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Spanntechnik Qualität lohnt sich

Redakteur: Matthias Vogel

Um die Produktivität der Fräsbearbeitung in einem Formenbaubetrieb zu steigern, darf man das Augenmerk nicht nur auf leistungsstarke Maschinen richten. Auch die Werkzeugaufnahmen können sparen helfen. So geschehen im Formenbau der Langer GmbH & Co. KG. Mit den qualitativ hochwertigen Haimer Power Shrink Chucks konnte bei manchen Bearbeitungen die Gesamtbearbeitungszeit auf fast die Hälfte gesenkt werden.

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Die modernen Bearbeitungszentren bei Langer wie beispielsweise die Hermle C42U sind mit Werkzeugen bestückt, die vorwiegend in Haimer Power Shrink Chucks und Power Mini Shrink Chucks (die schlanken Futter rechts) gespannt sind.
Die modernen Bearbeitungszentren bei Langer wie beispielsweise die Hermle C42U sind mit Werkzeugen bestückt, die vorwiegend in Haimer Power Shrink Chucks und Power Mini Shrink Chucks (die schlanken Futter rechts) gespannt sind.
(Bild: Haimer)

Innerhalb der etwa 60 Mitarbeiter starken Formenbau-Abteilung nimmt die mechanische Fertigung der Formwerkzeuge eine zentrale Position ein. Schliesslich gilt es, in möglichst kurzer Zeit Spritzgiesswerkzeuge zu fertigen, die den hohen Ansprüchen der Kunden – zumeist aus der Automobilbranche – genügen. Die Daten aus der Konstruktionsabteilung in qualitativ hochwertige Werkzeuge aus Aluminium-Knetlegierungen oder Formenstahl der Typen 2312 und 2767 umzusetzen, ist zum Grossteil die Aufgabe des Teams «NC-Bearbeitung». Ihr Gruppenleiter Jörg Lehmann erklärt, dass die Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Maschinen, Werkzeugaufnahmen und Werkzeugen ein Faktor sei, der sich unmittelbar auf die Durchlaufzeit auswirke. So stehen in seinem Zuständigkeitsbereich sechs moderne, drei- bis fünfachsige Bearbeitungszentren von DMG, Mikron und Hermle. Während auf Werkzeugseite verschiedene hochwertige Fabrikate zum Einsatz kommen, vertraut der gelernte Modellbauer bei der Werkzeugaufnahmen im Wesentlichen auf einen Partner: «Seit wir im Jahr 2008 zum ersten Mal die Power Shrink Chucks von Haimer getestet haben, sind wir bei diesem Hersteller geblieben.»

Der Anlass, sich nach einem leistungsstarken Partner für Werkzeugaufnahmen umzusehen, war eine gewisse Unzufriedenheit mit den bis dahin eingesetzten Schrumpffuttern. Sie brachten schon nach verhältnismässig wenigen Schrumpfvorgängen nicht mehr die gewünschten Haltekräfte auf. Ein Punkt, in dem die Haimer Schrumpffutter um Längen überlegen sind, wie Jörg Lehmann nach mittlerweile mehrjähriger Erfahrung betont.

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Theorie und Praxis der Schrumpffutter

Der Grund dafür liegt im hochwertigen Stahlwerkstoff, der Verarbeitung und in konstruktiven Unterschieden. Wichtig ist zum Beispiel eine enge Passbohrung, die das Werkzeug in einem möglichst langen Bereich umfasst. Dabei spielt die Einführfase beim Fräsereingang eine wesentliche Rolle. Hier entscheidet sich, wie gross die Auskraglänge und damit die Steifigkeit des Werkzeuges ist. Schrumpffutter mancher Hersteller räumen der Einführfase fünf bis zehn Millimeter Länge ein. Folglich kommt es an dieser Stelle zu keiner Spannung, und es entsteht keine Haltekraft. Die Auskraglänge des Werkzeuges wird unnötig erhöht. Ähnlich verhält es sich am hinteren Ende der Passung, wo das Futter oft grosszügig frei gedreht wird. Auch hier kann keine Spannung zustande kommen, die das Werkzeug hält. In Folge ist der Passungsbereich relativ kurz. Dazu kommt noch der Durchmesser der Passbohrung. Die Theorie interessiert den Praktiker Jörg Lehmann nur am Rande. Für ihn sind die Eigenschaften beim Fräsen entscheidend: «Die Haimer Schrumpffutter, insbesondere die Power Mini Shrink Chucks, haben unser ganzes Team begeistert, weil sie uns tatsächlich einen riesen Fortschritt in der Fertigung gebracht haben. Im oberen Bereich bieten sie viel Masse, die vibrationsmindernd wirkt, und ihre schlanke Form im unteren Bereich prädestiniert sie für die Bearbeitung enger Konturen.»

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