Präzisionsfertigung Reduzierte Fertigungszeiten im Präzisionsgetriebebau

Redakteur: Thomas Koch

Als Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Erzeugung von Stahl- und Nichteisenprodukten steht bei der SMS Siemag die Qualität und somit die Präzisionsfertigung der Teile und Baugruppen im Mittelpunkt sämtlicher Produktionsprozesse. Grundlage dafür ist unter anderem die Präzision innerhalb kleiner Fertigungstoleranzen bei allen beweglichen Teilen, wie Getriebe, Lager, Wellen und Zahnräder. Seit Juni 2011 arbeitet ein Pama Fahrständer-Bohrwerk Speedram 3000 im Bereich der mechanischen Fertigung von Großgetrieben.

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Blick auf das Fahrständer-Bohrwerk Speedram 3000. Es steht auf einer Fläche von 300 m². Dazu kommen noch Flächen für periphere Einrichtungen wie Werkzeugschränke für Werkzeuge und Spannmittel sowie für die Werkzeugarena.
Blick auf das Fahrständer-Bohrwerk Speedram 3000. Es steht auf einer Fläche von 300 m². Dazu kommen noch Flächen für periphere Einrichtungen wie Werkzeugschränke für Werkzeuge und Spannmittel sowie für die Werkzeugarena.
(Bild: Pama, Springfeld)

Konzentration der Großgetriebefertigung

Es gibt eine Reihe von Wegen, die zu einer wirtschaftlicheren Fertigung sowie zur Verkürzung von Lieferzeiten führen. Stets gehören die Erhöhung der Produktivität der Teilefertigung und die Optimierung logistischer Prozesse dazu. „Aus diesem Grunde“, erläutert Andreas Prümm von SMS Siemag, „haben wir für den Bereich der Großgetriebefertigung neue Strukturen geschaffen. Es ging um die Konzentration der Teile- und Baugruppenbearbeitung von Großgetrieben. In zwei eigens zu diesem Zweck investierten Fertigungshallen von zusammen etwa 4.000 m² führten wir in unmittelbarer Nähe zur schweißtechnischen Fertigung die mechanische Bearbeitung der Verzahnungsteile und der Getriebegehäuse sowie die Vor- und Endmontage zusammen. Mit der Neustrukturierung konnten wir die Transportprozesse optimieren und ein erhebliches Stück zur angestrebten Rationalisierung der Fertigung beitragen.

Zu den Zielen der Neuinvestition gehörte neben der Senkung der Fertigungskosten die Reduzierung der Lieferzeit für Großgetriebe um bis zu 40 Prozent. Für die mechanische Bearbeitung benötigten wir ein großes Bohrwerk. Aus dem Pflichtenheft ergab sich die Notwendigkeit für eine hohe Qualität der Bearbeitung und damit für hohe Positioniergenauigkeiten der zu installierenden Maschine. Sie sollte eine Toleranz innerhalb von 0,01 Millimeter auf der gesamten Teilelänge von 4 bis 5 Meter garantieren.“

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„Genau zur Zeit der Investitionsentscheidung“ schildert Willi Vogel, Pama-Vertriebsbevollmächtigter, „konnte Pama kurzfristig das passende Bohrwerk liefern. SMS Siemag konnte sich bei der schnellen Entscheidung auf die zwei bereits zuverlässig arbeitenden Pama-Bohrwerke stützen und hat, wie sich heute herausstellt, mit der Aufstellung des Speedram 3000 Bohrwerks genau richtig gelegen.“

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