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SARS-CoV-2-Pandemie Qualitätsmaschinen in der Medizintechnik

| Redakteur: Anne Richter

Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat Hamilton, führender Hersteller von Beatmungsgeräten, seine Produktionskapazität um 50% erhöht. Das Herzstück der Produktion sind mehrere Tornos-Maschinen, die mit voller Leistung laufen, um wichtige Bauteile für Beatmungsgeräte herzustellen.

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Die Tornos Evodeco 10 bietet dank dem modularem Werkzeugsystem flexible Möglichkeiten bei der Herstellung komplexester Teile.
Die Tornos Evodeco 10 bietet dank dem modularem Werkzeugsystem flexible Möglichkeiten bei der Herstellung komplexester Teile.
(Bild: Tornos)

Allgemein bekannt ist erst seit der Coronavirus-Pandemie, dass Beatmungsgeräte für Patienten mit schweren Atemwegssymptomen eine wichtige Rolle spielen und ihre Überlebenschancen verbessern. Die Hersteller haben in den letzten Monaten hart daran gearbeitet, die seit Ende Januar enorm gestiegene Nachfrage nach Beatmungsgeräten zu befriedigen.

«Wir arbeiten Tag und Nacht, auch am Wochenende, und scheuen keine Mühen», verkündet der in Bonaduz ansässige weltweit führende Hersteller von Beatmungsgeräten Hamilton.

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Vision der Beatmung im geschlossenen Kreislauf

Die medizintechnische Abteilung von Hamilton wurde 1983 gegründet – nach einem ausführlichen Gespräch über die Zukunft der Medizin mit einem ehemaligen NASA-Mitarbeiter, der Anästhesist geworden war. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Steve Hamilton, entwickelte die Vision der Beatmung im geschlossenen Kreislauf, um die Blutgaswerte automatisch mit dem Betrieb des Beatmungsgerätes zu koordinieren – ein intelligentes Beatmungsgerät, das die Sicherheit der Patienten verbessert und die Arbeitsbelastung der Ärzte verringert, während sie gleichzeitig die Kontrolle behalten.

Automatisierte Testlösung für Coronavirus

Hamilton bietet Lösungen für jede Situation. Nicht nur Beatmungsgeräte mit der gleichen Standard-Benutzeroberfläche und den gleichen intelligenten Beatmungstechnologien, sondern auch Zubehör und Verbrauchsmaterialien, die speziell zur Optimierung des Bedienkomforts und der Patientensicherheit entwickelt wurden. Ausserdem ist Hamilton auch führend bei hochwertigen Diagnosesystemen, wobei die Forschung und Entwicklung im Life-Science-Bereich vorangetrieben wird.

Für eine schnelle Hochdurchsatz-Testung für Diagnostik und Forschung von SARS-CoV-2 hat Hamilton beispielsweise zwei neue, automatisierte Assay-​Ready-Pipettier-Automaten entwickelt.

Hochpräzise Bearbeitungslösung für empfindliche Komponente

Gleichzeitig profiliert sich Hamilton auch mit anderen führenden Systemen für Medizintechnik, Pharmakologie und Laboranalytik. Und gerade auf diesem Gebiet zeichnet sich Tornos seit 22 Jahren dadurch aus, dass man Hamilton mit der Produkt­reihe Deco eine hochpräzise Lösung anbietet. Damals stand Hamilton vor grossen Problemen bei der Lieferung einer sehr empfindlichen Komponente für automatisierte Pipettiersysteme mit Mehrkanalpipetten. Tornos wurde gebeten, auf dieses Problem zu reagieren, und konnte sofort eine geeignete Lösung präsentieren. Hamilton war von der Präzision der Deco 2000 von Anfang an begeistert und bestellte daraufhin sechs weitere Maschinen, zwei davon für ihre rumänische Tochtergesellschaft. 22 Jahre später laufen die Tornos-Maschinen am Standort Bonaduz immer noch auf Hochtouren, heute mehr denn je.

Bauteile für Beatmungsgeräte

«Wir stellen mehrere der wesentlichen Teile unserer Beatmungsgeräte auf einer Evodeco 10 her», erklärt Verenio Vitali, Polymechaniker bei Hamilton, der hauptsächlich an Drehautomaten von Tornos arbeitet. Ebenso wird ein sehr wichtiges Bauteil für Dosiereinheiten im Bereich Robotics auf der Evodeco 10 produziert. Dabei handelt es sich um eine Q-Mutter aus PEEK, die in den Dosiereinheiten eingesetzt wird. Dieses kleine Bauteil übernimmt eine wichtige Rolle im gesamten Prozess. Dies ist eine gute Möglichkeit für Tornos, ein noch stärkeres Anse­hen zu gewinnen und eine Zusammenarbeit fortzusetzen, die kurz nach dem Start des Medizingeräteherstellers Hamilton in der Schweiz begann.

Präzision und Zuverlässigkeit sind bei Geräten zur künstlichen Beatmung von grösster Bedeutung, heute mehr denn je. Präzision und Zuverlässigkeit sind auch für die medizinische Diagnose und für die Analyse chemischer Substanzen ein Muss. Hamilton und Tornos konnten ihr Fachwissen bündeln, um diesem ständig wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Tornos mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem soliden Fachwissen im medizinischen Bereich ist somit Teil einer Dynamik, die der neuen, noch stärker auf den medizinischen und zahnmedizinischen Sektor ausgerichteten Marktstrategie des Unternehmens entspricht. Denn Tornos hat sich dafür entschieden, den Menschen in den Mittelpunkt seiner Anliegen und die Technologie in den Dienst der Gesundheit und des Wohlbefindens aller zu stellen. SMM

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