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Präzisionsarbeit im Schwermaschinenbau
Die Speedram Fahrständer-Bohrwerke zeichnen sich durch eine präzise Zustellung auf allen Achsen aus sowie durch unterschiedliche Maßnahmen die thermischen Einflüsse möglichst klein zu halten. So besitzen die Speedram-Maschinen hydrostatische Führungen in allen Achsen. Um eine hohe Präzision des Ölfilms im hydrostatischen System zu erreichen, werden die hydrostatischen Taschen aus Bronze manuell geschabt. Auch die Traghülse im Spindelkasten wird an allen vier Seiten hydrostatisch geführt. Beim Dreh- und Verschiebetisch sind sowohl die Dreh- als auch die Verschiebeachse hydrostatisch gelagert.
Vielfältig sind die thermischen Einflüsse bei der mechanischen Bearbeitung. Genauso zahlreich sind aber auch die Maßnahmen, die Pama dagegen setzt. Dazu zählt die doppelwandige Ausführung des Ständers. „Sie bewirkt“, hebt Willi Vogel hervor, „nicht nur eine höhere mechanische Stabilität, sondern auch eine deutlich bessere Thermostabilität. Bei der Minimalmengenschmierung der Spindellager geht es weniger um die Reduzierung der Ölversorgung, sondern genau wie bei den anderen Lagern um die Sicherstellung der Ölzuführung, die neben der Schmierung auch für die Thermostabilisierung zuständig ist. Die Maschine arbeitet mit geschlossenen Kühlkreisläufen für sämtliche Schmiermittel, so dass sie mit einer definierten Temperatur wieder in die Maschine zurückfließen. Das heißt, auch die Kühlschmiermittel, die von innen und von außen an die Werkzeugschneide geführt werden, sorgen nicht nur für ein sicheres Ausspülen der Späne, sondern auch für die Kühlung des Werkstücks (Bild 8). Darüber hinaus bietet eine von Pama patentierte, automatische Echtzeit-Kompensation möglicher Längenausdehnungen der Bohrspindel beziehungsweise der Traghülse, eine weitere Möglichkeit, Wärmeeinflüsse zu Gunsten der Präzisionsbearbeitung zurückzudrängen.“
Bei den hohen Genauigkeitsanforderungen gehört auch die automatische Kompensation des Durchhangs der Traghülse, der Schwerpunktverlagerung des Spindelkastens sowie der Neigung des Ständers beim Ausfahren der W- und Z-Achsen zu den Maßnahmen, um die Präzision zu garantieren. Die Traghülsenkompensation erfolgt über zwei Zuganker, die hydraulisch über die Steuerung angesteuert werden. Das heißt, je nach Ausfahrposition der Traghülse wird eine entsprechende hydraulische Gegenkraft erzeugt, um die Traghülse gerade zu halten. Selbstverständlich sind dazu in der Siemens 840-D-Steuerung die Gewichte der unterschiedlichen Fräsköpfe hinterlegt.
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