Studer hat mit der S36 eine neue produktive Rundschleifmaschine für die Bedürfnisse in der E-Mobilität und anderen alternativen Antriebsarten vorgestellt. Das ebenfalls neue Ladesystem Uniload ist für die Aussenrundschleifmaschinen S31 und S33 konzipiert.
Schleifkopf der neuen Studer Produktionsrundschleifmaschine S36: Die S36 verfügt über einen festen Schleifkopf, wobei der Schleifscheibenwinkel mit 0, 15 oder 30 Grad wählbar ist.
(Bild: Studer)
Unter anderem auch durch die rasante Entwicklung bei der E-Mobilität und andere alternative Antriebsarten steigt auch der Bedarf an geeigneten Schleifmaschinen für eine neue Bauteilvielfalt im Fahrzeugbau. Deswegen hat Studer die neue Produktionsrundschleifmaschine S36 entwickelt und zum ersten Mal auf der Grinding Hub in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt.
Sie wird sich zwischen die kompakte S11 für kleine und die S22 für mittelgrosse Werkstücke einordnen. Viele Merkmale der neuen S36 ähneln der sehr erfolgreichen Vorgängerin, die weit über tausend Mal verkauft wurde. Neue Funktionalitäten für sich verändernde Anforderungen ergänzen dabei bewährte Konzepte. «Der Bedarf an wirtschaftlichen Schleiflösungen für mittlere bis grosse Serien bleibt auch bei der E-Mobilität konstant hoch», sagt Projektleiter Martin Habegger. Neben dem Fahrzeugbau wird die neue Maschine auch Anwendung in den Bereichen Hydraulik, Pumpen oder Werkzeugbau finden.
Die S36 verfügt über einen festen Schleifkopf, wobei der Schleifscheibenwinkel mit 0, 15 oder 30 Grad wählbar ist. Die Spitzenweite beträgt 650 mm und das maximale Werkstückgewicht liegt bei 150 kg. Dabei wurde auf bewährte Komponenten zurückgegriffen. Dazu gehören ein Maschinenbett aus Granitan und ein Werkstückspindelstock mit hochgenauen Wälzlagern. Das Maschinenkonzept ist ausgelegt für das produktive Aussenschleifen von Futter- und Wellenteilen. Mit der S36 bedient Studer verschiedenste Branchen. So erstreckt sich ihr Einsatzgebiet vom Formen- und Werkzeugbau über Luft- und Raumfahrt bis hin zur Produktion von Teilen für die Hydraulik- und Automobilbranche.
Uniload im Detail
Im Fokus
Siemens Simotion Steuerung
Teilespektrum: Wellenteile
Greifer mit Schnellwechselbacken, umrüstbar auf:
Greifdurchmesser min. Ø6 / max. Ø80
Teilegewicht max 5 kg im Wechselbetrieb
Teilegewicht max 15 kg im Einzelbetrieb
Maximale Teilegrösse:
Durchmesser 100 mm
Länge 10 - 350 mm
Einstellbares Prismaband sowie Fertigteilband und NIO Box
Intuitives 15’’ Touch Bedienpanel
Modernste Schleiftechnologie und problemloser Datenaustausch
Ein herausragendes Merkmal der neuen Maschine ist ihre grosse Schleifscheibe, die einen Durchmesser von 610 mm und eine vorerst maximale Breite von 125 mm hat. In ihrer Maschinenkategorie liegt die S36 damit oberhalb des Standards. Darüber hinaus kommt die Maschine mit Core OS, dem smarten, markenübergreifenden Betriebssystem der United Grinding Group – inklusive Touch-Panel und intuitiver Bedienung. Dank der einheitlichen Core-Software-Architektur ist ein Datenaustausch der Maschinen untereinander problemlos möglich. Über die eingebaute Umati-Schnittstelle gelingt das auch mit Drittsystemen. Ausserdem bietet sie Zugang zu den United-Grinding-Digital-Solutions-Produkten direkt an der Maschine und ohne die Installation zusätzlicher Hardware. Doch nicht nur für diese und andere IoT- und Daten-Anwendungen schafft Core die technische Basis, sondern auch für eine revolutionäre, einheitliche und einfache Bedienung.
Die neu entwickelten Smartjet-Düsen für eine effiziente und automatische Kühlschmiermittel-Zufuhr sind serienmässig eingebaut. Dank diesen ist die Kühlung fortan Sache der Maschinensteuerung. Als zentrale Komponenten kommen dabei eine frequenzgesteuerte Pumpe und eine Staudruck- Messeinheit zum Einsatz. Damit ist es möglich, den Volumenstrom exakt und prozessgerecht einzustellen – für Schruppen, Schlichten oder Feinschlichten. Das Kühlmedium gelangt über ein Verteilerstück und strömungsoptimierte, nachführbare Düsen an die Schleifscheibe. «Das Konzept garantiert eine punktgenaue, effiziente und reproduzierbare Kühlung», betont Martin Habegger. «Die S36 mit all dieser modernen Schleiftechnologie bieten wir den Kunden zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis an», sagt Habegger.
Neues Ladesystem Uniload
Das Fingerspitzengefühl des Bedieners bei der Feinbearbeitung ist unübertrefflich. Für reproduzierbare Qualität kann jedoch auf Automatisierung beim Schleifprozess nicht verzichtet werden. Auf Universalität und Schnelligkeit setzt Studer mit dem Beladesystem Uniload, das auch auf der Grinding Hub erstmals vorgestellt wurde. Die Nutzer der Aussenrundschleifmaschinen S31 und S33 haben damit die Möglichkeit, Qualität und Produktivität mithilfe des automatischen Beladesystems zu steigern. Dank der modernen und intuitiven Steuerung ist es so einfach zu bedienen, dass keine spezielle Programmierschulung nötig ist. Sie wurde von Wenger Automation entwickelt und führt die Studer-Bedienphilosophie fort. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Nutzer muss lediglich Mass und Gewicht des Werkstücks kennen, um das Beladesystem zu nutzen. Dann führt der Einricht-Assistent komfortabel durch die notwendigen Schritte, bis das Schleifprogramm gestartet werden kann.
Stand vom 30.10.2020
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Uniload wird auf Basis einer Linearportalzelle mit zwei Parallelgreifern angeboten und eignet sich für Wellenteile bis zu einer Teilelänge von 350 mm und einem Teiledurchmesser von max. 100 mm. Somit deckt es einen grossen Teil der auf diesen Maschinen gefertigten Teilespektren ab. Die Teilebereitstellung erfolgt über ein standardisiertes, einstellbares Prismaband. Die an das Maschinendesign angepasste Umhausung des Basismodules, die standardmässig mit einer Ladeluke versehen ist, erlaubt einen sicheren und sauberen Betrieb der Anlage.
Uniload ist aktuell für die Spitzenweiten von 650 und 1000 mm geeignet. Das Beladesystem wird von links an die Maschine angedockt und erreicht mit voller Kapazität der Ablagen eine automatisierte Bearbeitung von etwa einer Stunde. Bei Werkstücken mit einem Aussendurchmesser von 34 mm und einem Greifdurchmesser von 22 mm können 50 Teile automatisch geladen werden. Das Aussehen des Ladesystems spiegelt sich im ästhetischen Design der Maschine, das als Standardprodukt schnelle Reaktions- und Lieferzeiten ermöglicht. Darüber hinaus sind auch kundenspezifische Lösungen möglich. Zudem ist Uniload ausbaufähig, damit auch zukünftige Bedürfnisse abgedeckt werden können. -ari- SMM