Iscar: Drehwerkzeuge zum tiefen Stechen und Längsdrehen Schneideinsätze verwirklichen lange Standzeiten

Redakteur: Konrad Mücke

Beim Längsdrehen und Einstechen einiger Bauteile für die Automotive-Industrie bewähren sich die stabil geklemmten Schneideinsätze Swiss Cut Extra Long von Iscar. Mit zwei nutzbaren Schneiden verwirklichen sie lange Standzeiten und arbeiten deutlich wirtschaftlicher als andere Drehwerkzeuge.

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Prozesssicher: Dank stabiler Klemmung mit zwei Schrauben im quadratischen Schaft können die geschliffenen Schneideinsätze sehr tief einstechen und längsdrehen.
Prozesssicher: Dank stabiler Klemmung mit zwei Schrauben im quadratischen Schaft können die geschliffenen Schneideinsätze sehr tief einstechen und längsdrehen.
(Bild: Iscar)

Volkmar Sauer, Geschäftsführer beim Lohnfertiger Susa S. Sauer GmbH & Co. KG in Heidenau nahe Dresden, ist überzeugt, dass er zunehmend komplexere Bauteile fertigen muss. «Wir sind gefordert, unser Know-how ständig weiterzuentwickeln», sagt er dazu. Der Lohnfertiger fertigt an wöchentlich fünf Tagen dreischichtig.

Stechdrehen ehemals unwirtschaftlich

Das Fachpersonal in Heidenau ist gehalten, fortlaufend Prozesse zu verbessern. Maschineneinrichter Matthias Paufler erachtete ein Drehwerkzeug zum Drehen eines Bauteils aus Automatenstahl als unzureichend. Wie er sagt, verursachten die Schneidplatten hohe Kosten in der Beschaffung. Zudem verschlissen sie rasch. Um ein besseres Werkzeug zu finden, diskutierte er zusammen mit Stefan Bayer, Anwendungstechnik und Beratung, und Sebastian Palik, Beratung und Verkauf beim Werkzeughersteller Iscar, mögliche Alternativen. Die beiden stellten die 41 mm langen Schneideinsätze der Reihe Swiss Cut Extra Long vor. Diese nutzte der Lohnfertiger dann, um über einige Tage Bauteile zu fertigen. Verglichen mit den zuvor genutzten Werkzeugen verwirklichten die Schneideinsätze von Iscar deutlich grössere Standmengen. Mit ihnen konnte der Lohnfertiger statt 3000 nunmehr über 5000 Werkstücke bearbeiten. Dabei arbeiten die Drehwerkzeuge bei 160 m/min Vorschubgeschwindigkeit entsprechend 0,08 mm Vorschubweg pro Werkstück­umdrehung. Deshalb arbeitet der Lohnfertiger inzwischen bei diesem Drehprozess ausschliesslich mit den Schneideinsätzen Swiss Cut.

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Tiefer einstechen

Wie der Produktspezialist Drehen Jonas von Kahlden beim Werkzeughersteller beschreibt, sind die aktuell verwirklichten Schneideinsätze speziell für tiefes Einstechen konzipiert. Sie sind deutlich länger als die Produkte von Wettbewerbern. Sie ermöglichen, bis zu 20 mm im Durchmesser messende Werkstücke abzustechen. Auch können sie bis zu 10 mm tief einstechen sowie bis zu 5 mm tief ein­stechen und auf dieser Schnitttiefe längsdrehen. Das kompakte Werkzeug passt ideal auf Langdrehautomaten und hat keine Störkonturen. Die Klemmung der Schneideinsätze ist besonders stabil. «Die Schneidplatte ist mit einer geschliffenen Stufe versehen. Dadurch sitzt sie besonders fest und nimmt die bei grossen Schnitttiefen auftretenden hohen Schnittdrücke problemlos auf», beschreibt Jonas von Kahlden die Vorteile. Bei Gewaltbruch oder Verschleiss lässt sich die Schneidplatte einfach drehen und somit die zweite Schneide nutzen. Das verkürzt die zum Werkzeugwechsel beanspruchten Stillstandszeiten. Der Schneideinsatz ist mit zwei Schrauben einfach und stabil zu befestigen. Er kann von beiden Seiten montiert werden. So ist er problemlos bei jeder Einbaulage im Arbeitsraum der Drehmaschinen zu erreichen. Beim Lösen des Schneideinsatzes bleiben die Klemmschrauben im Werkzeug. Das vermeidet ihren Verlust. Der Einsatz lässt sich nach vorn entnehmen. Deshalb kann man die Schneideinsätze auch bei kurzem Auskragen des Werkzeugs rasch und zuverlässig entnehmen. Die Drehwerkzeuge gibt es mit 12 x 12 mm und 15 x 15 mm Quadratschaft.

Stabil geklemmt

Der Lohnfertiger arbeitet mit 2 mm breiten Schneideinsätzen. Die Spezialisten drehen damit Bauteile mit 22,3 mm Durchmesser auf 12,55 mm Durchmesser. Wie Matthias Paufler bestätigt, bewältigen die Schneideinsätze die grossen Schnitttiefen und die einhergehenden Schnittkräfte problemlos. Auch mit dem Verschleissverhalten ist er vollauf zufrieden. «Swiss Cut meistert die Forderungen nach ausreichenden Standmengen pro Schicht locker», ergänzt er. Die Schneideinsätze eignen sich zum Schlichtdrehen. Dafür sorgt unter anderem eine sehr gute Abfuhr der Späne. Diese bleiben nicht am Bauteil hängen. Das aufwendige manuelle Entfernen entfällt. Zudem arbeiten die Schneideinsätze prozesssicher. Dazu sagt Matthias Paufler: «Ich habe jetzt wieder mehr Ruhe bei der Arbeit. Keine Späne, kein Grat – das passt.» - kmu - SMM

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