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Signifikante Reduktion der Werkzeugkosten
Aber nicht nur die Stand- und Rüstzeiten sind zurückgegangen. Auch die Werkzeugkosten haben sich durch die komplette Umstellung der Werkzeug-Einkaufspolitik spürbar reduziert. Es wird nur noch nachbestellt, was wirklich gebraucht wird. Und dank verringerter Lieferantenvielfalt können heute bessere Einkaufspreise erzielt werden. «Das hat sich wirklich gelohnt», resümiert Christian Hast, «die Kosten im Einkauf haben sich im ersten Jahr fast halbiert!» Inzwischen hat sich eine Kostenersparnis von 20 bis 30 % im Vergleich zum Ausgangspunkt eingependelt.
«Stabsstelle» Werkzeugverwaltung
Um dies zu erreichen, wurde mit Siegfried Friedrichs zu Projektbeginn zunächst eine «Stabsstelle» Werkzeugverwaltung eingerichtet. Die Werkzeuge wurden systematisch erfasst – sowohl Einzelkomponenten als auch Komplettwerkzeuge, und ein transparenter Prozessflow von der Werkzeuganlage bis zur Nachbestellung wurde aufgebaut. «Im Zoller-Toolmanagement-System sind heute bereits über 1200 Komplettwerkzeuge und mehr als 2000 Einzelkomponenten angelegt. Bei den Einzelkomponenten ist selbst die kleinste Schraube aufgenommen und mit Foto im System hinterlegt», erklärt Florian Niggemeier. Die Werkzeuge werden zentral verwaltet und sind dank der Zoller-Lagerortverwaltung sofort im Lagerschrank auffindbar. Mit dem Toolmanagement-Modul «Bestellwesen» werden Werkzeuge nachbestellt – dann, wenn sie gebraucht werden, und auch nur diejenigen, die tatsächlich benötigt werden. «Natürlich muss man bei der Einführung eines Toolmanagement-Systems interne Überzeugungsarbeit leisten, Gewohnheiten abbauen und die Mitarbeiter von Anfang an mitnehmen», so Niggemeier. Nicht alle Mitarbeiter waren von Anfang an begeistert – doch zeigte die Praxis bald, dass es sich einfach lohnt.
Mehr Sicherheit an der Maschine
Vor allem im Bereich Prototypenfertigung hat sich die Umstellung auf die Zoller TMS Tool Management Solutions ausgezahlt. Hier werden wertvolle Teile an teuren Maschinen produziert. Der Facharbeiter profitiert nicht nur von der schnelleren Umrüstzeit, sondern auch von mehr Sicherheit an der Maschine bei der unbemannten Zerspanung. Für die Werkzeugeinstellung werden enge Toleranzen festgelegt; werden diese nicht eingehalten, dann wird das Werkzeug auch nicht für die Maschine freigegeben. «Die Nutzeroberfläche des Einstell- und Messgeräts von Zoller ist sehr einfach zu bedienen. Man wird super durch den Messvorgang geführt, auch ein Nicht-Zerspaner kann am ‹venturion› ein Werkzeug einstellen und vermessen», erläutert Geschäftsführer Hast. Hier geht nichts mehr schief, werkzeugbedingte Maschinencrashs gehören der Vergangenheit an.
Enormen Wirkungsgrad erreicht
«Der Erfolg ist da – doch natürlich kann man das noch ausbauen. Die Schnittstelle zum CAM-System ‹SolidCam› beispielsweise wird derzeit noch nicht in vollem Umfang genutzt. Und auch die Datenübertragung vom Einstellgerät an die Maschinen werden wir uns näher ansehen, vor allem die neue Lösung ‹zidCode›, die Zoller anbietet», gibt der Anfotec-Geschäftsführer einen Ausblick. Das Wichtigste ist bereits erreicht: schnellere Umrüstung plus Sicherheit in Bezug auf das Werkzeug. Bei Anfotec wird heute produziert anstatt gerüstet. SMM
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