Schweizer Schleif-Symposium 2026 Schleifprozesse optimieren

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Schleiftechnik-Experten aus Industrie und Wissenschaft treffen sich vom 5. bis 6. Oktober 2026 im Technopark Zürich zum Schleif-Symposium 2026. Es ist ein Treffpunkt für Experten aus der Industrie und Wissenschaftler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und innovative Technologien besprochen, die das Potenzial haben, Schleifprozesse in der Industrie massgeblich zu verbessern.

(Bild:  Inspire AG)
(Bild: Inspire AG)

Die über 30 Fachvorträge des Schleif-Symposiums decken ein breites Themenspektrum ab: von der Schleifscheibenüberwachung über Simulationen der Maschinen und Prozesse bis hin zur Oberflächenqualität des Schleifprozesses. Ein typisches Beispiel ist die thermische Fehlerkompensation: Damit Schleifprozesse auf wenige Mikrometer genau sind, werden die Maschinen heute warmgefahren, Produktionshallen klimatisiert und Kühlsysteme dauerhaft in Betrieb gehalten. Denn thermische Einflüsse wirken sich direkt auf die Struktur der Maschinen aus, die Abstände verändern sich und die Präzision nimmt ab.

Thermische Fehlerkompensation

Simulation der Temperaturverteilung einer Schleifmaschine.(Bild:  Inspire AG)
Simulation der Temperaturverteilung einer Schleifmaschine.
(Bild: Inspire AG)

Sebastian Lang und seine Gruppe von der Inspire AG haben zusammen mit der Agathon AG, einem Hersteller von Schleifmaschinen, ein datengetriebenes Verfahren entwickelt, mit dem sich die thermische Ausdehnung per Software kompensieren lässt, ohne dass die Werkhalle aufwändig gekühlt oder die Maschinen lange warmlaufen müssen. Dazu werden die thermischen Einflüsse systematisch erfasst und in einem digitalen Zwilling modelliert. Sobald das Verhalten der Maschine bekannt ist, genügen wenige Temperatursensoren an den richtigen Stellen und ein vereinfachtes Datenmodell, um die thermischen Einflüsse in Echtzeit zu kompensieren.

Maschinenflotte spart Energie

Anders als bei klassischen Kompensationsmodellen, die oft nur für die Maschine gelten, auf der die Daten erfasst wurden, ermöglicht eine cloudbasierte «Fleet Connectivity» die Erweiterung der Datenmodelle auf weitere Maschinen desselben Typs. Dazu werden auf der Referenzmaschine umfangreiche Messungen mit unterschiedlichen Lastzyklen durchgeführt. Auf dieser Basis entsteht ein robustes Modell, das sich mit geringem Messaufwand, beispielsweise während der Inbetriebnahme, auf weitere Maschinen desselben Typs übertragen lässt. So wird nicht nur der Schleifprozess präziser, sondern das Unternehmen spart auch Energie, da deutlich weniger gekühlt und klimatisiert werden muss.

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