Moderne Produktionstechnologien für Hochleistungswerkstoffe Schneller, stärker, leichter

Redakteur: Luca Meister

Kernthema des SMM-Kongresses im Dezember war die Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen. Johann Mayerhofer, Werkstoffengineering beim Edelstahlspezialisten Böhler Edelstahl GmbH & Co KG, hielt in Luzern einen wissenschaftlichen Vortrag über hochfeste Edelstähle, die im Hochleistungsmaschinen- und Leichtbau zum Einsatz kommen. In diesem Beitrag geht es u. a. um Anwendungsbeispiele solcher Materialien.

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Edelstahl bei der Stabilisation des Motors.
Edelstahl bei der Stabilisation des Motors.
(Bild: Light Wing)

mei. Hochleistungswerkstoffe finden vermehrt den Weg in den allgemeinen Maschinenbau oder die Medizintechnik. Die Einsatzgebiete werden aber immer vielfältiger. Nicht nur im Motorsport (von der Formel 1 bis hin zu hochentwickelten Rallyefahrzeugen oder Motorrädern) finden diese Werkstoffe als Zahnräder, Kurbelwellen, Antriebswellen, Kugellager, Pleuel, Nockenwellen oder Differenziale ihre Bestimmung, sondern auch in der Aviatik oder im anspruchsvollen Maschinenbau.

All diese Teile haben eins gemeinsam: Sie sind enorm grossen wie verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Hier sind Werkstoffe gefragt, die unterschiedliche Eigenschaften oder vielfach eine Kombination daraus aufweisen. Dabei liegt der Schlüssel zum Erfolg in der metallurgischen Reinheit der Werkstoffe.

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Neue Möglichkeiten

Böhler entwickelt und produziert Schnellarbeitsstähle, Werkzeugstähle und Sonderwerkstoffe. Jeder einzelne Produktionsschritt – vom Erschmelzen, Umschmelzen zur Verformung über die Bearbeitung bis hin zur Auslieferung – erfordert das spezifische Wissen von Werkstoffspezialisten. Optimierte Prozesse und ein lückenloses und dokumentiertes QS-System garantieren dabei konstante Qualität. Als eines der wenigen Edelstahlwerke weltweit verfügt Böhler im österreichischen Kapfenberg über sämtliche Schmelz- sowie Umschmelztechnologien (VIM, DESU, ESU, VAR) «unter einem Dach».

Kürzlich wurde in den Labors von Böhler ein äusserst innovativer, hochfester Stahl unter der Bezeichnung «Böhler W460 VMR» entwickelt, der die positiven Eigenschaftsmerkmale der üblichen höchstfesten Stähle vereint und völlig neue Möglichkeiten im Hochleistungsmaschinenbau sowie Leichtbau wie z.B. im Rennsport oder der Aviatik ermöglicht.

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