Umschlagslogistik

Rampensteuerung verkürzt die Durchlaufzeiten

| Autor / Redakteur: Katrin Woywod / Bernd Maienschein

Lkw an der Rampe: Hier entscheidet die effektive Steuerung der anliefernden und abholenden Trucker und Spediteure über Zeit und Geld.
Lkw an der Rampe: Hier entscheidet die effektive Steuerung der anliefernden und abholenden Trucker und Spediteure über Zeit und Geld. (Bild: www.andreas-buck.de)

Der Ground Handling Agent FCS will bei größtmöglicher Qualität und Sicherheit möglichst schnelle Durchlaufzeiten im Cargo Handling erzielen. Dabei unterstützt ihn ein neues Modul von „FAIR@Link“: das Rampensteuerungssystem (RSS). RSS bedeutet eine deutliche Prozessverbesserung und Arbeitserleichterung.

Das RSS bedeutet seit dem Frühjahr 2017 eine deutliche Prozessverbesserung und Arbeitserleichterung für FCS Frankfurt Cargo Services und für alle anliefernden/abholenden Trucker und Spediteure. Es ermöglicht einen insgesamt planbaren, transparenten Abwicklungsprozess und schafft Freiräume, weiteres Umschlagswachstum künftig effektiv handeln zu können.

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Im Rahmen regelmäßiger Workshops mit DAKOSY wurden Anfang 2016 die Anforderungen für die elektronisch unterstützte Rampensteuerung festgelegt. Steffen Kuhn, Leiter Infrastruktur, Qualitäts- und Projektmanagement, hat das RSS von der Konzeptionierung bis zur Einführung aktiv begleitet und ist insgesamt sehr zufrieden: „Entscheidend war, dass die operativ verantwortlichen Mitarbeiter für die Export- und Importprozesse ihr Knowhow und ihre Anforderungen einbringen konnten.“

Mitarbeitern bei der Digitalisierung zur Seite stehen

Ab Mitte 2016 startete DAKOSY mit der Umsetzung. Durch Einsatz der agilen Softwareentwicklung, bei der kurze Entwicklungssprints dafür sorgen, dass dem Kunden jeder Entwicklungsfortschritt in einer Testumgebung verfügbar gemacht wird, konnte FCS den Prozess aktiv begleiten und steuern. Im Januar 2017, kurz vor der Inbetriebnahme, wurden die Mitarbeiter geschult. Kuhn hat die Schulungen aktiv begleitet, auch um den Kollegen bei ihrem Schritt in die Digitalisierung zur Seite zu stehen: „Von den Mitarbeitern wurden noch zusätzliche Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert, die in einem weiteren Entwicklungssprint umgesetzt wurden. Davon haben wir gleich mehrfach profitiert. Zum einen fühlten sich die Mitarbeiter besser eingebunden. Ihre Vorbehalte gegenüber der neuen Technik konnten reduziert werden und wir sind mit einem noch praxisnäheren Rampensteuerungssystem in den Betrieb gestartet.“

Rampensteuerungssystem bestätigt die Reservierung automatisch

Um eine Rampe zu reservieren, sendet der Spediteur eine TPA (Transportvoranmeldung) an FAIR@Link. Die TPA beinhaltet unter anderem die gewünschte Uhrzeit für die Be-/ Entladung, Informationen zur Fracht(AWBs), besondere Anforderungen zur Behandlung der Fracht, Gefahrgutinformationen. FAIR@Link beleuchtet die Daten hinsichtlich der von FCS als relevant erachteten Kriterien und weist automatisch eine Rampe für ein bestimmtes Zeitfenster zu. Hierbei wird FAIR@Link allen erforderlichen Restriktionen gerecht, dazu zählen auch besondere Kundenvereinbarungen. Findet das System keine Rampe zum gewünschten Zeitpunkt, erhält der FCS-Mitarbeiter einen prominent platzierten Hinweis und disponiert die Rampenverabredung manuell ganz einfach mittels Drag-and-drop. Bei Bedarf kann er auch eine Reservierung canceln, einen Rampenplatz oder die Slot-Dauer anpassen. Am Ende einer jeden Anmeldung wird der Spediteur automatisiert durch FAIR@Link über die Bestätigung der Reservierung und weitere Details informiert.

Schulung und Einarbeitung der Mitarbeiter in das bedienerfreundliche Rampensteuerungssystem klappen sehr gut.
Schulung und Einarbeitung der Mitarbeiter in das bedienerfreundliche Rampensteuerungssystem klappen sehr gut. (Bild: FCS)

„Da das Rampensteuerungssystem sehr bedienerfreundlich ist, klappte die Schulung und Einarbeitung der Mitarbeiter sehr gut“, betont Kuhn und führt weiter aus: „Das RSS zeichnet sich durch intuitiv zu bedienende Oberflächen aus. Durch die farbliche Hinterlegung von Pflichtfeldern, Auswahllisten oder Stammdaten für Fahrzeug- und Fahrerdaten sowie nützliche Hinweise zu den Eingabefeldern ist die TPA im Handumdrehen erfasst. Sehr nützlich sind auch die Statusmeldungen, die jeden Fortschritt bei der Abwicklung melden. Messpunkte sind zum Beispiel ,Start der Kontrolle der Frachtpapiere‘, ,Beginn der Be-/Entladung‘, ,Lkw ist komplett abgefertigt‘. Durch diese Transparenz können wir die einzelnen Prozessschritte besser aufeinander abstimmen und die Durchlaufzeiten je Vorgang erheblich reduzieren.“

Bevorzugte Behandlung bedeutet Zeitgewinn für die Trucker

Seit einem halben Jahr ist das Rampensteuerungssystem im Betrieb. Bereits über 50 Spediteure beziehungsweise Transporteure sind angebunden. Noch wird es nur für definierte Rampen eingesetzt, langfristiges Ziel ist aber die flächendeckende Nutzung. Dass vor ihm noch ein langer Weg liegt, weiß Kuhn. Er ist optimistisch: „Gemeinsam mit DAKOSY stellen wir zurzeit das RSS bei den Spediteuren vor und versuchen, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Auch informieren wir über Newsletter, Broschüren und E-Mails. Jeder Spediteur, der über das System bucht, wird bei der Abfertigung priorisiert. Diese bevorzugte Behandlung bedeutet für alle anliefernden und abholenden Trucker einen deutlichen Zeitgewinn und kommt daher sehr gut an.“

* Katrin Woywod arbeitet bei der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG in 20457 Hamburg, Tel. (0 40) 3 70 03-3 20, woywod@dakosy.de

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