KSS-Verbrauch.»

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